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Zur Gefangenschaft von Delfinen

Nach Meinung des amerikanischen Biologen Murray Watson „erleben die Tiere durch die Gefangennahme eine Traumatisierung, ähnlich der, die wir Menschen erleben, wenn wir – etwa bei einem Autounfall – nur knapp überleben.“

Das bestätigt der kanadische Psychologe H. F. Ellenberger, der beobachtet hat, dass Delfine zu Beginn ihrer Gefangenschaft die gleichen Symptome zeigen wie frisch verhaftete Strafgefangene: Angstzustände, fieberhafte Unruhe und stereotype Bewegungen.“ (ebd.)

Auch kommt es zu „Symptomen des Gefangenschaftsschocks. Oft verweigern die Tiere auch Essen und Trinken. Als Ursache gilt die von Tiermedizinern so bezeichnete Fangmyopathie: ein nicht umkehrbarer völliger Zusammenbruch aller Körperfunktionen.“ (ebd.)


Die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft



21.01.2010 - Kaya Yanar (Comedian)

- Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaya_Yanar

"Schauen Sie sich die Doku "Die Bucht" an. Mehr als 20.000 Delfine werden jährlich brutal ermordet und zu Fleisch verarbeitet, das mit Quecksilber verseucht ist und kaum jemand essen möchte. 

Jeder Besucher von Delfinarien muss  wissen, dass diese die Massenschlachtungen unterstützen und fördern. Besuchen Sie keine Freizeitparks oder Zoos, die Meeressäuger in Gefangenschaft halten."

Ihr Kaya Yanar

--------siehe auch: Delfinfang Taiji/Japan



01.07.14 - Hannes Jaenicke: „Ich finde, es ist ein Skandal, dass es in Deutschland noch Delfinarien gibt. Das ist eine absolute Tierquälerei, weil die Tiere total abgerichtet werden, nur um ein unglaubliches Geld mit diesen Shows zu machen." Gleiches gelte für Elefanten im Zirkus. "Zoo- und Zirkushaltung von Wildtieren macht mich immer wieder wütend", gibt er zu. Da seien wir beim Tierschutz in Deutschland weit hinterher.“ - http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tierisch-wild-im-zdf-hannes-jaenicke-traeumt-von-delfinen-und-tigern.25d3a7d5-4dbf-495b-8b66-977ad51e19bd.html



01.12.13 - Von Jana V Taqana:

Liebe Leser,

ich heiße Jana, bin 16 Jahre alt und möchte mit meinem Schreiben auf das unsägliche Leid der Delfine in Delfinarien aufmerksam machen. Delfine sind Säugetiere und Schnellschwimmer, die im Ozean große Distanzen zurücklegen und dabei bis zu 50 km/h erreichen können. Hinter der glänzenden Fassade der Delfinarien verbirgt sich jedoch großes Elend.

Hast du schon einmal in das vermeintlich lachende Gesicht eines Meeressäugers in Gefangenschaft ges...ehen? Was siehst du? Einen glücklichen, motivierten und entspannten "Flipper"? Wohl eher siehst du in die Augen eines Säugetieres, das längst resigniert hat, gedemütigt ist und in keinerlei Weise seinen natürlichen Verhaltensweisen nachkommen kann.

Auch gibt es ethische Bedenken gegen die Delfinhaltung. Wissenschaftler sprechen Delfinen - ähnlich wie sonst nur Primaten - die Fähigkeit zu, sich selbst im Spiegel zu erkennen. Hirnforscher vergleichen die Intelligenz der Meeressäuger mit der der Menschen.

Da in einem Becken nie die Gegebenheiten des Meeres nachempfunden werden können und die Haltung ein natürliches Sozial- und Jagdverhalten verhindert, ist die Gefangenschaft von Delfinen ethisch nicht vertretbar. Das Trainieren der Delfine erfolgt außerdem nicht selten mit Druck und Gewalt. Häufig tritt die sogenannte Stereotypie auf, die sich in Form von Verhaltensanomalien äußert, sodass die Tiere ein qualvolles Dasein fristen.

Ich bitte euch von ganzem Herzen, euch öffentlich und offensiv zur Wehr zu setzen, indem ihr boykottiert, informiert und demonstriert. Des Weiteren appelliere ich an alle Eltern, Pädagogen und Lehrer, Kindern das unvorstellbare Leid der Delfine - kindgerecht - vor Augen zu führen, ihre Sensibilität zu schulen und den Besuch in Delfinarien, generell in zoologischen Einrichtungen, zu vermeiden. Über die fehlende Nachfrage werden die Delfinarien langfristig gezwungen sein, zu schließen. Die Kinder lernen so, alle Lebewesen zu achten und deren natürliche Bedürfnisse und Lebensweisen zu respektieren.

Eine Stunde Vergnügen für dich bedeutet für die Tiere ein ganzes Leben, gekennzeichnet durch Monotonie und Tortur - eingesperrt in einem engen Betongefängnis. Du kannst helfen, indem du den Besuch einer Delfinshow künftig ablehnst und Mitmenschen informierst.

Wir fordern die Schließung aller verbliebenen Delfinarien in Deutschland!


15.09.12 - Fadenscheinige und abstruse Argumente der Zoos und Tierpfleger zur Haltung von Delfinen

„Den Tieren geht’s gut, sie werden ständig medizinisch überprüft, alle Blutwerte sind in Ordnung.“
Dagegen spricht:

Auch Menschen, deren Blutwerte in Ordnung sind, können Depressionen oder andere psychische Erkrankungen ausbilden. Auch Lustlosigkeit und Apathie sind Alarmzeichen.

„Unsere Tiere werden beschäftigt, damit es ihnen nicht langweilig wird.“
Dagegen spricht:
Langeweile in freier Natur kennen die Tiere nicht, dort „spielen“ und „beschäftigen“ sie sich aus purer Lebensfreude.

„Wir kümmern uns liebevoll rund um die Uhr um unsere Tiere.“ Dagegen spricht:
Sagt der Mensch. Aber er kann weder Mutter, Vater, Geschwister oder die sozialen Gefüge frei lebender Tiere ersetzen. Er ist nicht in der Lage, mit Delfinen in ihrer Sprache zu kommunizieren, er kann nur in seinem Sinn interpretieren. Denn dann würde er sicherlich genug über deren tatsächlichen Zustand erfahren. Der Mensch ist kein Delfin und kann auch diesen in seiner Fürsorge niemals ersetzen.

„Sie müssen nicht an Vorführungen teilnehmen, wenn sie nicht wollen.“
Dagegen spricht:
Hier wird mit Futterdosierung gearbeitet, um die Tiere zu „motivieren“. Hungrige Delfine sind eher bereit, sich auf Clownerien einzulassen. Delfintrainer sagen, dass die Tiere immer ihre normale Grundversorgung erhalten. Aber zu Trainingszwecken wird diese deutlich reduziert, um einen Belohnungseffekt zu erreichen.

„Sie werden bei uns weitgehend artgerecht gehalten.“
Dagegen spricht:
Künstliche Landschaften, mit künstlichen Farben und künstlichem Licht. Toter Fisch zur Fütterung, der auch noch mit Medikamenten angereichert werden muss. Kein Delfin kann ausschwimmen, kein Delfin lebt in großen Familienverbänden, wie sie in der Natur vorkommen.
Das Echolot verkümmert, da es nicht benötigt wird.

„Unsere Haltung der Tiere dient auch dem Artenschutz.“
Dagegen spricht:
Nie wurde auch nur ein Delfin ausgewildert oder ein Jungtier auf das Leben im freien Meer vorbereitet. Denn dann ließe sich mit diesen Tieren kein Geld verdienen. Sie werden im Beton geboren und sterben auch in ihm, ohne jemals das offene Meer erlebt zu haben.

„Wir haben einen Bildungsauftrag“
Dagegen spricht:
Es gibt keine offiziellen Konzepte dazu. Auf Anfrage werden angegeblich doch vorhandene Konzepte nicht ausgegeben. Warum wohl? Herkömmliche pädagogische Konzepte werden überall sonst öffentlich gemacht, weil sie auch Werbung für die Sinnhaftigkeit der Arbeit bedeuten.
Kindern werden in diesem Rahmen falsche Informationen vermittelt: Delfine sind lustig, sie spritzen mit Wasser, machen Kunststücke und können sogar Boote ziehen. Kinder wissen nichts über das wahre Leben der Tiere im Meer. Denn würden sie es wissen, wären sicherlich einige unter ihnen, die auf eine Bootsfahrt verzichten würden. Man sollte selbst Kinder nicht für dumm verkaufen.

„Diese Tierschützer haben keine Ahnung, wovon sie reden.“
Dagegen spricht:
Es gibt genügend belegbare Argumente, die gegen eine Haltung von Delfinen sprechen, Fotos traumatisierter und gelangweilter Tiere, Videos mit gleichem Inhalt, Videos, die auch Gefahren für Kinder belegen, medizinische Unterlagen, Aussagen von renommierten Wissenschaftlern, wie Lori Marino et al.,
Aussagen ehemaliger Delfintrainer, die die Arbeit mit den Tieren hautnah erlebt haben.

„Die Delfinhaltung ist erfolgreich, wir sind mittlerweile von Importen unabhängig.“
Dagegen spricht:
Die immense Liste an Krankheiten und an psychischem Stress verstorbener Tiere ist endlos.
Tote Tiere werden durch Zukauf neuer Tiere aus anderen Zoos ersetzt, oftmals findet dies inoffiziell statt. Der Zuschauer erkennt den Unterschied oft nicht und die Zoos sind Meister im Täuschen.

„Wir haben nichts zu verbergen!“
Dagegen spricht:
Zoos müssen erst verklagt werden, um an Informationen (Zuchtbücher) zu gelangen, die die Wahrheit der Haltung ans Tageslicht bringen. Nach dem UIG (Umweltinformationsgesetzt) hat jeder Interessierte das Recht, solche Informationen zu erhalten. Jahrelanges Tauziehen zwischen Wal- und Delfinschutzorganisationen führten zu keinem Ergebnis. Es wurden zwar gezielte Teilinformationen, mit geschwärzten Passagen freigegeben, aber die wirklich wichtigen Interna der Zoos wurden zurückbehalten. Warum wohl?

„Die Tiere müssen bei uns nicht einmal selbst jagen und haben auch keine natürlichen Feinde. Das sollten die Tierschützer auch mal anerkennen!“
Dagegen spricht:
Muss ich zu diesem Unsinn einen Kommentar abgeben?

Mein FAZIT:
Die Zoos haben keine Argumente. Sie müssen so argumentieren, weil sie sonst scheinbar finanzielle Verluste hinnehmen würden.
Es geht aber auch anderes in der finanziellen Denkweise, hier an zwei aktuellen Beispielen:
Münster schließt, weil die Kosten für einen größeren Umbau, der nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen auch keine deutliche Verbesserung bringen würde, nicht mehr tragbar sind. Münster wird ein neues Konzept erarbeiten und damit die finanzielle Lücke wieder schließen.
Das Connyland schließt seine Delfin-Show, weil der Druck der Öffentlichkeit zu groß wurde. Ein Konzept für die Delfinanlage liegt bereits vor, mit dem sich sicher noch mehr Kohle machen lässt, als mit gequälten Tieren.

Text: Norbert Kochhan – Biologe


Greenpeace, Jörg Siepmann:
“Greenpeace lehnt die Gefangenschaftshaltung von Delfinen ab, ebenso Wildfänge von Delfinen für Delfinarien und den Bau von Delfinarien. Würden die Delfinarienbesucher erfahren, wie Delfine gefangen und gefügig gemacht werden, wäre es mit dem Spaß vorbei. Für diese Tiere, die im Meer enorm weite Strecken ziehen, ist die Einsperrung auf engem Raum Dauerstress.“
Informationsblatt: Stellungnahme zu Delfinarien

Ocean Care, Sigrid Lüber, Präsidentin:
„Delfinarien sind eine der vielen Gefahren, denen wild lebende Delfine ausgesetzt sind. Jährlich fallen Hunderte von wild lebenden Delfinen brutalen Fangmethoden zum Opfer, wobei viele der Tiere dabei ihr Leben lassen müssen. Die Triebfeder für diese Fangaktionen ist die Delfinarienindustrie, denn sie ist auf Delfin-Nachschub angewiesen. Delfinnachzucht in Gefangenschaft ist aufgrund der hohen Jungsterblichkeit und fehlender Nachkommen von bereits in Gefangenschaft geborenen Tieren nämlich alles andere als nachhaltig.“
Leserbrief Nürnberger Nachrichten,14.6.2007

Sigrid Lüber:
Wir meinen: „32 tote Delfine im Nürnberger Tierpark, 17 tote Tiere von 21 Nachzuchten im Nürnberger Tierpark, 23 Tiere aus freier Wildbahn im Nürnberger Tierpark sind mehr als genug!“
Brief an den Nürnberger Stadtrat 5.7.2007

Pro Wildlife, Dr. Sandra Altherr:
„Der Bevölkerung wird vorgegaukelt, dies (Anmerkung: Kälbersterblichkeit) sei völlig normal bei erstgebärenden Delfinen. Das ist zynisch und absurd.“ PRO WILDLIFE verweist darauf, dass wild lebende Kälber eine Überlebensrate von 76 – 80 % haben, selbst in Gruppen mit vielen erstgebärenden Delfinen. „Der Tiergarten Nürnberg muss seine Delfinhaltung beenden“, so das Fazit.
Pressemeldung vom 28.6.2007

Whale and Dolphin Conservation Society
“Wir sind der Überzeugung, dass es Tierquälerei ist, derart hochentwickelte, soziale Tiere, die enorm weite Strecken ziehen, auf engem Raum einzusperren. Die Haltung von Walen und Delfinen in Gefangenschaft erfüllt keinen wissenschaftlichen, erzieherischen und Tier- oder Artenschutzaspekt und ist somit nicht im Sinne des Wal- und Delfinschutzes. Wir sind der Überzeugung, dass Shows und die Zurschaustellung weder Respekt gegenüber diesen faszinierenden Tieren vermitteln noch zum Verständnis dieser Tiere beitragen.“
Whale and Dolphin Conservation Society Homepage

Andreas Morlok

Delfin- und Walschützer Andreas Morlok bezeichnet Delfinarien als Vernichtungsanlagen für Delfine. Morlok: "Sämtliche Meeressäuger werden in Deutschland für überwiegend kommerzielle Showzwecke so lange ausgebeutet, bis sie tot sind. Mit Artenschutz haben diese winzigen Betonbecken nichts zu tun, denn keines dieser intelligenten und freiheitsliebenden Tiere bekommt jemals eine Chance, im Meer leben zu können. Wer "Flipper" wirklich liebt, der meidet konsequenterweise Zoos mit Delfinarien."


Die LVM-Versicherungszentrale in Münster - Hauptsponsor des Allwetterzoos: "Gewichtige Gründe sprechen gegen das Betreiben von Delfinarien“. Die Lösung der Probleme der Delfinarien sieht die LVM-Zentrale „in einer Veränderung der Willensbildung der politischen Parteien sowie einer Veränderung der Haltung der Bevölkerung“. Dort gelte es den Hebel anzusetzen, meint LVM-Pressesprecher Jobst Berensmann.


Der Betreiber des Delfinariums im Heidepark in Soltau, Merlin-Entertainments, gab im April 2008 bekannt, dass die Anlage noch dieses Jahr geschlossen wird.


Begründung: Das Unternehmen vertritt weiterhin den Standpunkt, dass derartige Einrichtungen den Tieren keinesfalls gerecht werden. Meeressäuger und Walartige sind in Gefangenschaft nicht artgerecht zu halten.

„Biologen entdeckten, dass  sich Delfine in Gefangenschaft in stereotypen Bewegungsabläufen ergehen. Immer wieder tauchen sie an den gleichen Stellen zum Atmen auf, um dann unter Wasser einen exakt bemessenen Kreis zu schwimmen.“ (Quelle „Delfine lächeln immer – die große Show der kleinen Wale“ von Stefan Austermühle, Natur Ausgabe 5/98, S.21).


Es gibt Delfine, die in Gefangenschaft Selbstmord verübt haben, weil sie in der Tristesse ihres stumpfsinnigen und monotonem Lebens in den kleinen Betonschüsseln ihren Lebenswillen verloren haben. Sie öffnen ihr Luftloch und ertrinken oder rammen ihre Schädel so lange gegen eine Betonwand, bis sie tot sind.

Der Ex-Flipper-Trainer Richard O’Barry bestätigt solche Vorfälle: "Der Delfin hatte seine Atmung eingestellt und Selbstmord begangen, weil die nicht artgerechte Haltung in der Gefangenschaft sämtliche Lebensmotivation zerstört hatte." - Ric O´Barry gab seinen Job als Delfintrainer auf, nachdem eines der Delfinweibchen in seinen Armen bei den Dressuren zu den Dreharbeiten für einen Flipperfilm gestorben war. Seit 1970  setzt er sich weltweit gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft ein und ist heute Mitarbeiter des Earth Island Institute, www.savejapandolphins.org


PETA - Freizeitparks mit Meeressäugern: Bedrückende Gefängnisse und Massenabschlachtungen - http://www.peta.de/delfingefaengnisse


Louie Psyhoyos - Regisseur Kinofilm "The Cove - Die Bucht"




Der Dichter William Blake sagte, "Um die Welt in einem Sandkorn zu sehen", sollte man ebenfalls unseren Film sehen, denn The Cove oder Die Bucht, wie er in Deutschland heißt, handelt nicht nur von einem kleinen Wasserkörper in Taiji - es ist ein Mikrokosmos des kompletten Ozeans und unserer Beziehung zu den Wesen darin. Taiji ist das Zentrum für die weltweite Delfinfangindustrie, die meisten Delfine der Welt kommen aus dieser Wildnis für den Delfin-Handel, aus einem japanischen Nationalpark und dort aus einer geheimen, kleinen Bucht. Die einen dürfen nicht verkauft werden, die anderen sind zu alt oder zu jung oder zu verunstaltet, sie werden für Fleisch, Dünger oder Lieblingsspeise getötet, obwohl ihr Fleisch große Mengen an Schadstoffen wie PCB's, Quecksilber, Kadmium und Blei enthält. Der Delfin ist, wie bereits aus der Zeit von Plinius und Aristoteles bekannt, das einzige wilde Tier in der Geschichte, das Leben von Menschen rettet. Der einzige Weg, ihr Leben zu retten, ist jetzt zu beweisen, dass wir ihre Umgebung so toxisch gemacht haben, dass wir sie nicht essen sollten. Auf vielfältige Art geht die Menschheit dazu über, den Kontakt mit der Natur zu verlieren und was es bedeutet, menschlich zu sein. Delfine haben einen größeren Verstand als wir und mehr graue Gehirnmasse für mehr Sinnesneurone - sie sind empfindlicher als wir. Wenn Sie ein mit einem großen Hirn ausgestattetes Lebewesen aus der Wildnis nehmen und es zwingen, dumme Tricks für unsere Unterhaltung zu tun, sagt es mehr über unsere Intelligenz, als über ihre. Jacques Cousteau sagte, dass der Bildungsvorteil, einen Delfin in der Gefangenschaft zu beobachten, dem Lernen über die Menschheit ähnlich ist, nur, dass man einen Gefangenen in der Einzelhaft beobachtet. Schauen Sie sich bitte Die Bucht an - es geht nicht nur über Delfine es geht über uns. Und übrigens glaube ich, es ist eines der unterhaltendsten tief empfundenen Kinoerlebnisse, die Sie jemals sehen werden. Es ist der Vorläufer zu Avatar, nur es spielt in der Gegenwart und ist real. - 21.02.10


Bereits vor 15 Jahren äußerte sich der Geschäftsführer des Hansa-Parkes Christoph Andreas Leicht:Heute wissen wir, dass Delfine zu den Tieren gehören, die weniger gut als Zootiere geeignet sind.“  Schon damals wurde auf den planfertigen Neubau einer Anlage verzichtet.




Bundesverband autismus Deutschland e.V., Maria Kaminski, Vorsitzende
"Ich favorisiere andere Therapieformen, deren Wirkung bereits seit langer Zeit wissenschaftlich sehr gut bewiesen ist und die zudem weitaus günstiger angeboten werden. Schon alleine der Kostenfaktor spricht eindeutig gegen die Delfintherapie, die oftmals mehrere tausend Euro verschlingt und die Eltern behinderter Kinder in Existenznöte bringen kann. Nicht zu vergessen ist auch, dass Delfine Wildtiere sind, die in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können."
23.09.2007

Whale and Dolphin Conservation Society, Dr. Karsten Brensing, Meeresbiologe und Conservation Manager:
„Die wenigsten Menschen wissen, dass Schwimmprogramme, also auch die Delfintherapie in Delfinarien mit zwei maßgeblichen Risiken verbunden ist. Zum einen erhöht sich die Gefahr von Verletzungen durch aggressive Tiere, die in den beengten Verhältnissen nicht ausweichen können und zum anderen erhöht sich das Risiko durch Krankheitsübertragung. Wir dürfen nicht vergessen, dass Delfine Raubtiere sind und sich nicht wie unsere Hunde an das Leben mit Menschen gewöhnt haben und, dass die Delfine ihre Fäkalien ständig an das Wasser abgeben, in dem die oftmals immun geschwächten Patienten mit ihnen schwimmen.“
August 2007






Geplanter Bau einer Lagune in Nürnberg



ÖDP, Thomas Schrollinger, Vorsitzender des Kreisverbandes Nürnberg: „Wenn die Einnahmen des Delfinariums 42 % der Gesamtsumme des Tiergartens ausmachen (Zahlen aus 2005), dann muss in den Augen gewinnorientierter Tiergartenbetreiber eine Schließung eine Katastrophe sein. Mit dem krampfhaften Festhalten am Bau der sog. Lagune wird Profitstreben als Tierschutz verkauft. Dabei ist das geplante Freibecken nicht viel mehr als ein Wintergarten für eine Gefängniszelle.“
Pressemitteilung 11.7.2007

Richard O’Barry, Delfinschützer, ehemaliger Trainer der Delfine für die Flipper-Serie:
„Gefangenschaft tötet.“ Die hochsensiblen Meeressäuger litten stärker unter der Gefangenschaft als andere Tierarten. Und auch die am Schmausenbuck geplante Delfin-Lagune sei keine Lösung. „Eine Lagune ist eine Bucht im Meer, das hier ist ein Betonloch“.
Abendzeitung 30.6.2007

Bündnis 90/ Die Grünen Nürnberg, Christine Seer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin:
„Die Kosten der Lagune sind von bisher 10,3 auf 17 Millionen Euro gestiegen. Die Finanzierung ist noch völlig offen. … Sofern die 17 Millionen überhaupt finanziert werden können, wird dies das Budget des Tiergartens auf Jahre belasten und auf Kosten von überfälligen Investitionen im Tiergarten (Vogelgehege, Flusspferde usw.) gehen.“
Antrag für die Stadtratssitzung am 18.7.2007



Wal- und Delfinschutz-Forum, Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer:
„Das Delfinarium in Nürnberg dient aufgrund der Einnahmen von jährlich über 1 Million Euro hauptsächlich kommerziellen und nicht überwiegend Forschungs- oder Bildungszwecken.“
August 2007

Deutscher Tierschutzbund, Wolfgang Apel, Präsident:
„Da aus Sicht des Tier- und Artenschutzes ein derartiger Ausbau in keiner Weise verantwortbar ist, bitten wir Sie eindringlich, diesem Vorhaben eine klare Absage zu erteilen. In unserer Forderung sehen wir uns auch durch das am 28.6.2007 stattgefundene Fachgespräch zur Delfinhaltung und Delfintherapie in Deutschland auf Einladung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen bestätigt. Sämtliche Teilnehmer (aus Wissenschaft, Patientenorganisationen, Tierärzteschaft, Tierschutz) sprachen sich aus Tier- und Artenschutzgründen einhellig gegen die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aus.“
Brief an OB Maly vom 11.7.2007

PRO WILDLIFE, München
fordert die Stadt Nürnberg auf, die Notbremse zu ziehen und den geplanten Neubau der Delfinlagune zu verhindern. „Die extrem hohen Sterberaten belegen, dass Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können“, so Dr. Sandra Altherr. „Große Tümmler legen in der Natur täglich bis zu 100 km zurück, erreichen Spitzengeschwindigkeiten bis 55 km/h, tauchen ohne Probleme bis zu 500 Meter tief und leben in komplexen Familienverbänden. All dies ist ihnen in Gefangenschaft nicht möglich.“
Pressemitteilung 28.6.2007