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Themen - siehe linke Menüleiste




Freilebende Delfine (Große Tümmler) - National-Park Sian Ka'an - Mexiko






































Themen - siehe auch linke Menüleiste


ProWal-Kampagne zur Schließung eines Delfinariums im HYATT-Hotel ZIVA - Cancun / Mexiko - ONLINE-AKTION ZUM MITMACHEN

Wird aktualisiert!


ProWal-Kampagne zur Schließung eines Delfinariums im Hotel Bahia Principe Tulum in Acumal - Mexiko - ONLINE-AKTION ZUM MITMACHEN


Delfinarium LaIsla - Cancun / Mexiko

(Noch im Aufbau)


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August 2019


Wohin mit den Delfinen?

Immer wieder taucht die Frage auf, was passiert mit den Delfinen, wenn ein Delfinarium in Mexiko geschlossen wird? Es ist absehbar, dass die Delfine nicht freigelassen werden und in ein anderes Delfinarium gebracht werden.

Uns gefällt dies natürlich auch nicht, dass die Delfine von einem Gefängnis ins nächste gebracht werden, wenn ein Delfinarium schließt. Aber wir müssen realistisch bleiben.

Zu lange kam Mexiko mit Aktionen gegen die dortigen Delfinarien davon. Wer machte denn bisher wirklich effektiv etwas dagegen? In einem Land, in dem es gar verboten ist, dass Ausländer gegen irgendetwas demonstrieren! Es gibt drei große Betreiber von Delfinarien und sie breiteten sich in den letzten Jahren wie eine Krake dort aus.

Es ist völlig unklar, woher die Delfine stammen! Sicherlich wurden die Tiere früher in eigenen Gewässern gefangen. Das Land hat gar Delfine exportiert, wie z.B. nach Nürnberg. Auch wurden Delfine früher in Taiji und gar von den Salomonen-Inseln gekauft.

Die meisten Anlagen sind nicht auf die Zucht von Delfinen ausgelegt. Auch weniger auf Shows, sondern eher auf Interaktionen mit zahlenden Gästen, wie z.B. das Schwimmen mit den Delfinen. Das liegt auch daran, dass sie bei den vielen Anlagen so schnell auch keine geeigneten „Trainer“ finden konnten, welche Shows durchführen können.

Scheinbar ist heutzutage das Fangen von freilebenden Delfinen verboten. Ein Umdenken, dass die Zucht in Zukunft wichtig sein wird, ist jedoch noch nicht vorhanden, denn offensichtlich gibt es noch genügend Delfine. Ein „Vorrat“ an Delfinen, wie es sich die Delfinarien in West-Europa anlegen, ist scheinbar noch nicht nötig.

Erst in der letzten Zeit tut sich etwas und die Branche bekommt Gegenwind. Mexiko-Stadt hat letztes Jahr die Delfinarien in seiner Stadt verboten. Die Delfine mussten gar raus aus der Stadt gebracht werden. Klar, sie wurden in andere Delfinarien gebracht.

Wir haben bereits letztes Jahr mit einer Online-Aktion begonnen, gegen das Delfinarium im HYATT-Hotel Ziva in Cancun zu wettern und konnten gar schon einige Hotel-Vermittler davon überzeugen, dieses Hotel aus ihren Programmen zu nehmen. Wir haben dieses Delfinarium nun auch auch besucht und katastrophale Zustände dort dokumentiert. Wir werden das alles in den nächsten Wochen veröffentlichen und auch unsere Online-Aktion aktualisieren. Wir sind uns sicher, dass dann noch weitere Hotel-Vermittler aussteigen werden und die Hotelkette HYATT wird ein immenses Image-Problem haben. Der Betreiber dieses Delfinariums ist auch, wie im Hotel Bahia Principe Tulum, die Firma Delphinaris.

In beiden Hotel-Delfinarien sind momentan 11 Delfine untergebracht. Bei einer Schließung würden die Tiere dann natürlich in andere Anlagen dieser Firma gebracht werden, die es dort in der Nähe gibt. Der Vorteil einer Schließung ist natürlich der, dass diese Firma sicherlich keine weiteren Delfine benötigt, was dazu führt, dass derjenige, welche die Delfine bisher beschafft hat, erst einmal keine weiteren Geschäfte machen kann!

Für eine von Menschen betreute Meeresbucht oder von einer Auswilderung der Tiere ist das Land noch ewig weit entfernt. Viele Menschen in Mexiko lieben die Delfine, auch wenn sie in Gefangenschaft sind. Es gibt zwar dort auch freilebende Delfine, aber es gibt keine Dolphin-Watching-Touren, weil solche Gäste meistens eben auch Wale sehen wollen, die es natürlich auf der anderen Seite von Mexiko im Pazifik zuhauf gibt. Im karibischen Teil eher nicht.

Zudem ist ja völlig unklar, woher die Delfine ursprünglich stammten. Große Tümmler vom Pazifik, wie z.B. aus Taiji oder von den Salomonen-Inseln haben andere Gene, als die z.B. aus dem Atlantik. Noch weiß die Wissenschaft nicht, ob bei Kreuzungen solcher Tiere im Freiland es den Populationen schaden könnte. Das war bisher auch immer der Grund, warum zum Beispiel das Schutzabkommen ACCOBAMS ein Sanctuary für ehemalige Show-Delfine in Europa im Mittelmeer abgelehnt hatte!

Also, insgesamt ist die Situation nicht einfach in Mexiko und wir können nur versuchen, dass wir dazu beitragen können, dass dort Delfinarien geschlossen werden, damit mittelfristig keine weiteren wildgefangenen Delfine mehr ins Land kommen.

In ein paar Monaten werden wir eine weitere Online-Aktion starten. Die ist an die Regierung gerichtet. Wir werden dann ein gesetzliches ausnahmsloses Fang-, Import- und Zucht-Verbot fordern. Bei Umsetzung wäre dann das natürlich das langfristige Aus für alle Delfinarien in Mexiko. So wie es nun auch Kanada vorgemacht hat. Ein politischer Wille scheint ja vorhanden zu sein, sonst wären die Delfinarien in der Hauptstadt letztes Jahr nicht verboten worden.

Also, es lohnt sich, dass wir hier kämpfen. Freilebende Delfine werden damit indirekt geschützt!

Euer

Andreas Morlok
CEO ProWal