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Plastik-Müll im Meer gefährdet Millionen Lebewesen -

          das gesamte Ökosystem Mittelmeer ist akut bedroht!



Bildquelle: Green Ocean e.V.


Zum Schutz der Delfine und Wale gehört es auch, die Lebensbedingungen für sie, und auch allen anderen Bewohnern der Meere, zu verbessern.

Simultan durchgeführte Studien ergaben: Riesige Mengen an Plastik-Müll befinden sich in unseren Ozeanen! Weltweit schlagen Forscher Alarm. In vielen Regionen sind mittlerweile mehr Plastik-Partikel als Plankton feststellbar. Die meisten Kunststoffe, vorwiegend aus privaten Haushalten und der Industrie, sind biologisch nicht abbaubar.

Der Plastik-Müll, der durch Meeresströmungen und Winde überall hin verteilt wird, stellt eine permanente und sehr konkrete Bedrohung für Delfine und Wale dar. Unzählige Meeressäuger, sowie Seevögel und andere Tiere sterben, weil sie sich in den Müll-Teppichen verfangen oder durch das Verschlucken dieser unverdaulichen "Beute" elend zu Grunde gehen.

Stellvertretend für viele möchte ich an dieser Stelle ein Schicksal erwähnen, welches ein Delfin im Mittelmeer ereilt hat.

Im Herbst 2006 wurde am Strand in einem Nationalpark bei Pisa ein Delfin-Kadaver gefunden. Um die Todesursache festzustellen zu können, wurde er in der Tierklinik der Uni in Pisa seziert. Im Magen des Tieres fand man 2,9 Kilogramm Plastik-Müll (Folien und eine Flasche). Die Magensäure hat den Plastik zusammengeschweißt und das Tier starb durch Darmverschluss. Der Delfin musste lange und qualvoll leiden, bis er starb.

Jeden Tag gelangt immer mehr Plastik-Müll in die Meere. Riesige Müll-Teppiche treiben nicht nur auf der Wasser-Oberfläche, sondern auch in verschiedensten Tiefen. Selbst auf dem Meeressboden ist er allgegenwärtig. Plastik-Müll baut sich in den nächsten Hundert Jahren nicht ab und er bedroht das gesamte marine Ökosystem!



Wie schon bei vielen Projekten, möchte ich nicht abwarten, bis die Politiker und Regierungen aktiv werden. Zu viel Zeit geht in den Mühlen der Bürokratie verloren. Handeln, als Beispiel vorangehen und damit zeigen, dass es Möglichkeiten für Verbesserungen gibt, ist viel effektiver.

Im Januar 2007 wurde ich auf den Verein Green Ocean e.V. aus Bayern aufmerksam, der sich der Problematik des Plastik-Mülls in den Meeren angenommen hat.

Ich habe mich entschlossen, mit diesem Verein zusammenzuarbeiten - das Projekt „Plastik aus dem Meer“ persönlich zu begleiten und zu unterstützen. Was mir wichtig ist, dass so ein Verein von seiner Struktur nicht zu überdimensioniert ist, kein großer „Wasser- und Verwaltungskopf“ die zur Verfügung stehenden Mittel auffrisst und keine großen Bürokratie-, Richtlinien-, Kompetenz und Entscheidungshürden ein effektives, rasches und erfolgversprechendes Handeln behindern.

Der Verein startet derzeit ein außergewöhnliches Pilot-Projekt. Der Leiter des Projektes, Dr. Robert Groitl Dip.E.D. Oceanography, hat sich viel vorgenommen.



Bildquelle: Green Ocean e.V.




Wir selbst und die einheimische Bevölkerung werden den Plastik-Müll aus dem Meer holen und die gigantische Menge an Müll reduzieren.

In der Region Pisa und Livorno werden ab dem 26. Mai gezielte Aktionen gestartet. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits auf Hochtouren.

Zunächst soll an der toskanischen Küste in einem begrenzten Küstenabschnitt die Müllmenge spürbar reduziert werden.

               Einbindung der einheimischen Bevölkerung in die Aktion: 

Mehrere Schulklassen wurden eingeladen, an vorgegebenen Strandabschnitten Säuberungsaktionen zu unterstützen. Spezielle Müllcontainer werden aufgestellt.
Die Kommunen, Legambiente (der örtliche Naturschutzverband), die Medien und auch die Küstenwache sind in diesem Projekt mit eingebunden und haben eine breit gefächerte Unterstützung zugesichert.

Enorm wichtig ist die Einbindung der lokalen Fischer. Unser Anreiz: Die Fischer sollen mit dem Sammeln von Plastik-Müll finanziell entschädigt werden.

Den vielen Fischern, die bisher den "Plastik-Beifang" nicht entsorgen konnten, wird nun eine ökologische Alternative angeboten. Sie werden für den Transport des Mülls in den Hafen eine geringfügige finanzielle Entschädigung erhalten.

Anderer Müll, wie zum Beispiel alte Netze, die in besonderem Maße eine Gefahr für die Meeresbewohner darstellen, können die Fischer dann kostenfrei an den Sammelstellen abgeben.

Der Müll wird im Hafen von Livorno von uns aufgekauft und einem Recycling-System zugeführt.


Das Pilotprojekt wird laufend dokumentiert. Auf dem Meer wird die Müllmenge von einem Forschungs-Schiff aus vor, während und nach der Aktion protokolliert. Parallel werten knapp 60 Universitäten die gesammelten Daten aus. Nach 6 und 12 Monaten werden die Ergebnisse der italienischen Regierung in Rom, der EU in Brüssel, ACCOBAMS (ein Abkommen zum Schutz der Wale und Delfine im Mittelmeer und im Schwarzen Meer) und der FAO (die zuständige UNO-Organisation) vorgelegt. Green Ocean e.V. möchte nachweisen, dass durch diese Aktion eine spürbare Abnahme der Müll-Menge in der Region erreicht wurde. Ziel ist es, dass dieses Pilot-Projekt nicht nur in ganz Italien, sondern auch von allen Staaten der Europäischen Union übernommen wird.

Der Leiter von Green Ocean, Dr. Groitl: "Die EU verfügt über 2,8 Millionen Fischerboote. Es dürfte keine effektivere und auch kostengünstigere Methode geben, unser Ökosystem von dem gefährlichen Plastikmüll zu befreien."


Eine große Anstrengung ist nötig, damit dieses Pilot-Projekt finanziert und erfolgreich durchgeführt werden kann.

Deshalb sind wir auf die Unterstützung von Sponsoren und Förderer angewiesen!



Informationen über das Projekt „Plastik aus dem Meer“ sind auf der Aktionswebpage http://www.plastic-sea.com und

auf der Homepage von Green Ocean e.V. http://www.green-ocean.org erhältlich.

Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, dann mailen Sie bitte an:

funding-plastic-sea@gmx.de
 

Bankverbindung für Spenden:
 
Dr. Robert Groitl

Konto Nr. 430 288 662

BLZ 741 500 00

Sparkasse Deggendorf

Verwendungs–Zweck: Aktion Plastik aus dem Meer

--- 

Vom Ausland kostengünstig nach Deutschland überweisen:

IBAN:  DE14741500000430288662 

BIC:   BYLADEM1DEG

--- 


Helfen Sie mit, damit es in Zukunft keine solche Wal-Bilder im Mittelmeer mehr geben wird!                                       (Bildquellen/Copyright):  Green Ocean e.V.



06.03.07 - Vorstellung/Beginn der Aktion "Plastik aus dem Meer" 


13.03.07 - Dr. Groitl, der Leiter von Green Ocean e.V., ist am Wochenende mit einem kleinen Team nach Livorno/Italien gereist, um die ersten Maßnahmen für die Aktion "Plastik aus dem Meer" vor Ort vorzubereiten. Start der Aktion wird etwa Ende Mai sein.

Von Bord des Schiffes, welches für Dokumentationen, Forschungsarbeiten und für das Müll-Sammeln im Meer eingesetzt wird, erhielt ich gerade diese Nachricht:

"Wir befinden uns gerade auf einer „Erkundungs-Fahrt“. Was wir aber bisher gesehen haben ist nicht sehr erbauend. Viel Müll und es wurden auch ein paar tote Delphine gemeldet".


15.03.07 - Folgende Punkte haben wir schon erledigen können:


- Bestellung der Container

- Platzierung der Container

- Zusammenarbeit mit der Küstenwache

- Schirmherr – übernimmt der Kommandeur der Küstenwache Livorno

- Zusammenarbeit mit Legambiente Livorno und Pisa (zwei Ortsgruppen) 

"Ansonsten läuft es hier italienisch langsam an, aber wir machen Fortschritte".


19.03.07 – weitere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren...
 
-         Die Planungstreffen mit Legambiente in Livorno und Pisa waren sehr erfolgreich. Um die Medien vor Ort mit einzubinden, wird etwa Mitte Mai zum Start der Aktion eine Pressekonferenz stattfinden.

-         Es werden nun mehrere Schulklassen für die Strandsäuberungs-Aktion eingeladen und anstatt einem, werden nun zwei Strände zeitgleich gesäubert. Ein enormer Mehraufwand, da es nun weitere Standorte für die aufzustellende Container bedarf. Um auch „normalen Müll“ entsorgen zu können, müssen nun noch weitere Container von uns bereitgestellt werden.

-         Das Treffen mit dem Befehlshaber der Küstenwache, der für das südliche Ligurische Meer zuständig ist, war ebenfalls erfolgreich. Uns wurde nun verbindlich zugesagt, dass die Küstenwache unsere Aktion unterstützt. Für die Aktion „Sammeln von Müll im Meer“ werden sich Küstenwachboote aktiv beteiligen. Geplant ist auch, dass im gesamten Seegebiet auf Umwelt-Verschmutzer geachtet wird, um zu verhindern, dass weiterer Müll illegal im Meer entsorgt wird.

-         Die zuständige Kommune wurde ebenfalls von unserer Aktion unterrichtet, um auch abzuklären, was mit dem Müll, den wir eingesammelt haben, geschehen soll. Unser Ziel ist es, ihn umweltgerecht, auch nach recycelbaren Wertstoffen sortiert, zu entsorgen.

-         Des weiteren haben wir nun bei einer Druckerei die Herstellung von unserem italienischsprachigen Infomaterial (Flyer und Poster) in Auftrag gegeben. Wir möchten damit die örtlichen Fischer über unsere Aktion informieren. Die Küstenwache wird die Flyer an alle Boote verteilen. Auch über die Poster (aufgehängt im Hafengelände) werden wir die Fischer über die Aktion aufklären. Die Poster werden auch an vielen weiteren Stellen in der Region angebracht, damit die einheimische Bevölkerung informiert wird.

-         Das bisherige Echo bei den Fischern ist sehr zufriedenstellend, denn die ersten Fischer treten bereits mit uns in Kontakt, da die Küstenwache damit begonnen hat, über unsere Aktion zu informieren.


Stand 1. Mai 2007 -

http://www.plastic-sea.com/?file=projekt_bericht&language=german

Ein kurzes Update zu unseren Aktivitäten und Vorbereitungen für den Aktionsbeginn:

Planungstreffen mit Legambiente Pisa. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um folgende Themen: Vorbereitung der Pressekonferenz zu Beginn der Aktion Unterstützung der Aktion durch Professor de Ranieri vom Auquario Livorno Standorte der Container für die Sammelaktion im Hafen von Livorno Zusätzliche Container für "normalen" Müll müssen mit aufgestellt werden.

Kommune di Livorno: Zusätzliche Müllcontainer werden im Hafen aufgestellt, um auch den Restmüll der Fischer entsorgen zu können. Standort aller Container wird neben dem Fischmarkt am Hafenbecken sein. Vorbereitung der Boote für die Sammelaktion Die Boote MS Thales, SY Enteara und ein Trawler werden für die Sammelaktion ausgerüstet.


24. Mai 2007


Nach intensiven Vorbereitungen startet nun das Projekt der deutschen Umweltschutz-Organisation Green Ocean in Zusammenarbeit mit dem italienischen Umweltschutzverband Legambiente „Plastik aus dem Meer“.

Persönlich konnte ich mir vor Ort ein Bild machen. Anbei nun ein Text/Bild-Bericht über meine Eindrücke von der Strandsäuberungs-Aktion.

Presse-Konferenz:

Zum Auftakt lud man die örtlichen Zeitungen und Fernseh-Sender zu einer Presse-Konferenz ein, um sie über das auf zunächst 12 Monate andauernde Projekt zu informieren. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen.






Früh am Morgen: das Team von Green Ocean auf dem Weg zu einem Strand zwischen Pisa und Livorno.


Schon auf dem Weg zum Strand stolperte ich über herumliegenden Müll....


...was uns hier wohl noch so alles erwartet?


...noch viel mehr Müll...


auch  ein Lack-Eimer...


hier der Info-Stand an dem die Strandbesucher über die Aktion informiert werden. Dies ist hier kein gesperrter Strand, sondern ein ganz offiziell zugelassener Badestrand!


Plastik -


...überall Plastik




die Küstenwache konnte von der Notwendigkeit der Aktion überzeugt werden und ist in das Projekt mit involviert.




viele Plakate wurden in der Region aufgehängt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.


gewaltige Anstrengungen sind nötig. Die Hilfe von vielen Kräften ist notwendig...


Um die Jugend für dieses Thema zu sensibilisieren wurden mehrere Schulklassen eingeladen und über diese Aktion informiert. Mit großem Interesse und ohne Murren zogen sie unter Anleitung los, um den Müll zu sortieren und zu sammeln.



auch ein Mitarbeiter von WWF informierte übr die Problematik...ein Schutzgebiet von WWF befindet sich ganz in der Nähe....


bei den Vorträgen wurde viel Info-Material mitgenommen...


den Strandbesuchern scheint den Müll nicht zu stören...


sachkundige  Unterstützung eines Professors von der Universität Pisa...


ein altes Fischerboot verrottet am Strand. Metallteile und Nägel liegen überall herum...



auch in den Dünen ist der Müll allgegenwärtig....


dieser Strand-Abschnitt ist vorerst einmal vom Müll befreit...








erleichtert war ich über dieses nicht mehr im Meer befindliche Netz. In diesem hätten sich Seevögel, Delfine und Wale verheddern und sterben können.




rege Diskussionen über die gigantische Menge an Müll....und Kennzeichnung der Säcke für die späteren Untersuchungen...


immer mehr Strandbesucher kommen...


Stuhl kaputt...


ein altes Rohr tut es doch auch...


viele freie Flächen zum Liegen gibt es nicht mehr....


menschliche Einflüsse - überall....



und ein zerfetztes Schlauchboot...


Mitnahme des gesammelten Mülls....




und Abtransport zur Universität nach Pisa. Dort wird der Müll genauestens untersucht und katalogisiert.... Ergebnisse liegen in ein paar Wochen vor...


Laut Herrn Dr. Robert Groitl (Leiter Green Ocean) sind etwa 60 % des herumliegenden Müllts Treibgut vom Meer.

Das Ergebnis des heutigen Tages hat mich überrascht. Dass es schlimm mit dem Müll ist, das wusste ich schon lange. Aber das hier hat meine Befürchtungen weit übertroffen. Der hier aufgesammelte Müll stammt allein nur von einem Strandabschnitt von 10 x 200 Metern. Etwa 1,2 Tonnen Müll und viele Kilogramm Plastik lagen alleine nur in diesem Abschnitt. Die ersten Hochrechnungen ergaben einen Plastik-Anteil von 180 Gramm pro Quadrat-Meter!

Wechselnde Winde, Strömungen, Wellen, Tieden, etc. kann den Müll auch vom Strand wieder ins Meer befördern und viele Meeresbewohner gefährden.  

Wie ich erfahren habe, wurden in den letzten Tagen mehrere Wale in einem Hafen von Elba gesichtet. Wie gut, dass diese Aktion begonnen hat. Das gesamte Seegebiet der Ligurischen See ist zwar von der UNESCO vor etwa fünf Jahren zum Schutzgebiet erklärt worden, was aber noch lange nicht bedeutet, dass die Meeresbewohner aureichend geschützt sind. Erst durch solche Aktionen, welche (noch) nicht vom Staat gefördert werden, ist es möglich, etwas für den Schutz des marinen Ökosystems beizutragen.

Die Vorbereitungen von Green Ocean für diese Strand-Säuberungs-Aktion war perfekt. Alles hatte wunderbar funktioniert. Ich hoffe, dass diese Aktion auch in anderen Regionen Schule macht. Außerdem bin ich einmal gespannt, wieviel Müll genau heute in einem Jahr an diesem Strandabschnitt herumliegt. Ich bin überrascht, mit welchen Mitteln hier viel erreicht worden ist.

               Heute war einer der besten Tage in meinem Leben!


Am nächsten Tag geht es mit dem Segel-Forschungsschiff MS Thales von Green Ocean auf Erkundungsfahrt ....ich habe die Hoffnung auch ein paar Delfine oder gar noch ein Wal auf der Fahrt zu sehen. In der ligurischen See (franz. Grenze über Genua bis Elba) soll es etwa 1200 Wale (Buckelwale, Finnwale und gar Blauwale) und ca. 2000 Delfine (Orcas, Große Tümmler und Streifen-Delfine) geben. Etwa 600 Delfine hat Green Ocean schon fotografiert und katalogisiert.




Der Skipper mit prüfendem Blick auf das Wasser und zum Himmel....


Das Team hat gute Laune. Ich hingegen habe ein flaues Gefühl, denn ich erfuhr, dass in diesem Naturschutzgebiet der Müll hinter den Dünen über einen Meter hoch liegen soll....außerdem zieht ein Sturm auf...


Obwohl in diesem Naturschutzgebiet das Betreten strengstens verboten ist, richtet sich diese Familie an dem, ebenfalls mit Müll übersäten Strand, gemütlich ein.


Noch geht es mir gut.....aber bald wird mir mein Grinsen schon noch vergehen....


Der Sturm zieht auf und ich liege flach...


speiübel ist es mir und ich bin seekrank....bei vier Meter hohen Wellen hatte die Crew wenigstens noch ihren Spaß....ich hingegen hing immer wieder über der Reeling und verabschiedete mich von meinem Frühstück....


Delfine und Wale sehe ich leider keine. Nur etwa 50 Meter vom Schiff mache ich ein illegales Netz aus. Das Netz ist nicht markiert. Ohne weiteres hätten wir bei diesem Seegang in das Netz fahren können und das Schiff wäre manövrierunfähig gewesen. Teile des Netzes hätten auch abgetrieben werden und so manchen Meeresbewohner gefährden können. Reine Fahrlässigkeit so etwas. Solche Netze werden von Green Ocean normal aus dem Meer gezogen. In den letzten Jahren hat GO an die 30 illegale Netze aus dem Meer entfernt. Die Küstenwache unterstützt diese Vorgehensweise.


Der Sturm hat sich verzogen und das Meer hat sich wieder beruhigt. Meine Blicke wandern automatisch auf den Meeresgrund und entdecken auch 40 Seemeilen von der Küste entfernt....


Plastik-Müll auf dem Grund im Hafen der Insel Capraia....


leider überall...


dieser Seevogel knabbert an einem Plastikteil herum....



Der erste Teil der Aktion ist (bis auf die Ergebnis der Untersuchungen des gesammelten Mülls) abgeschlossen. Der noch wichtigere Teil folgt am 10. Juni 2007. An diesem Tag werden drei Schiffe von Green Ocean und zwei Boote der Küstenwache in einem festgelegten Abschnitt vor der Küste das Meer auf seinen Plastikanteil untersuchen. Mit Netzen wird vom Meeresgrund bis zur Wasseroberfläche der Plastikmüll "eingefangen" und dokumentiert. Ziel ist es, relativ genau zu bestimmen, wieviel Plastikmüll sich zu diesem Zeitpunkt im Meer befindet.

Am 11. Juni kommt dann der ganz große Tag. An diesem Tag wird im Hafen von Livorno der Plastik-Container aufgestellt und mit der Küstenwache (sie übernehmen die Schirmherrschaft) zusammen das Projekt gestartet. Ab diesem Tag können nun über 1000 Fischer in der Region ihren Plastik-Müll, den sie auf dem Meer in ihren Netzen haben, an Land bringen und ihn bei dem Container, welcher für mehrere Stunden am Tag von einem Mitarbeiter besetzt ist, entsorgen. Als finanziellen Anreiz und Ausgleich erhalten die Fischer eine Entschädigung pro Kilogramm abgegebenen Plastik-Müll. Anderer Müll, auch alte Netze können dort umsonst entsorgt werden.

Diese Aktion hat sich schon weit in der Region herumgesprochen. Palermo würde auch gern dieses Projekt ab Herbst übernehmen. Allerdings fordert eine solche Aktion nicht unerhebliche finanzielle Mittel. Selbst der Abkauf des Mülls in Livorno ist für die nächsten Monate noch nicht gesichert.




(Text Green-Ocean)


Reinigungsaktion vor der Küste von Livorno und Pisa:
An dieser Reinigungsaktion haben sich erfolgreich folgende Boote beteiligt:

MS Thales Green-Ocean 280kg
SY Enteara II Green-Ocean 90kg
SY Oro Green-Ocean 310kg
Küstenwachboot aus Livorno 120kg

In der Aktionsbesprechung am frühen Morgen wurde das Gebiet vor Livorno in Rasterpunkte aufgeteilt. Die Boote begaben sich um 1000 Uhr in ihre zugewiesenen Seegebiete und begannen mit der Reinigungsaktion. Die Boote benützen speziell angefertigte Netze um damit Plastik und weiteres Treibgut von der Meeresoberfläche zu entfernen.
Schon innerhalb der ersten Minuten stieß die SY Oro auf ein treibendes Fischernetz. Glücklicherweise befanden sich in diesem Netz keine verfangenen Meeressäugetiere. Um das auch in Zukunft ausschließen zu können wurde das Netz sofort geborgen. Die gerufene Küstenwache konnte aber leider den Besitzer dieses so unachtsam gesetzten Netzes nicht ermitteln.

Insgesamt wurden an diesem Tag mit vereinten Kräften vor der Küste der Toskana ca. 800kg Plastikmüll aus dem Meer entfernt und dem Recycling Prozess zugeführt.


(Text Green Ocean)


Beginn der Sammelaktion der Fischer vor Küste von Livorno und Pisa:
Am Montag den 11.Juni 2007 um 0900 Uhr wurden die, im Hafen von Livorno, aufgestellten Container feierlich eröffnet. Anwesend waren Vertreter der Küstenwache, GOMS, Fischer aus Livorno und lokale Presse.
Leider stellte sich heraus, dass es im Hafen von Livorno noch ein Kommunikationsproblem gibt – nur ein Teil der anwesenden Fischer hatte rechtzeitig von der Aktion erfahren und sich beteiligt. Dies wurde aber sofort berichtigt, indem man Informationsmaterial und Flyer im ganzen Hafengebiet an die anwesenden Fischer verteilte.
Ein Crewmitglied von GOMS begann den Fischern ihre Plastikausbeute „abzukaufen“. 1200 kg wurden gleich am ersten Tag eingewogen und in den Container geworfen. Sonstiger Müll, der gleichzeitig von den Fischern gelandet wurde, fand noch Platz in den öffentlichen Mülltonnen.
Der Plastikcontainer der Aktion „Plastic-Sea“ wird durch Ihre Mithilfe nun für 12 Monate jeden Arbeitstag von 0900 bis 1200 Uhr geöffnet sein und den Fischern zur Entsorgung ihres Plastik Beifanges zur Verfügung stehen.

Insgesamt wurden an diesem Tag mit vereinten Kräften vor der Küste der Toskana ca. 1200kg Plastikmüll aus dem Meer entfernt und dem Recycling Prozess zugeführt.

Es war ein guter Tag


Ich habe mich von der Notwendigkeit, Dringlichkeit und Durchführbarkeit dieses Projektes an Ort und Stelle persönlich informiert und überzeugt. Ich hoffe, ich konnte Ihnen dieses durch diesen Bericht auch etwas vermitteln. Ich bin sehr froh, dass sich Green Ocean dieser Problematik angenommen hat und mit eigentlich sehr simplen Mitteln dazu beitragen kann, die Müllmenge im Meer spürbar und das nachweislich zu reduzieren. Der Container in Livorno soll nun für ein ganzes Jahr dort stehen bleiben und es ist zu hoffen, dass sich viel Müll aus dem Meer hier zusammentragen lässt. In genau einem Jahr wird ebenfalls noch einmal der gleiche Strand- und Meeresabschnitt auf seine Müllmenge hin untersucht werden. Die Ergebnisse sollen zeigen, dass durch diese Aktion sich die Müllmenge spürbar in der Region reduzieren ließ. Die Ergebnisse sollen den Verantwortlichen im Land und der EU in Brüssel übergeben werden, in der Hoffnung, dass sie dieses Pilotprojekt europaweit übernehmen. Das würde das Leben von Millionen Tieren retten und es wäre ein ungemein wichtiger Beitrag für den Erhalt des marinen Ökosystems, von dem nicht nur die Lebewesen im Meer, sondern letztenendlich auch der Mensch profitieren wird.

Da dieses Projekt alleine von dem relativ kleinen Verein Green Ocean e.V. getragen wird und sie überhaupt keine staatlichen Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, möchte ich Sie an dieser Stelle bitten, dieses so einzigartige und effektive Projekt zu unterstützen!

Nur wenige Chancen bieten sich an, um wirkliche Verbesserungen für die Umwelt zu erreichen! Helfen Sie bitte mit und unterstützen Sie dieses Pilot-Projekt, damit in 12 Monaten den Verantwortlichen ein vorzeigbares Ergebnis übergeben werden kann.


Informationen über das Projekt „Plastik aus dem Meer“ sind auf der Aktionswebpage: http://www.plastic-sea.com erhältlich.

Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, dann mailen Sie bitte an:

funding-plastic-sea@gmx.de

Sie können auch einen einmaligen Betrag auf das Aktions-Konto spenden:


 

Bankverbindung für Spenden:
 
Dr. Robert Groitl

Konto Nr. 430 288 662

BLZ 741 500 00

Sparkasse Deggendorf

Verwendungs–Zweck: Aktion Plastik aus dem Meer

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Vom Ausland kostengünstig nach Deutschland überweisen:

IBAN:  DE14741500000430288662 

BIC:   BYLADEM1DEG

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Gerne zitiere ich hier noch einen Satz von GRD:

" Ohne die Hilfe mitfühlender Menschen werden Delfine aussterben, denn

- hunderttausende sterben jährlich grausam und sinnlos in Fischernetzen

- zehntausende werden gejagt, geschlachet und verspeist

- tausende vegetieren in Gefangenschaft für Vergnügungs-Shows"



01.08.2007 - weiterer Zwischenbericht von Green Ocean.

Stand 01.08.2007 -  Livorno – Dr. Robert Groitl – Green Ocean e.V.

DER ANFANG IST GESCHAFFT -

über 15 Tonnen  Plastik aus dem Meer entfernt

Am 27.Juli erreichten wir mit der Aktion „Plastik aus dem Meer“  die 15 t Marke.

Diese Menge setzt sich zusammen aus:

Müllsammelaktion am Strand von Calambrone: 1 200 kg

Müllsammelaktion der Boote vor der Küste:  800 kg

Container im Hafen von Livorno:  15 650 kg 
 

Verwendete Geldmittel:

Logistik:  ca. 1 800 €

Aufkaufen von Kunststoffmüll: ca. 690 €

Die Aktion ist bisher an 37 Arbeitstagen gelaufen und wurde auch von den lokalen Fischern sehr gut angenommen. Wir erfreuen uns einer hilfreichen Kooperation der Hafenbehörde und der Küstenwache.

Neben dem Container im Hafen von Livorno wurde von der Stadtverwaltung Livorno auch ein weiterer Container für Mischmüll aufgestellt. In diesem Container wurden im gleichen Zeitraum ca. 25 t Restmüll abgeliefert.

Von lokalen Mitgliedern von Green-Ocean e.V. wurden in Livorno ca. 205 Arbeitsstunden geleistet. Wir danken all unseren Helfern und Mitgliedern für die tatkräftige Mithilfe – Vorort und in Deutschland.

Jetzt heißt es, nicht aufgeben und weitermachen! Wir brauchen noch weitere Sponsoren und hoffen auf Eure weitere Mithilfe.