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31.10.11 - ProWal-Info zur Techno-Party im ConnyLand

Trotz Online-Protesten von über tausend Tierschützern und Organisationen aus Deutschland und der Schweiz (ProWal, WDSF, OceanCare, Schweizer Tierschutz (STS) und PETA-Deutschland) fand am vergangenen Samstag die Techno-Party im ConnyLand statt.

In der Nähe des Veranstaltungsgebäudes, in dem bis zu 800 Partygäste feierten, befindet sich die Winterhalle, in der sich fünf Delfine, darunter ein fünf Monate altes Jungtier, aufhalten.

Tierschützer waren besorgt, dass Lärmemissionen aus dem Veranstaltungsgebäude nach außen und in die Delfinhalle dringen könnten. Auch Bodenvibrationen wurden befürchtet. Beides kann Stressverhalten bei den Delfinen auslösen.

Der ConnyLand-Geschäftsführer, Herr Brandenberger, schrieb vor der Veranstaltung:

„Das Gebäude "Château" wurde zum Nutzungszweck gebaut, eine Diskothek betreiben und Konzerte veranstalten zu können. Zu diesem Zweck waren umfangreiche Dämmvorschriften zu erfüllen, um zu gewährleisten, dass keine Emissionen aus dem Gebäude austreten.

Diese Vorschriften sind selbstverständlich nach wie vor erfüllt, da sich das Gebäude auch in einem Wohngebiet befindet, wo die Auflagen noch strenger sind. In der ca. 50 Meter entfernten Winterhalle für unsere Delphine sind keinerlei Emissionen hörbar, geschweige denn spürbar, auch nicht für unsere Tümmler. Sie können sich gerne selber davon überzeugen.“

Um 22.00 Uhr führten am Samstag vier Schweizer Tierschützer eine Schallmessung durch. In etwa 20 Meter Entfernung zum Veranstaltungsgebäude wurde mit einem Schallmessgerät ein Lärmhöchstwert von 98,7 dB (Dezibel) in der Luft festgestellt. Zum Vergleich, ein Presslufthammer verursacht eine Lautstärke von 80 dB. Auch wurden Vibrationen von den Tierschützern wahrgenommen.

Die Behauptung vom ConnyLand, dass keine Emissionen aus dem Gebäude nach außen dringen, war unrichtig. Die Tierschützer informierten ProWal und diese wiederum die Polizei, um vor Ort gegen den Lärm einzuschreiten.

Auf dem Parkplatz vor dem ConnyLand versammelten sich bereits Herr Brandenberger (ConnyLand), der zuständige Veterinär, Dr. Witzig, eine Vertreterin einer Tierschutzorganisation und ein Medienvertreter. Scheinbar wurde ein Treffen vereinbart, um gegen 22.30 Uhr gemeinsam die Situation der Delfine in der Halle in Augenschein zu nehmen. Auch die Tierschützerin konnte in die Halle, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Eine Tierschützerin: „Als die Polizei kam, wurden meine Personalien aufgenommen. Die Musik und der Lärm waren jetzt nicht mehr so laut, wie vor einer halben Stunde. Man hatte die Musik wohl leiser gestellt. Das Schallmessgerät wies nur noch einen Wert von knapp über 60 dB auf.


Dann gingen wir in die Winterhalle. Es war stockdunkel und von den Delfinen war fast nichts zu sehen. Es roch extrem penetrant nach Chlor. Ich war geschockt, dass in dieser winzigen Halle fünf Delfine eingesperrt sind. In der Halle war es leiser, aber man hörte die Technomusik immer noch. Die andern meinten, man höre nicht mehr viel und das Plätschern des Wassers sei fast lauter. Ich hatte den Eindruck, die hatten alle Wasserhähne aufgedreht, klang wie nach einem Wasserfall, um die Musikgeräusche zu übertönen. Erneute Messungen in der Halle zeigten etwas über 60 dB an, was anscheinend für den Veterinär akzeptabel war.


Dr. Witzig äußerte sich zu seiner Kompetenz in Sachen Delfinen. Zitat: „Ich han nie behauptet, ich seig en Fachma für Delfin, ich kenne mich mit Tier allgemein e chli us.“

Er meinte, wenn die Delfine Stressverhalten zeigen würden, dann würden sie sich in die hinterste Ecke verkriechen, wo es ruhiger ist.

Ich konnte nur einem Delfin sehen, der herumschwamm.

Was mich sehr verwunderte, dass der Veterinär keine Unterwassermessgeräte, wie ein Hydrophon, einsetzte, da die Delfine ja im Wasser leben und sich der Schall dort anders fortpflanzt als in der Luft. Weiterhin hören Delfine in ganz anderen Frequenzbereichen als Menschen und nehmen Geräusche wahr, die der Mensch nicht mehr wahrnehmen kann. Delfine sind sehr viel empfindlicher, da das Hören ihr primärer Sinn ist.

Die Kontrollen von Herrn Witzig scheinen mir nicht ausreichend zu sein. Seine Kompetenz stellt er selbst infrage. Was mich ebenfalls wunderte, dass man beim Betreten der Delfinhalle nur die Füße desinfizieren musste. Die Hände nicht. Um sich in der dunklen Halle zu bewegen, musste man auch an die Wände fassen. Eingeschleppte Bakterien können für diese Tiere gefährlich, gar auch tödlich sein. Gerade Babys und Jungtiere haben kein Immunsystem. Herr Brandenberger verhielt sich mir gegenüber sehr aggressiv und ich entgegnete ihm, dass es nicht nötig sei, mich immer wieder anzuschreien.“

Anmerkung ProWal:

Am Sonntagmorgen wurde die Presse eingeladen, um zu demonstrieren, dass es den Delfinen gut geht.

Herr Brandenberger teilte in einem Interview mit, dass das ConnyLand nichts zu verbergen habe. Da stellt sich uns aber die Frage, warum das ConnyLand und Dr. Witzig in der Vergangenheit der Öffentlichkeit Todesfälle vorenthalten haben? Hätte ein ehemaliger Delfintrainer uns dies nicht mitgeteilt, es wäre wohl nie bekannt geworden, dass sechs Delfine, darunter drei Babys, in den letzten drei Jahren im ConnyLand starben.


Die Aussage von Herrn Brandenberger, dass außerhalb des Veranstaltungsgebäudes und in der Delfinhalle nichts mehr von der Techno-Party zu hören sei, hatte sich als unrichtig erwiesen.

Messungen in der Luft auf für den Menschen hörbaren Frequenzen sind nicht das, was ein Amtsveterinär innerhalb seiner Aufsichtspflicht zur Entscheidungsfindung nutzen sollte. Um eine Vorsorge gegen zusätzlichen Stress durch Lärm zu gewährleisten, sollte man zumindest dort messen, wo die Tiere sind – im Wasser. Weiterhin müssen mit Hydrophonen die Frequenzbereiche abgedeckt werden, auf denen die Delfine hören. Diese liegen im für Menschen nicht hörbaren Ultraschallbereich über 20 kHz.


Dr. Witzig zum St. Galler Tageblatt: „Im Delphinarium hat man von der Musik praktisch nichts gehört. Die Filteranlage war lauter“.

Eine Kontrollmessung mit dem menschlichen Ohr ist als Prüfung durch den Amtsveterinär als fachlich unrichtig einzuordnen. Umgekehrt würde man mit dieser „Messmethode“ auch zu dem Schluss kommen, dass Delfine unter Wasser keine Laute aussenden. Denn als Mensch kann man diese nicht wahrnehmen.

Der von den Tierschützern gemessene Lärmpegel von 98,7 dB in der Luft gibt Grund zur Annahme, dass eine Überprüfung der akustischen Verhältnisse im Wasser (auf den für die Delfine relevanten Frequenzen) nötig ist, um auszuschließen, dass es bei weiteren Veranstaltungen zu Stresssituationen kommt.

Deshalb fordern wir, dass eine professionelle Messung durchgeführt wird. Dazu sollte ein unabhängiger Unterwasserakustiker beauftragt werden, der sowohl vor einer lauten Veranstaltung (Normalzustand), als auch während der Feier die entsprechenden Frequenzen unter Wasser misst. Dann kann eine begrenzte Aussage über die Stresswirkung für Delfine gemacht werden. Natürlich darf dann nicht, wie vermutlich dieses Wochenende geschehen, einfach bei der Kontrolle die Lautstärke gedrosselt werden. Denn dieses Verhalten passt nicht zu der angeblichen Philosophie des ConnyLands, das stets betont, immer zum Wohle der Tiere zu handeln. Da das ConnyLand nach eigener Aussage nichts zu verbergen hat, dürfte es keinerlei Hemmungen seitens der Geschäftsführung geben, auch diese unabhängigen Messungen von der Presse und den Tierschutzverbänden begleiten zu lassen.
Mit fachlich völlig unprofessionellem Vorgehen wurde die Situation nach menschlichen Maßstäben eingeschätzt.

Wir bezweifeln die Kompetenz von Dr. Witzig, dem sicherlich nicht bekannt sein dürfte, wie sich ein etwaiger akustischer Stress im Zusammenspiel mit all den anderen Faktoren (Showvorführungen, Futterbelohnungen bei Befehlen, Chlorwasser, soziale Probleme innerhalb der Gruppe, einseitige Ernährung, Medikamente, etc.) sofort oder auch einige Zeit danach auswirkt. Weiterhin dürfte es selbst erfahrenen Experten schwerfallen zu beurteilen, wie eventueller Unterwasserlärm sich auf ein Jungtier auswirkt, das erst seit fünf Monaten auf der Welt ist.

Es kann nicht Aufgabe der Tierschutzverbände sein, die nötigen Messungen und Maßnahmen innerhalb der Vorsorge- und Aufsichtspflicht des Betreibers bzw. zuständigen Amtsveterinärs durchzuführen oder auf deren Notwendigkeit hinzuweisen. Im Fall der Technoparty war aber genau dies der Fall. Erst auf Hinweis durch die Verbände und die darauffolgenden Proteste, wurde die Problematik einer solchen Techno-Party gesehen und dann die Situation mit den Vorschriften von Dämm- und Lärmvorschriften für Menschen fachlich völlig falsch eingeschätzt – noch dazu ohne vergleichende Messungen durchzuführen.

Techno-Partys soll es im ConnyLand auch weiterhin geben. Eine zukünftige, umfassende Klärung der akustischen Verhältnisse im Delfinbecken durch einen unabhängigen Experten ist vom ConnyLand bisher leider nicht vorgesehen. Auch Dr. Witzig hat bisher keinerlei zukünftige Klärung des offenen Sachverhalts in Aussicht gestellt. Es ist davon auszugehen, dass der notwendigen Vorsorge- und Aufsichtsplicht durch Experten wohl weiterhin nicht ausreichend nachgekommen wird.

Wir werden das Bundesamt für Veterinärwesen auffordern, Dr. Witzig von seiner Kontrollaufgabe im Delfinarium im ConnyLand zu entbinden. Wir fordern, dass kompetente Fachleute, die sich mit Delfinen auskennen, regelmäßige Kontrollen durchführen.


25.10.2011 - Tierschützer sorgen sich um Delfine in Vergnügungspark ConnyLand wegen Techno-Party

http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=124101&sektor=pm&detail=1&r=470725&sid&aktion=jour_pm&quelle=0 

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/thurgau/kantonthurgau/tz-tg/art123841,2707378 

http://www.schweizmagazin.ch/regional/ostschweiz/8842-Connyland-Technoparty-Delfine.html

http://www.toponline.ch/area-1.rub-36.art-166430.tce

http://tierschutznews.ch/radar/kategorien/schweiz/679-tierschuetzer-sorgen-sich-um-delfine-in-vergnuegungspark-wegen-techno-party.html

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/kreis-konstanz/Delfinschuetzer-bekaempfen-Party;art372432,5187126

http://www.tio.ch/Svizzera/News/654914/Technoparty-nel-delfinario-pioggia-di-email-di-protesta

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/10/25/Vermischtes/Delfinschuetzer-wollen-Technoparty-im-Connyland-verhindern

http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/13747434

http://www.tdg.ch/actu/suisse/soiree-techno-autorisee-contre-avis-defenseurs-dauphins-2011-10-25

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/panorama/chronik/407071_Mit-Techno-gegen-Delfine.html

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/schweiz/301626.kein-verbot-fuer-technoparty-im-connyland.html

 


08.10.11 - ProWal/WDSF bei der WEEAC-Demo in Zürich - Importverbot für Delfine in die Schweiz gefordert - http://www.youtube.com/watch?v=ICYvogLz-M0&feature=player_embedded 

http://www.happytimes.ch/news/news-schweiz/4389-friedliche-kundgebung-in-zuerich-gegen-tierquaelerei-und-fuer-importverbot-fuer-delfine.pdf