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Eine Geschichte von: Michaela Netzer - St. Anton/Österreich






Ich bin ein fröhlicher kleiner Delfin. Zusammen mit meinen Eltern, Geschwistern, Onkeln, Tanten und Cousins lebe ich im wunderschönen blauen Meer. Ich gehöre zur Art der Großen Tümmler. Es gibt aber auch noch viele andere Delfinarten. 

Wir Delfine sind sehr schlaue und hilfsbereite Tiere. Wenn zum Beispiel ein Hai kommt und einen von uns angreifen will, dann helfen alle zusammen. Die Erwachsenen bilden dann einen Kreis um uns Delfinkinder, damit der Hai uns nicht erwischt. Und ein paar ganz Mutige von uns schwimmen ganz schnell auf den Hai zu und stoßen ihm mit ihrer Schnauze immer wieder in den Bauch, bis der Hai dann hoffentlich irgendwann aufgibt und wegschwimmt. 

Es lauern aber leider auch noch andere Gefahren im Meer. Ganz gefährlich für uns sind die Fischfangschiffe mit Ihren riesigen Netzen. Denn wenn sich ein Delfin in so einem Netz verfängt, dann muss er ertrinken. Wir Delfine haben nämlich keine Kiemen und können unter Wasser nicht atmen. Wir sind ja auch keine Fische, sondern Säugetiere und müssen alle paar Minuten auftauchen, um zu atmen. Und so geschieht es, dass jedes Jahr mehrere Tausend Delfine in Fischernetzen hängenbleiben und ertrinken. Gegen diese Gefahr können wir uns leider nicht selbst schützen, da wir die Fischernetze nicht sehen können. Wir orientieren uns unter Wasser nämlich mit unserem Gehör. Wir senden Töne aus und je nachdem wie der Ton zurückkommt wissen wir, was um uns herum ist. Man nennt dies Echolot. Leider können wir mit diesem Echolot keine Netze erkennen, da diese die ausgesendeten Töne einfach durchlassen. Deshalb brauchen wir eure Hilfe. Wenn Ihr keine Fische mehr esst, die mit solchen Netzen gefangen werden, dann kommen die Fischer auch nicht mehr mit Ihren Netzen zu uns.

Deshalb solltet ihr keinen Thunfisch, Steinbutt, Scholle und Lachs essen und kaufen. 

Aber noch schlimmer sind die Delfinjäger. Sie treiben jedes Jahr mehrere Tausend Delfine in eine kleine Bucht. Dort werden die schönsten ausgesucht und für viel Geld an Delfinarien in der ganzen Welt verkauft. Die anderen werden getötet und das Fleisch wird in Japan verkauft.







Ich bin ein ziemlich trauriger Delfin und lebe in einem kleinen Betonbecken in einem Delfinarium.  

Aber das war nicht immer so. Ich möchte euch meine Geschichte erzählen:

Als ich noch klein war, lebte ich mit meiner ganzen Familien im schönen großen Meer. 

Doch dann geschah etwas ganz Schreckliches. Viele schnelle und laute Boote kamen auf unsere Delfingruppe zu und machten einen fürchterlichen Lärm. Wir waren alle völlig verstört und hatten panische Angst. Ich schrie so laut ich konnte nach meinen Eltern und Geschwistern, aber bei dem Lärm, den die Männer machten, konnten sie meine Schreie nicht hören. Man trieb uns alle in eine kleine Bucht. Irgendjemand hat mich dann am Schwanz festgebunden und ins flache Wasser gezogen. Dort wurde ich angebunden. Da waren auch schon ein paar Andere aus unserer Gruppe angebunden. Alle schrien vor Angst. Danach kamen ein paar Menschen, um mich zu messen und zu untersuchen. Kurz darauf wurde ich zum Hafen gebracht und in einen Käfig gesperrt, der im flachen Wasser stand. Ich hatte kaum Platz, um mich zu bewegen und hatte immer noch schreckliche Angst. Sie ließen mich dann die ganze Nacht allein in diesem Käfig. Rund um mich waren noch viele andere Delfine in Käfigen gefangen. 

Am nächsten Morgen kam ein Mann und brachte mir toten Fisch zum fressen. Wusste der denn nicht, dass Delfine keinen toten Fisch fressen? Meine Mutter hat mich gelehrt, dass man keinen toten Fisch fressen darf, weil man davon krank werden kann. Aber ich war hungrig und hatte immer noch schreckliche Angst. Am nächsten Tag war ich dann so hungrig, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben einen toten Fisch gefressen habe und seit diesem Tag habe ich nie mehr was anderes zu fressen bekommen und ich habe auch das schöne weite Meer nie mehr gesehen. Ich wurde in einer kleinen Wanne in einen LKW geladen und hierher ins Delfinarium gebracht. 

Und hier lebe ich nun in einem kleinen Betonbecken zusammen mit drei anderen Delfinen, die man auch irgendwann eingefangen hat. Das Becken ist für uns eigentlich viel zu klein und wir sind alle ziemlich traurig, doch leider sieht das keiner. Denn wir Delfine sehen immer so aus, als würden wir lächeln. Wir können gar kein trauriges Gesicht machen. 

Aber das ist noch nicht das Schlimmste. Jeden Tag müssen wir bei der großen Delfinshow irgendwelche blöden Kunststücke vorführen. Viele Menschen kommen extra hierher, um uns dabei zuzusehen. Wenn diese Menschen wüssten, wie unglücklich wir sind, dann würden sie vielleicht nicht kommen. 

Am Anfang dachte ich noch, ich mach einfach nicht mit. Aber wer nicht brav mitmacht, der bekommt auch nichts zu fressen. Erst wenn am späten Nachmittag die letzte Vorstellung zu Ende ist, dürfen wir uns satt fressen, mit etwas, das uns nicht mal schmeckt, nämlich mit totem Fisch. So ist das also hier im Delfinarium. 

Stellt euch mal vor, ihr müsstet immer in eurem Zimmer sein, Tag für Tag, das ganze Jahr. Und ihr dürftet nur zum Essen rauskommen und das auch nur, wenn ihr vorher euer Zimmer aufgeräumt hättet. Da wärd ihr sicher auch nicht glücklich. 

Deshalb habe ich eine große Bitte an Euch und eure Eltern: Geht bitte in kein Delfinarium. Kommt nicht her, um uns anzusehen. Wir wollen keine Kunststücke vorführen, um Menschen zu unterhalten. Wir würden lieber in Freiheit leben. Auch wenn es mir und den anderen Delfinen hier nichts mehr hilft. Wenn keiner mehr kommt, um uns hier zu sehen, dann haben die Delfinarien kein Geld mehr, um neue Delfine zu kaufen. Dann werden auch keine Delfine mehr gefangen. 
 

Übrigens:

In Freiheit werden Delfine bis zu 30 Jahre alt. Orcas sogar bis zu 80 Jahre. In Delfinarien werden sie meist nicht älter als 10 Jahre, manche sterben sogar schon nach 2 – 3 Jahren. Die Gefangenschaft macht uns krank.