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Wir werden alles daransetzen, dass diese Art von „Kommission/Task-Forceins Leben gerufen und tätig wird, damit künftige notwendige Wal-Rettungen erfolgreicher verlaufen!









ENTWICKLUNGEN UNTENSTEHEND





Dieser offener Brief wurde von uns versendet an:

- Sabine Riewenherm,Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz

- Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

- Parteien, die u. a. auch in Landes-Regierungen Verantwortungen haben

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Offener Brief von ProWal

Wal-Rettungen in Ost- und Nordsee


Sehr geehrte Damen und Herren,

der aktuelle Fall vom gestrandeten Wal in der Ostsee offenbart offensichtlich, dass das Land auf Walstrandungen nicht ausreichend vorbereitet ist..

Es fehlt ganz offensichtlich eine verbindliche Einsatzstruktur.

Walstrandungen sind komplexe Notlagen, in denen Zeit, Fachwissen, Ausrüstung, Schulungen, Kompetenzen, Strategien, Koordination und auch Finanzen entscheidend sind.

Klar ist, dass eine Walrettung nicht immer erfolgreich verlaufen wird, aber es sollten zumindest alle professionellen Möglichkeiten geprüft und ausgeschöpft werden.

Unser Vorschlag, wie Wal-Rettungen in Zukunft erfolgreicher verlaufen könnten!


Für künftige Walstrandungen könnten deshalb verbindliche Vorgaben gelten, die von einer Art bundeseigenen „Kommission/Task-Force“ erarbeitet und auch von dieser bundes- und auch länderübergreifend umgesetzt wird.


PROBLEM:

Wale, die sich normalerweise im Atlantik aufhalten, haben sich auch schon in der Vergangenheit in die Nord- und Ostsee verirrt. Manche Meeressäuger fanden den Weg wieder zurück, andere leider nicht. Sie strandeten oder starben im Meer.

Gründe solcher „Verirrungen“ sind vielfältig und könnten sein:

Kollisionen, natürliche Krankheiten oder Krankheiten, bedingt durch unnatürliche Einflüsse wie Ölverschmutzungen, Plastik- und Giftmüll.

Da Wale über ein sehr differenziertes Gehör verfügen, gilt es als ziemlich sicher, dass der Lärm von Schiffen, Sonaranlagen vom Militär und Windkraftanlagen auf dem Meer die Wale bei ihren Wanderungen irritieren und sie deshalb ihre Navigation und die Orientierung verlieren. Unterwasserschallkanonen, die lauter sind als ein Düsenflugzeug, werden von Wissenschaftlern und der Erdölindustrie eingesetzt, um neue Ressourcen zu erkunden.

Es ist absehbar, dass sich diese „Verirrungen“ künftig auch durch den Klimawandel, der die Fischbestände im Atlantik verlagert, häufen werden.

 
Die „Kommission/Task-Forcekönnte sich zusammensetzen aus einer ausreichender Anzahl von Personen mit den Aufgaben für:

- Einsatzleitung - für schnelle und verbindliche Entscheidungen 

- Nationalen- und internationalen Experten 

- Spezialisierte Rettungsteams 

- Kontakte zu UNEP, ACCOBAMS, ASCOBAMS, IUCN und IWC 

- Kontakte zu Ost- und Nordsee-Anrainer-Staaten – Beteiligung – Schiffe


KOMPETENZ: 

Damit nicht noch unnötige Bürokratiehürden überwinden werden müssen, soll nur diese „Kommission/Task-Forceentscheiden und Rettungsmaßnahmen einleiten und umsetzen. Die Entscheidungsfindung kann evtl. mit einer einfachen Mehrheit der Stimmberechtigten erfolgen.



RETTUNGS-TEAMS FÜR:

- Entfernung von Netzen oder anderen Gegenständen mit geeigneten Werkzeugen 

- Bagger-Freispül-Einsätze 

- Evtl. Einsätze von anderen technischen Hilfsmittel 

- Boots- und Schiffsbesatzungen – zur evtl. Vergrämung, Monitoring und Begleitung der Wale bis in ihre Heimatgewässer



AUSRÜSTUNG/SCHULUNGEN:

Neben den Einsätzen von Schlauchbooten und Hochseeschiffen, sollte auch darüber beraten werden, ob an gestrandeten oder zu rettenden Walen auch Sender/Tracker platziert werden, die sich über Satelliten/GPS orten lassen und nach einer gewissen Zeit von der Haut abfallen. Ein Festtackern von Sendern in die Finne, wie es auf den Färöer-Inseln praktiziert wird, sollte nicht in Erwägung und auch ausgeschlossen werden.

Dringend erforderlich sind auch Ausbildungen. Es sollten Personen geschult werden, die in Länder reisen, in denen es häufiger zu Strandungen von Meeressäugetieren kommt. Auch dorthin, wo es häufiger zu Massenstrandungen von Zahnwalen kommt, um Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen.   


STRATEGIEN:

Die Anwendung unterschiedlicher Strategien sollte umgesetzt werden. Wenn das eine nicht funktioniert, dann sollte die nächste Möglichkeit versucht werden.

Beispiel:

Bei der vorletzten Strandung des Buckelwals in der Ostsee klatschte man mit den Händen auf eine Bootswand und schlug mit einem Paddel auf die Wasseroberfläche. Diese Art von Pushen war nicht erfolgreich und nicht zielführend. Wie wir dem zuständigen Umweltministerium zuvor schon vorgeschlagen hatten, wäre das Hämmern auf Metallrohre effektiver gewesen, weil der Wal diese Geräusche nicht kennt. Diese Maßnahme hätte man genauso vor der letzten Strandung umsetzen können und der Wal wäre dort nicht gestrandet.

Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Handeln ist angesagt!


FINANZEN:

Die „Kommission/Task-Forcesollte mit einem „Finanztopf“ ausgestattet werden, damit zukünftige Rettungsaktionen nicht an fehlenden finanziellen Mitteln scheitern müssen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

bei dieser Angelegenheit möchten wir Sie, wie Sie sicherlich wissen, noch darauf hinweisen, dass es mittlerweile tausende Geisternetze gibt, die für viele Meeresbewohner eine tödliche Gefahr darstellen. Natürlich gehen manche Fischernetze auch verloren, aber es ist nicht auszuschließen, dass kaputte Netze, trotz Kennzeichnungspflicht, auch in der Nord- und Ostsee entsorgt werden.

Vor ein paar Jahren haben wir in Kenia ein Projekt zum Aufkauf solcher Fischernetze gestartet. Netze, die nicht mehr verwendet werden konnten, wurden zuvor einfach im Meer entsorgt.

Wir möchten Sie bitten, ebenfalls ein solches Projekt in Ihrem Zuständigkeitsbereich zu prüfen und in die Wege zu leiten, damit wenigstens diese Gefahren für die Meeresbewohner reduziert werden.

In Erwartung Ihres Handels verbleibe ich mit hoffnungsvollen und tierfreundlichen Grüßen

Andreas Morlok 

Geschäftsführer ProWal

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