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Die von den Betreibern des Delfinariums in Nürnberg so hoch gerühmte Nachzucht ist in Wahrheit völlig gescheitert und war weder erfolgreich, noch bietet es Zukunftsperspektiven, weil sie nicht selbsterhaltend ist. Von einer erfolgreichen Nachzucht kann erst bei Nachkommen in der 2. Generation gesprochen werden.

Seit 1971 konnten von 21 Geburten nur fünf Tiere aufgezogen werden! Von diesen spärlichen fünf starb das Delfinweibchen Neike im Oktober 1999 im Alter von nicht einmal sechs Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen. In 36 Jahren Zucht überlebten somit nur vier Tiere! Zwei davon mussten in das Delfinarium nach Münster gebracht werden, da es in Nürnberg Rangordnungskämpfe gab und die Tiere nicht genügend Platz hatten, sich gegenseitig auszuweichen. Von 21 in Nürnberg geborenen Tieren sind also definitiv nur zwei Tiere übrig geblieben.

Auch das Argument die Delfine dort zu züchten, um die Art zu erhalten, ist nicht angebracht, da Große Tümmler in ihrer Art nicht als hochbedroht eingestuft werden.

Auch das Thema Bildung und Forschung ist fragwürdig. Das Verhalten von Delfinen repräsentiert in Gefangenschaft nicht annähernd das Verhalten in freier Wildbahn. Das Problem bei Delfinen, die in Gefangenschaft gehalten werden, ist ihre massive Verhaltenseinschränkung, sowie die Verhaltensänderung ins Stereotype. Dadurch werden Forschungsergebnisse verfälscht und sind wertlos, da sie sich nicht auf die in der Freiheit lebenden Artgenossen übertragen lassen.