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Neben unserem Engagement für den Delfin- und Walschutz in der Ukraine setzen wir uns auch ganz gezielt für die Straßenhunde ein.






ProWal errichtet 2014 das erste Tierheim im Süden der Ukraine zur Reha und Vermittlung von Straßenhunden an Privatpersonen.

In Zusammenarbeit mit örtlichen Tierschützern errichten wir ab dem Frühjahr 2014 in Mykolayiv ein kleines Tierheim, um verletzte und kranke Straßenhunde unterzubringen, die nach ihrer Genesung, Kastration und Sozialisierung mit Menschen bei Privatpersonen untergebracht werden sollen.



Gespendeter Betrag: 9.230,- €





Vova, ein junger Ukrainer, der sich bisher als einziger Tierschützer um verletzte und kranke Hunde und auch Katzen in dieser Stadt kümmert, hat in den letzten fünf Jahren bereits für 500 Straßenhunde ein neues Zuhause bei Privatpersonen finden können. Das Problem war bisher immer die vorrübergehende Unterkunft der kranken und verletzten Tiere. Vova konnte bisher nur das Geld für Tierarztkosten und Futter aufbringen. Für die Unterbringung in einer speziellen Tierklinik oder einer geeigneten Unterkunft fehlte das Geld. Viel mehr Hunde hätten in der Vergangenheit von der Straße gerettet und vermittelt werden können, wäre in Mykolayiv eine geeignete Unterkunft zur Verfügung gestanden, um dort vorrübergehend Hunde bis zur ihrer Vermittlung unterzubringen.


Es gibt nur vier Tierheime in der „Nähe“. Zwei in Odessa (150 Kilometer von Mykolayiv entfernt), die zwar Straßenhunde aufnehmen, diese aber, wenn sie nicht innerhalb kurzer Zeit vermittelt werden, nach ihrer ärztlichen Versorgung und Genesung wieder auf die Straße zurückbringen. Ebenso handeln die beiden Tierheime in Donezk (830 Kilometer von Mykolayiv entfernt). 

 
Mit unserem Tierheim verfolgen wir die Strategie „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die ukrainischen Tierschützer und werden verletzten und kranken Straßenhunden ein Reha-Zentrum bieten, in dem sich die Tiere von ihren Krankheiten und Verletzungen erholen können. Wir werden keine Hunde nach Deutschland oder in andere westliche Länder vermitteln oder wie es wohl alle anderen Tierheime in der Ukraine handhaben, die Hunde nach ihrer Genesung wieder auf die Straße zurückbringen. Die Hunde leben auf der Straße zu gefährlich, denn sie werden von Privatpersonen und Hundefängern erschossen, vergiftet, erschlagen und auch von Autos überfahren. Die Straßenhunde haben es besonders im Winter sehr schwer zu überleben. 






Trotz katastrophaler Sicherheitslage reisen wir, wie angekündigt, in Kürze in die Ukraine.

Unter anderem steht auf unserem Arbeits-Programm: Suche nach Alternative für Tierheimbau in der südukrainischen Stadt Mykokaliv (Unterbringungsmöglichkeit für verletzte und kranke Hunde und Katzen, die nach ihrer Genesung und ärztlicher Versorgung an Privatpersonen vermittelt werden), Versorgung von Straßentieren in Mykolayiv, Delfinarien und Erkundigungen über unsere bereits seit zwei Jahren erfolgreiche Vergrämeraktionen in dem Fluss Bug zur Rettung von verirrten Delfinen und Hafenschweinswalen.

Wir danken allen Unterstützern und werden nach unserer Reise ausführlich darüber berichten!




Zusammenfassung aktueller Stand.

Wir hatten letztes Jahr in Mykolayiv ein kleines Grundstück mit Gebäuden gekauft. Es bot sich jedoch eine Alternative von Seiten der Stadt an. Sie boten uns ein großes Grundstück zur Pacht in der Innenstadt an und wollten uns bis Ende 2013 ein ausführliches Angebot unterbreiten. Darauf hätten wir ein großes Tierheim errichten können. Wir boten unsere kleines Grundstück zum Verkauf an und fanden einen Käufer. Durch die ganzen Unruhen in der Ukraine brach auch die Stadtverwaltung in Mykolayiv völlig zusammen. Niemand mehr ist für unser Anliegen dort zuständig. Wir werden in Kürze den Verkauf unseres Grundstückes regeln und weitere Alternativen suchen, wie wir am besten den Tieren helfen können. Vova, der das Tierheim hätte leiten sollen, wurde vor ein paar Wochen zum Militär einberufen. Er wird sich also nicht immer um die Tiere kümmern können. Da mit der Stadtverwaltung nichts beschlossen werden kann, werden wir mit weiteren Tierschützern, die sich in Mykolayiv für die Tiere einsetzen, eine Kooperation eingehen. Erste Gespräche fanden bereits statt. Es boten sich zwei Möglichkeiten an. Es gbt zwei Grundstücke, auf denen etwas errichtet werden könnte. Auch gibt es ein ganz kleines Tierheim, 40 KM von Mykolayiv entfernt, welches ausgebaut werden könnte. Wir werden uns bald alles vor Ort ansehen und dann entscheiden, was am sinnvollsten ist, um den Tieren helfen zu können. Wir werden hier über die Entwicklungen berichten.



August/September 2013
 
Bisher war vorgesehen, ein neues Tierheim auf dem Grundstück des Tierschützers „Vova“ in Mykolayiv zu errichten, was aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich ist. Für dieses Projekt konnten in einer anderen Spenden-Veranstaltung „symbolische Backsteine“ erworben werden. Dadurch kam eine Spendensumme von 8.065,- € zusammen.

 

September 2013:

Wir suchten ein Alternativgelände und fanden es. In der Nähe von Vova`s Grundstück konnten wir für 5.655,- € ein Gelände (400 qm2) mit zwei sanierungsbedürftigen Gebäuden erwerben, auf dem das neue Tierheim „Insel der Hoffnung“ entstehen wird.

 

November 2013: 

Interessante Alternative und Perspektiven!

Seitdem wir im September das Grundstück (400 qm2) mit den zwei renovierungsbedürftigen Gebäuden gekauft haben, hat es sich in der Stadt Mykolayiv herumgesprochen, dass sich eine Deutsche Tierschutzorganisation mit Vova zusammen um die Straßenhunde kümmern wollen.

Das hat sich nun bis zur Stadtverwaltung herumgesprochen, bei der Vova seit Jahren auf taube Ohren stieß, um Hilfe und Unterstützung für das Problem mit den tausenden Straßenhunden in der Stadt in den Griff zu bekommen. Sogar der Präsident des Landtages wurde über unsere Kooperation mit Vova und unseren Absichten informiert. Dieser ist sehr erfreut und hat uns nun gar seine Unterstützung zugesagt! Das ist wohl ein Fall, der nun schon ins Rollen kam, den es so in der Ukraine bisher noch nie gegeben hatte!

Wir fanden heraus, dass die Stadt Grundstücke für soziale Zwecke zur Verfügung stellen möchte. Darüber hat der Stadtrat bereits entschieden. Diese Grundstücke sollen nicht mit Wohn- oder Geschäftshäusern bebaut werden. Es sollen Einrichtungen darauf entstehen, die der Allgemeinheit dienen. Tierschutz spielt dabei auch eine wichtige Rolle!

Es gibt mitten in der Innenstadt bei einem nicht mehr genutzten Güterbahnhof ein Grundstück mit einer Fläche von 700 qm2. Die genauen Eigentumsverhältnisse werden jetzt geklärt. Es ist möglich, dass ein Teil des Grundstücks der Bahn gehört und falls dies der Fall ist, dann müsste dieser Teil von der Bahn abgelöst werden. Kosten etwa 4.000,- €. Die Stadt würde Vova dann das Grundstück für einen symbolischen Pachtpreis von etwa 20,- monatlich vermieten. Nutzungsdauer des Geländes wären 50 Jahre. Es gäbe gar noch ein zweites Gelände von etwa 600 qm2 direkt nebenan, welches auch dazu gepachtet werden könnte.

Wir konzentrieren uns jedoch einmal auf das erste Gelände. Momentan sieht es dort aus, wie eine wilde Müllhalde. Ein halbzerfallenes Haus steht auf dem Grundstück, welches abgerissen und mit dem Müll entsorgt werden muss. Die Stadt würde dies mit der zur Verfügungsstellung eines Baggers und LKW unterstützen. Eine Kalkulation über diese Kosten wird noch erstellt.

Bevor es zur Unterzeichnung eines Pachtvertrages mit Vova kommt, muss ein Architekt beauftragt werden, der einen ungefähren Plan vorlegt, was dort errichtet werden soll. Die Kosten von etwa 1.000,- € würde eine befreundeter Tierschützer übernehmen. Das Gelände hat Anschluss an die Wasserversorgung und Kanalisation, Stromversorgung und Kommunikationsanschluss. Auf der einen Seite gibt es, etwa 200 Meter weit entfernt ein Werksgelände, auf dem Züge repariert werden. Ein Wachmann sichert das Gelände. Auf der anderen Seite des Grundstücks stehen halbzerfallene Barracken. Erst weit entfernt von diesem Grundstück befinden sich Wohnhäuser. Es würde sich also niemand daran stören, wenn dort Hunde untergebracht sind, die auch mal bellen oder wenn es mal lauter zugehen sollte. Die Stadtverwaltung würde uns zur Geländesicherung auch regelmäßige Polizeistreifen zusichern, die dort nach dem Rechten schauen werden. 

Das Gelände würden wir folgendermaßen nutzen. Nach geklärtem Eigentumsverhältnis, ob das Gelände nun ganz der Stadt oder ein Teil noch der Bahn gehört, könnte es mit der Einreichung des Architektenplans zur Unterzeichnung des Pachtvertrages kommen. Bis alle Dokumente erstellt sind, vergehen etwa drei bis vier Monate. Das Gelände müsste dann komplett eingezäunt werden. Es müsste ein Gebäude mit mehreren Räumen neu gebaut werden, in dem ein Reha-Raum für Hunde, ein Katzenraum, eine Küche und Medikamentenraum, ein Futterdepot, ein WC und das Büro untergebracht werden.

Die Gehege für Hunde werden sommer- und winterfest aus Beton und Backsteinen und Metallgitter erstellt. Es soll jedoch auch viel Fläche mit Wiese geben, in der eine Art Rudelhaltung ermöglicht wird. Jedes untergebrachte Tier soll zwar sein Rückzugsraum haben, aber dennoch an anderen Hunden gewöhnt und sozialisiert sein, bevor es an Privatpersonen vermittelt wird. Vorstellbar ist auch die Einrichtung von einem Teil des Geländes für eine Art Hunde-Pension, in dem Tiere kostenpflichtig untergebracht werden, wenn ihre Besitzer sich aus irgendwelchen Gründen mal nicht um ihre Tiere kümmern können.

Auf dem Gelände bietet sich auch die Möglichkeit an, aggressive Hunde zu sozialisieren, was Vova bisher immer geglückt ist. Ein Riesenvorteil ist, dass das Gelände mitten in der Stadt fast doppelt so groß ist, wie unser bisher erworbenes Grundstück, welches fünf Kilometer außerhalb der Stadt liegt. Viele Bewohner haben kein Auto und es ist für sie natürlich viel einfacher in der Stadt ein Tierheim zu besuchen, als außerhalb. Wir könnten auch viel mehr Hunde auf dem Innenstadt-Grundstück aufnehmen und unterbringen. Vova wohnt nur ein paar Hundert Meter von diesem Innenstadt-Grundstück entfernt, was ebenfalls ein Riesenvorteil ist. Auch sein im Juli geräumtes Notasyl in dem einsturzgefährdetem Haus, welches sich auch in der Innenstadt befand, brachte diesen Vorteil. Innerhalb mehrerer Monate konnte er von dort aus mehr als 60 Hunde an Privatpersonen vermitteln. 

Das Gelände besichtigten wir vor Monaten schon einmal rein zufällig, als uns Vova berichtete, dass dort viele Straßenhunde leben würden. In der Tat war es so. Diese Hunde könnten wir natürlich mit dem Tierheim vor Ort sterilisieren, um einen Anfang zu machen. Etwa einen Kilometer entfernt, lebten früher viele Straßenhunde auf einem Platz, umgeben von Wohnhäusern. Sie wurden alle vergiftet. 

Der Bau soll hauptsächlich von einer Fachfirma errichtet werden. Vova, Volontäre und auch wir helfen natürlich mit, um die Kosten zu reduzieren.

Unser bisher erworbenes Grundstück könnten wir an einen Nachbarn verkaufen, der gar etwas mehr dafür bezahlen würde, als was wir bezahlt haben. Er hatte schon lange ein Auge auf das Grundstück, wartete aber ab, ob unser Vorbesitzer bald das Zeitliche segnet und spekulierte darauf, dass seine Erben das Grundstück zu einem günstigeren Preis verscherbeln würden. Wir haben ihm das wohl vor der Nase weggeschnappt. Mit dem Verkauf des bisherigen Grundstücks und natürlich der weiteren Unterstützung von Spendern wäre das Projekt finanzierbar.

Der Unterhalt des Tierheims, wie Kosten für Strom, Wasser, Kommunikation, Futter, Tierarzt und Benzin für das von uns gesponserte Auto, soll hauptsächlich von Vovas Organisation und Unterstützern aufgebracht werden. Sind viele Hunde in dem Tierheim untergebracht und das eigene Geld reicht nicht aus, dann werden wir und auch ein weiterer Tierfreund Vova unterstützen.

Vova hat jetzt zum Glück kein Zeitdruck mehr, denn er hat, bis auf drei Hunde, alle an Privatpersonen vermitteln können. Er nimmt natürlich momentan auch wegen der fehlenden Unterbringungsmöglichkeit keine weiteren Hunde mehr auf. Vova versucht, die drei Hunde an Privatpersonen zu vermitteln oder falls bei Volontären Plätze frei werden, sie dort unterzubringen. Die Notlösung ist die Unterbringung der drei Hunde in neuen winterfesten Hundehütten in einem Gebäude auf Vovas Grundstück am Fluss.

Wir favorisieren das Grundstück in der Innenstadt, denn es bietet viele Vorteile zur Unterbringung, Reha und Vermittlung der Tiere. Ein Neubau auf dem Innenstadtgelände wird uns wahrscheinlicher noch günstiger kommen, als die Renovierung der beiden Gebäude auf dem jetzigen Grundstück. Wenn alles unter Dach und Fach ist, würden wir Mitte April 2014 mit dem Aufräumen des Mülls, dem Abriss des alten Gebäudes, der Begradigung des Bodens und Einzäunung des Geländes beginnen.

 

Dezember 2013: Verkauf geregelt

Damit uns der Interessent für das bisher gekaufte Grundstück nicht abspringt, haben wir nun mit ihm alles geregelt. Er kauft uns das Gelände für 8.000,- Dollar ab. Wir haben 7.500,- Dollar dafür bezahlt. Er gab uns eine Anzahlung von 300,- Dollar. Wir fliegen jetzt nicht extra nach Mykolayiv, um den Verkauf mit Verträgen, etc. abzuschließen und nicht unnötig etwa 500,- € Reisekosten dafür auszugeben. Wir regeln das dann im April und erhalten dann den Restbetrag von 7.700,- Dollar. Jetzt im Winter möchte der Käufer auch nichts umbauen, weil es zu kalt dafür ist.








Gelände des zukünftigen Tierheims in Mykolayiv





















































10.11.13

Sehr gute Nachrichten aus Mykolayiv. Vova vermittelte in den letzten Tagen sieben Hunde an Privatpersonen. Auch diese Fellnase fand einen guten Platz. Somit sind jetzt bei Vova noch vier Hunde, die noch vermittelt werden sollen. Vorsorglich wurden sieben große winterfeste Hundehütten von einem Schreiner geordert, die morgen in Mykolayiv eintreffen und auf Vovas Grundstück aufgestellt werden sollen. Vova hat somit, seitdem er die Notunterkunft in dem einsturzgefährdeten Haus in der Innenstadt verlassen musste, etwa 60 Hunde an Privatpersonen vermittelt. Sie haben nun alle einen warmen Platz und wir können uns nun voll auf die Renovierung und den Ausbau des Tierheims konzentrieren, welches im nächsten Frühjahr seinen Betrieb aufnehmen soll.



















Die Bausubstanz ist in Ordnung.





















Die Stromversorgung muss erneuert werden.
















Auch die Wasserversorgung muss erneuert werden.
















Ein trockener kleiner Keller.





















Innenansichten




















Der Boden und das Mobilar sind vergammelt.






Die Wände weisen Schimmelflecken auf.






























Verwildertes Gelände





















Es muss viel gemacht werden.



































Auf eine eigene Sauna legte der Eigentümer besonderen Wert. Der Raum könnte zu einem kleinen Katzenhaus ausgebaut werden.





























































Nachbarschaft















Das 2. Gebäude muss ebenfalls saniert werden. Das Inventar ist zu nichts mehr zu gebrauchen.






Keine leichte Entscheidung....











Eigentumsnachweis des Besitzers





















Noch einmal alles durchsprechen und eine Nacht darüber schlafen...






Die Entscheidung ist gefallen! Wir kaufen das Gelände und die zwei Gebäude. Hier wird das erste Tierheim in dieser 700.000 Einwohner zählenden Industrie-Metropole entstehen.










Schlüsselübergabe des alten Eigentümers an ProWal






Sofort beginnen die Planungen für die Sanierung und Nutzung des Geländes...
















Beim Finanzamt erhielten wir die notwendigen Papiere für den Kauf des Geländes mit den zwei Gebäuden.