Home
ProWal
Inhaltsverzeichnis
Aktionen anno/aktuell
News 2017 - Dies & Das
Delfine & Wale
Walfang + Gefahren
Taiji - Japan
EPSON - Online-Aktion
Delfinfang Färöer
DOLPHIN CARE - R. C.
Delfinarien
Delfinarien BRD
Delfine in Deutschland
Delfine aus Japan
Zucht gescheitert
Aufruf an die Betreiber
Delfinarium DUISBURG
Online-Protest Duisburg
Demo 2010
Politik 2010 - NRW-Wahl
Demo 2011
Demo 2016
Delfinarium NÜRNBERG
Besucher-Statistik
Beckenplan Nürnberg
Todesfälle in Nürnberg
"Arnie" und "Joker"
Parteien-Nürnberg
Boykott/Nürnberg
Frühere Aktionen
Barfussmarsch
Besetzung-Delfinarium
Ric O`Barry kommt...
Demo Nürnberg 2011
2. Demo Nürnberg 2011
Demo/Müll N.berg 2013
Nürnberg-Müll - 02.06.13
Nürnberg 04.08.2013
N´berg-Report 1 - 2014
N`berg-Report 2 - 2014
12/14 Offener Brief
08/14 - Demo/Behörden
01/15 Ozon-Gas-Protest
Dossier 2015 Nürnberg
28.10.14
09.12.14
10.12.14
12.12.14
19.12.14
27.12.14
28.12.14
31.12.14
04.01.15
09.01.15
10.01.15
11.01.15
18.01.15
02.02.15
27.02.15
01.03.15
06.03.15
10.03.15
17.03.15
18.03.15
29.03.15
03.04.15
05.04.15
10.04.15
"Nami"
Reizarmut
Temperaturen
Beckenplan
Gefahr in Verzug
1. Anzeige
2. Anzeige
3. Anzeige
4. Anzeige
5. Anzeige
6. Anzeige
7. Anzeige
8. Anzeige
9. Anzeige
10. Anzeige
11. Anzeige
12. Anzeige
13. Anzeige
14. Anzeige
Videos
News Dossier
1.) SANIERUNG
2.) Delfinarium II
Demo Nürnberg 2016
ENTWICKLUNGEN
Delfinarien EUROPA
EU-AKTION 15/16/17
EU-Auto-Aufkleber
ASPRO - Online-Aktion
HARDERWIJK - Online
Delfinarien Türkei
Delfinarien Ukraine
Delfinarien weltweit
Delfinarien China
PEZOO - Online-Aktion
Marokko - Online-Aktion
GESCHLOSSEN - Erfolge
Ukraine Delfinrettung
Projekt IMPACABA
Tierheim-Hilfe
Tierheim China
YULIN - China
YULIN - Online-Aktion
Jugend-Ecke
Medien-Archiv
HELFEN SIE MIT
SPENDEN
Dauerauftrag
Online-Spenden PayPal
SMS-Spende  3,- Euro
BOOST
GOODING
BENEFIND
Spenden-Barometer
Spenden-Dosen
Straßen-Sammlungen
Über Andreas Morlok
BÜCHER Andreas Morlok
ProWal bei FACEBOOK
Partner
Links
Impressum - Konto


Eigene Aktionen und Pressemitteilungen, Meinungen und Engagement von weiteren Tierrechtlern, Tierschützern, Organisationen, Parteien und Vereine:

(Aufgrund der Vielzahl kann nur ein Teil der Aktionen hier erwähnt werden)



Pressemitteilung vom Donnerstag, 14. Juni 2007 - Frank Albrecht


Delphinarium Nürnberg: Eine Statistik des Todes

Wieder werden die unlösbaren Probleme ignoriert, vertuscht und beschönigt

Nürtingen. Tierrechtler Frank Albrecht, der schon mit seiner Kritik an der Handaufzucht von Knut auf unlösbare Zoo-Probleme hinwies, verdeutlicht anhand des Delfinsterbens im Tiergarten Nürnberg erneut das Dilemma von Gefangenschaftshaltungen.

Albrecht hat die gesamte Delfinhaltung (1977- 2007) genauer betrachtet und dabei festgestellt, dass trotz des Baues eines neuen Delphinariums (1988) die meisten Delfinzugänge und -geburten im Nürnberger Tiergarten, bis heute, eine tödliche Zukunft hatten. 

Bis heute wurden/werden im TG Nürnberg 47 Delfinindividuen in einem unnatürlichen Lebensraum gefangen gehalten. Davon waren es 24 Zugänge (ursprünglich alle Wildfänge!!!) und 23 Geburten (geboren Zoo Nürnberg). Von den 24 Zugängen sind 15 Zugänge frühzeitig* verstorben. Von den bisherigen 23 Geburten haben 19 Babys nicht überlebt. 14 Delfinbabys sind nicht älter als 30 Tage geworden. 

„Das Nürnberger Delphinarium ist seit seiner Eröffnung ganz klar eine Todeslagune. Diese erschreckende Todesstatistik müsste jetzt eigentlich jeden davon überzeugen, dass die Gefangenschaft von Delfinen alles andere als natürlich und artgerecht ist“, so der Zookritiker. „Trotz des Baues angeblicher neuerer und modernerer Anlagen, lässt sich das Dilemma nicht mehr von Jahr zu Jahr weiter schönreden. Die Delfinzucht ist ganz klar eine tödliche Sackgasse. Aufgrund der Todeszahlen auch ganz sicher eine Tierquälerei. Wer jetzt wieder auf eine neue „Delfin-Lagune“ seine Hoffnung setzt, ist ganz klar ein Ignorant.“ 

Die angeblich hohe Lebenserwartung (von 22 Jahren) von Delfinen in Nürnberg und 5 Delfingeburten, die von seitens des Zoo nach dem Tod des Delfinbabys als Pro-Argumente herhalten müssen, hält Albrecht, angesichts der Todesfakten, mehr als beschönigend und vertuschend. Mit dieser Taktik versuche der Zoo, so der Tierrechtler, von der tödlichen Realität abzulenken und die erschreckenden Fakten zu vertuschen.

„Wer jetzt noch weiter für das Millionengrab „Delfin-Lagune 2010“ plädiert, schaufelt ganz sicher die nächsten Gräber für weitere tote Delfine“, so der Zookritiker abschließend. „Besucher des Tiergartens Nürnberg bezahlen mit ihrem Eintrittsgeld eindeutig die nächsten Trauerreden, die aber von Heuchelei und Doppelmoral nur so strotzen. Die Gefangenschaftshaltung von Delfinen müsse schnellstmöglich auslaufen.“

"Eine Ethik, die nur mit unserem Verhältnis zu anderen Menschen zu tun hat, ist unvollständig"

Dr. Albert Schweizer

Nichtmenschliche Tiere, hier so genannte „Zoo-Tiere“, haben, wie wir Menschen auch, ein Interesse daran zu leben. Frei und selbst bestimmend. Daher haben sie, wie wir auch, dass Recht auf Leben. In Freiheit und Selbstbestimmung.


Frank Albrecht

(Tierrechtler/ Fachgebiete Zoo and Circus)

Anhang

Auswertung Delfinhaltung TG Nürnberg von 1977-2004

TG Nürnberg hatte bis heute 47 Delfinindividuen (24 Zugänge, 23 Geburten)

Davon sind

15 Zugänge frühzeitig* verstorben

19 Geburten frühzeitig verstorben

von den 24 Zugängen (alle ursprünglich Wildfänge!!!):

9 Delfine leben noch heute (2007) 

3 Delfine starben 1 Jahr nach Abgabe an Nürnberg

4 Delfine starben 2 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

3 Delfine starben 5 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

2 Delfine starben 7 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin starb 8 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin starb 10 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1 Delfin starb 13 Jahre nach Abgabe an Nürnberg

1  Delfin wurde wieder lebend an einen andere Einrichtung abgegeben

 
von 23 Geburten:

19 gestorben

4 überlebt
 
8 Delfine nicht älter als 1 Tag

3 Delfin nicht älter als 8 Tage

1 Delfin nicht älter als 16 Tage

2 Delfin nicht älter als 1 Monat

1 Delfin nicht älter als 6 Jahre

4 Delfine Todesdatum unbekannt

2 geborene Delfine leben noch in Nürnberg (NOAH; NAOMI)

2 geborenen Delfine wurden abgegeben  (NEMO; NANDO)


* ausgehend vom Höchstalter (25 - 50 Jahre) von Delfinen in Freiheit ...



28.06.07 - Pressemitteilung von PRO WILDLIFE e.V.


Schließt das Nürnberger Delfinarium!
Schlechte Haltungsbedingungen, 33 tote Delfine, viel Kommerz und widersprüchliche Erklärungsversuche

 
München, den 28. Juni 2007: Angesichts der Todesserie in Nürnberg fordern Tierschützer eine Schließung des Delfinariums und beschuldigen die Zooleitung der Irreführung der Öffentlichkeit. Die Bilanz des Nürnberger Delfinariums ist verheerend: "33 tote Tümmler - das letzte Tier vor zwei Tagen - und noch immer keine Einsicht", kritisiert Dr. Sandra Altherr von PRO WILDLIFE. "Der Bevölkerung wird vorgegaukelt, dies sei völlig normal bei erstgebärenden Delfinen. Das ist zynisch und absurd!" In Nürnberg starben allein seit Mai 2006 fünf Jungtiere kurz nach der Geburt,. PRO WILDLIFE verweist darauf, dass wildlebende Kälber eine Überlebensrate von 76-80% haben, selbst in Gruppen mit vielen erstgebärenden Delfinen. "Der Tiergarten Nürnberg muss seine Delfinhaltung beenden!", so das Fazit.
 
Die Zooleitung verstrickt sich bei ihren hilflosen und zynischen Erklärungsversuchen in Widersprüche. Die Tiergartenleitung äußerte u.a.:
 
"Erstgebärende sind erfahrungsgemäß nicht in der Lage, ihr Kalb auf Anhieb zu versorgen" (Presseinfo vom 26.06.07). Fakt ist: Dies mag die traurige Erfahrung des Tiergartens Nürnberg sein. Einen Totalverlust der ersten Generation würde sich die Natur dagegen nie leisten: Bei frei lebenden Delfinen überleben laut wissenschaftlichen Studien 76 bis 80% der Kälber im ersten Jahr - und dies auch in Gruppen (sog. Schulen) mit vielen Erstgebärenden Weibchen. "In der Natur haben die jungen Weibchen die Chance, Geburt und Versorgung des Neugeborenen von anderen Tieren zu lernen - im Delfinarium dagegen werden die Tiere separiert. Den Preis zahlen die Jungtiere", betont die Biologin Altherr.
 
Bereits vor dem letzten Todesfall erklärte der Zoo: "Die Geburt von Jenny wird mit eingeschränkter Hoffnung erwartet" (Presseinfo vom 13.06.07). Ein weiterer Todesfall war also bereits eiskalt einkalkuliert. Danach kommentierte man zynisch: "Der Tod des Kalbes kam nicht unerwartet" (Presseinfo vom 26.06.07). "Nürnbergs Delfinarium demonstriert hier das Motto: Augen zu und durch - bis es irgendwann mal klappt. Das ist lebensverachtend", so die PRO WILDLIFE Sprecherin.

"Wir sind davon überzeugt, dass die Lebensbedingungen für unsere acht Delfine verbessert werden müssen" (Presseinfo vom 26.06.07). Frühere Kritik von Tierschützern an der Qualität der Haltungsbedingungen wurde von der Nürnberger Delfinariumsleitung immer zurückgewiesen. "Nun aber nutzt man genau dieses Argument selbst - allerdings nicht aus Einsicht, sondern weil man sich von dem Neubau der Lagune einen Geldregen verspricht", moniert die PRO WILDLIFE-Sprecherin. Schließlich erwartet der Tiergarten nicht nur einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen, sondern will auch kommerzielle Delfintherapien anbieten. "Eine Delfintherapie kann mehrere tausend Euro bringen - da geht Kommerz natürlich vor Tierschutz!"


PRO WILDLIFE fordert die Stadt Nürnberg auf, die Notbremse zu ziehen und den geplanten Neubau der Delfinlagune zu verhindern. In England wurden alle Delfinarien geschlossen, die Schweiz folgt diesem Trend derzeit, Kroatien erteilte im Mai 2007 dem Neubau eines Delfinariums eine Absage. "Nur in Deutschland hat man noch immer nicht begriffen, dass diese Form der Tierhaltung nicht länger vertretbar ist. Die extrem hohen Sterberaten belegen, dass Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können", so Altherr. Große Tümmler legen in der Natur täglich  bis zu 100 km zurück, erreichen Spitzengeschwindigkeiten bis 55 km/h, tauchen ohne Probleme bis zu 500 Meter tief und leben in komplexen Familienverbänden. All dies ist ihnen in Gefangenschaft nicht möglich.

Pro Wildlife e.V.         Graefelfinger Str. 65      D - 81375 Muenchen      
email: mail@prowildliefe.de Internet: www.prowildlife.de  -  phone: +49 (0)89 81299-507 fax: +49 (0)89 81299-706







12.06.07 - weitere Meldungen:


http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/186/186508.htm  



PRESSEMITTEILUNG

Wieder ein Delfinbaby gestorben

Grüne hinterfragen Delfinhaltung und Delfinzucht im Nürnberger Tiergarten 
Am 10. Juni 2007 ist im Nürnberger Tiergarten - wie bereits häufiger in den letzten Jahren - ein Delfinbaby nach nur wenigen Tagen verstorben.

Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin Christine Seer: Die grüne Stadtratsfraktion hat die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft schon immer höchst kritisch gesehen. Wir halten eine artgerechte Haltung von Delfinen, die mehrere hundert Meter tief tauchen und täglich Hunderte von Kilometern schwimmen, weder im Delfinarium noch in einer künftigen Lagune für möglich.

Die Grünen hinterfragen die Delfinhaltung und Delfinzucht im Nürnberger Tiergarten in einem Antrag an den Umweltausschuss des Stadtrats.

Anlage: Antrag

 
Mit freundlichen Grüßen

Christine Seer

Stellv. Fraktionsvorsitzende 





29.06.07  - PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

NR. 0760
Datum: 29. Juni 2007

Alternativen zur Delfintherapie fördern

Zu den Ergebnissen des gestrigen Fachgespräches "Delfintherapie in
Deutschland" erklärt Undine Kurth, parlamentarische Geschäftsführerin und natur- und
tierschutzpolitische Sprecherin:

Der Neubau eines Delfinariums auf Rügen und der Erweiterungsbau des
Delfinariums in Nürnberg bilden den Hintergrund für die aktuelle Diskussion zur
Delfintherapie. Das große Interesse an diesem Fachgespräch hat uns
bestätigt, dass wir ein wichtiges Thema zur richtigen Zeit aufgegriffen haben.

Die Delfintherapie gerät zunehmend in die Kritik, da die dafür eingesetzten
Delfine in den Delfinarien nicht artgerecht gehalten werden können und
besonders leiden. Zudem müssen immer wieder Tiere dieser streng geschützten Art aus
der Natur "nachgeliefert" werden, um den Bestand der Delfinarien zu sichern, da
Nachzuchten in Gefangenschaft so gut wie nie gelingen. Diese Wildfänge
wiederum bedrohen den Bestand der Delfine ernsthaft.
Das Fachgespräch sollte helfen herauszufinden, ob Delfintherapien im
Vergleich zu anderen Tiertherapien zu wesentlich besseren Erfolgen führen; ob es
Therapieerfolge gibt, die nur durch Delfintherapien erreicht werden können -
oder ob andere, kostengünstigere und artenschutzrechtlich unproblematischere
Tiertherapien ebenso erfolgreich seien können.
Der Kreis der eingeladenen Fachleute reichte von der Vorsitzenden des
Vereins "autismus e.V." über Vertreterinnen und Vertreter von Tier- und
Artenschutzorganisationen bis hin zu Befürworter der Delfintherapie.

Wir betrachten es als großen Fortschritt, dass sich alle anwesenden
Fachleute eindeutig gegen die Haltung dieser großen, intelligenten Meeressäuger in
Delfinarien ausgesprochen haben, die nicht einmal entfernt ihren natürlichen
Lebensraum nachbilden können. Auch Befürworterinnen der Delfintherapien
haben betont, dass diese Therapie nur dort durchgeführt werden kann, wo die Tiere
freien Zugang zum Meer haben.

Für uns ergeben sich aus diesem Fachgespräch folgende drei Forderungen:

- Bund und Länder müssen Alternativen zur Delfintherapie fördern und die
Forschung hierzu unterstützen.
- Die Einfuhr von Delfinen für kommerzielle Zwecke muss solange gestoppt und
der Neu- und Ausbau von Delfinarien untersagt werden bis erwiesen ist, dass
keine andere Tiertherapie die Delfintherapie ersetzen kann.
- Die Haltungsbedingungen für die in deutschen Delfinarien verbleibenden
Delfine, die nicht wieder ausgewildert werden können, müssen verbessert
werden - was nicht ein Ausbau von Delfinarien bedeutet, da auch durch Umsetzen der
Tiere in bessere Haltungsbedingungen Abhilfe geschaffen werden kann.



(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Pressestelle
11011 Berlin

T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
http://www.gruene-bundestag.de   
eMail: presse@gruene-bundestag.de  





Auch der Tierschutzbund fordert das Ende der Delfinhaltung im Nürnberger Delfinariums.





Auch PETA lehnt die Haltung von Meeressäugern in Gefangenschaft ab: Infos und Protest-Adressen:
http://www.peta.de/unterhaltung/delfingefngnisse.1140.html  





18.07.07- Heute veranstalte PETA eine Aktion vor dem Nürnberger Delfinarium - Infos unter: http://peta.de/sonstiges/peta_und_anne_mhlmeier_fordern.1169.html

 


Juli + August 2007 - Barfußmarsch Andreas Morlok für die Beendigung der Delfinhaltung in Gefangenschaft - Infos unter: "Barfußmarsch"




12.09.2007 -


Demo vor dem Nürnberger Rathaus- PETAs "Sträflinge" bei Horst Förther vor Nürnberger Rathaus -- Bürgermeister soll Ausbau des Delfinariums ablehnen -

Nürnberg. Mit einer "Sträflings-Aktion" vor dem Nürnberger Rathaus appellierten die Tierrechtsorganisationen PETA Deutschland e.V. und Die Delfinbefreier an das Gewissen von Bürgermeister Horst Förther. PETAs „Sträflinge" repräsentierten die für den Bau der Delfinlagune eingesperrten Delfine. Auf Plakattafeln ist zu lesen: „Delfinlagune: lebenslang Gefängnis!" und „Bürgermeister Förther: SIE entscheiden über Freiheit oder Gefängnis!"

 
Der nach neuesten Schätzungen 17 Mio. Euro teure Ausbau des Delfinariums, über den am 26. Oktober der Kulturausschuss entscheidet, wäre für die Tiere nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch die sog. "Lagune" wird niemals die freie Wildbahn, die unendlichen Weiten des Ozeans ersetzen können, in dem diese Tiere täglich Strecken von bis zu 250 Kilometern schwimmen, 500 Meter tief tauchen und in großen Gruppen von bis zu mehreren hundert Artgenossen zusammen leben.

Klaudio Vitasovic, der Bürgermeister von Vodnjan in Kroatien hatte den Bau eines Delfintherapiezentrums geplant, konnte aber davon überzeugt werden, dass es sich hierbei um Tierquälerei handelt. Inzwischen ist in Kroatien ein Haltungsverbot von Delfinen auf dem Weg. „Wir hoffen, dass Bürgermeister Förther dem Beispiel Klaudio Vitasovics folgt und einsieht, dass Delfine nicht in Gefangenschaft gehalten werden sollen", so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Alle seriösen Wissenschaftler sind sich darin einig, dass Delfine in Gefangenschaft leiden und die Wirksamkeit der Delfintherapie ist nicht anerkannt."

Die Liste der 34 bislang im Nürnberger Zoo gestorbenen Delfine ist eindrucksvoll auf einem 70 Meter langen Transparent der Delfinbefreier festgehalten und vor dem Rathaus ausgelegt. Sollte der Ausbau des Delfinariums beschlossen werden, würde dies lebenslang Gefangenschaft und den Tod weiterer Tiere nach sich ziehen. Auch Bündnis 90/Die Grünen und die Wählergemeinschaft die Guten e.V. stellten einen Antrag für die Schließung des Delfinariums in Nürnberg.

Von 21 in Nürnberg geborenen Tieren sind bereits 17 umgekommen, es ist folglich nicht möglich, den "Delfinbestand" in dieser Einrichtung aufrecht zu erhalten," so Kerstin Flagge von den Delfinbefreiern "es ist zu befürchten, dass wieder Wildfänge nach Nürnberg verbracht werden, die über Drittländer, z.B. über die Schweiz eingeführt werden."

Weitere Informationen finden Sie auf www.peta.de  und www.die-delfinbefreier.de  













26.10.07 - PETA - Mitglieder forderten den Kulturausschuss im Nürnberger Rathaus auf, die Lagune nicht zu genehmigen.






22.11.07 - Trauermarsch mit "toten" Delfin durch die Nürnberger Innenstadt: siehe bei "Entwicklungen"


12.04.08 - Nürnberger Delfinarium besetzt...siehe unter: Besetzung-Delfinarium


09.05.08 - Kundgebung in Berlin - Importverbot für Delfine gefordert - siehe unter: IMPORTVERBOT Delfine


17.08.08 - Aktion vor dem Delfinarium in Münster: Delfinarium Münster


03.09.08 - Japan Dolphin Day - Weltweiter Protest gegen das Massenabschlachten von Delfinen und Kleinwalen in Japan.


04.10.08 - Aktion gegen das Delfinarium in Münster


Juli 2009 - Aktionen von WDSF und ProWal:

Delfinarium Münster 09

Delfinarium DUISBURG



Weitere und aktuellere Aktionen siehe linke Menüleiste...