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Große Schritte im Kampf gegen die Delfinarien in der Ukraine

Unsere vor über einem Jahr begonnene Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium in Kiew zeigt erste Erfolge. Veterinäre überprüfen alle Anlagen vor Ort und zum ersten Mal müssen alle Delfinarienbetreiber Dokumente über die Herkunft ihrer in Gefangenschaft gehaltenen Delfine vorweisen. Auch müssen die Betreiber Dokumente für verstorbene Tiere nachweisen. Das dürfte für manchen Tierausbeuter schwierig wer...den, denn die Herkunft von manchen Tieren sind dubios und wurde bis heute verschleiert oder was auch vorkam, Papiere wurden gegen Zahlungen einfach gefälscht. Wir sind uns sicher, dass trotz dem Fangmoratorium, illegal Delfine im Schwarzen Meer gefangen und in ukrainischen Delfinarien für Shows, Delfin-Therapie, Schwimmangebote mit Delfinen und weiteren Angeboten verwendet wurden und heute noch werden. Um eine weitere Überprüfungsmöglichkeit einzurichten, schlugen wir dem Ministerium vor, eine Gen-Datei einzurichten, um alle Delfine und auch Beluga-Wale in der Ukraine zu erfassen. Schnell würde sich herausstellen, welche Dokumente nicht korrekt sind. Das Ministerium beriet bereits über eine solche Statistik. Wir boten unsere Unterstützung für Blutuntersuchungen, etc. an.

Mit unserer Forderung nach einem Gesetz für ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Beluga-Wale in die Ukraine stießen wir weiterhin auf offene Ohren. Wir übergaben dem Ministerium eine von uns vor einem Jahr geforderte Datei über alle Importbestimmungen für Meeressäugetiere in der EU und in einigen Ländern. 500 DIN-A4-Seiten umfasst diese Datei. Wir rieten dem Ministerium einfach den Gesetzestext zu übernehmen, den die Schweizer Regierung verwendet hatte und seit Januar 2013 seine Gültigkeit hat. Während unserem Besuch beim Umweltministerium weilte auch eine EU-Delegation von vier Außenministern in Kiew, die über ein EU-Assoziierungsabkommen mit der ukrainischen Regierung berieten. Wir rieten dem Ministerium schon bald ein Importverbotsgesetz für Meeressäuger auf den Weg zu bringen, denn als EU-Mitgliedsland muss die Ukraine ohnehin den Import von wildgefangenen Delfinen verbieten. Zudem gibt es heute schon Versuche, wildgefangene Delfine aus der Ukraine, über die Türkei, nach Tschechien zu bringen, was ein illegaler Import in die EU wäre. Ein solches Importverbotsgesetz wäre das mittelfristige Aus für alle 20 Delfinarien in der Ukraine, denn es gelangen in der Vergangenheit nur etwa 10 Nachzuchten, was den Fortbestand aller Delfinarien nicht sichern würde. Da die Ukraine auch einer der größten Weiterverkäufer von zumeist aus Japan importierten Delfinen ist, wäre es auch für viele andere Länder (Ägypten, Tunesien, Türkei, Weißrussland, usw.) schwieriger an weiteren Delfin-Nachschub für ihre Delfinarien zu gelangen.

Hoch erfreut sind wir auch darüber, dass es dem Delfinarienbetreiber „NEMO“ in Kiew untersagt wurde, Werbung für seine Anlage zu machen. Die überall angebrachten Werbetafeln, usw. sind aus Kiews Straßenbild gänzlich verschwunden. Am letzten Samstagabend besuchten nur etwa 150 Personen die Delfin-Show und der größte Teil der Besucherplätze blieb leer. Über unseren Besuch bei dieser kommerziellen Show, in der vier Delfine aus Taiji/Japan ausgebeutet werden, berichten wir bald ausführlich.

Mit dem Umweltministerium berieten wir auch über eine Vorschrift über den Einsatz von Vergrämergeräten (Pingern) an Fischernetzen, um die Beifänge von Delfinen und kleinen Walen in Zukunft zu verhindern.

Wir sind in Sachen Delfin- und auch Walschutz in der Ukraine auf einem guten Weg. Die Medien berichten immer mehr und auch das Engagement der ukrainischen Tierschützer lässt nicht nach. Wir kehren im Sommer in die Ukraine zurück und werden unsere Dokumentation über alle Anlagen abschließen. Danach werden wir ein Kino in Kiew anmieten und Regierungs- und Medienvertreter einladen und die Dokumentation „Die Bucht“ über die grausamen Delfintreibjagden in dem japanischen Fischerort Taiji vorführen. Zudem übergeben wir dann den Medien unser gesamtes Dokumentations-Material über alle Delfinarien in der Ukraine und stellen auch unseren Film über die freilebenden Delfine im Schwarzen Meer vor. Wir sind uns sicher, dass diese Dokumentationen ein „Erdbeben“ in der Ukraine auslösen werden, denn die Bevölkerung hat noch überhaupt kein Hintergrundwissen über die Zusammenhänge der eigenen Delfinarien und den Delfintreibjagden in Japan.

Die Lobbyarbeit für die Delfine hat nun auch direkte Auswirkungen zum Schutz für die Tiere. In Kürze soll westlich der Halbinsel Krim ein neues Delfinschutzgebiet im Schwarzen Meer entstehen.







Januar 2013

ProWal-Aktion - Importverbot für Delfine und Wale in die Ukraine

Video zur Aktion -

http://www.webdesign-heeren.de/prowal-aktionen/videos.html



ProWal wird im April 2013 nach Kiew reisen und von der ukrainischen Regierung ein Gesetz für ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Wale fordern!

Wird das Gesetz beschlossen, wäre dies das mittelfristige Aus für alle 20 Delfinarien in der Ukraine, weil Nachzuchten von Delfinen in den Anlagen selten sind. Ein Importverbotsgesetz für Meeressäugetiere in der Ukraine würden die Fänge von wildlebenden Delfinen im japanischen Küstenort Taiji erheblich reduzieren, da die Ukraine Tiere für ihre Show-Delfinarien aus Japan importiert. Die Ukraine ist eine der größten Drehscheiben für Im- und Exporte von Delfinen weltweit.

ProWal hat fast alle Anlagen für seine Recherchen besucht, in denen Delfine in Gefangenschaft gehalten werden. Zum ersten Mal gelang es, in einen für Zivilisten gesperrten Militärstützpunkt in der Ukraine zu kommen, um dort die kommerzielle Ausbeutung von Delfinen zu dokumentieren.



03.02.2012

February 3rd, 2012







Gemeinsamer Termin von ukrainischen Tierschützern, die Mitglieder der Kampagne zur Rettung der Delfine und gegen die kommerzielle Ausbeutung in Delfinarien sind und ProWal im Umweltministerium in Kiew mit dem Vize-Umweltminister der Ukraine, Igor Vildman.

Meeting of Ukrainian animal protection groups, who are members of the campaign to rescue the dolphins and who are opposed to any commercial exploit of any species of such, and ProWal with the vice-minister of EPA of the Ukraine, Igor Vildman, at the Ministry of Ecology and Natural Resources.



Vize-Umweltminister Igor Vildman:

„Ich bin der Freund Nr. 1 für die Delfine in der Ukraine!“

 
Zusammenfassung:

- Es werden Regeln zur Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aufgestellt. 

- Im Sommer 2012 soll eine Delfinzählung stattfinden. 

- Die Fangnetze sind für Delfine gefährlicher als Delfinarien

- Das Ministerium könne keine Probleme mit Delfinarien regeln. Das ist Sache der Anwälte, weil Privateigentum. 

Antwort: Das Ministerium kann die Delfinarien sehr wohl kontrollieren. Die Delfine sind im Roten Buch aufgeführt, in dem steht, dass es verboten ist, Delfine gefangen zu nehmen und sie für den kommerziellen Gebrauch zu nutzen. 

Das spezielle Moratorium des Ministeriums für Umweltschutz der Ukraine verbietet diese aus ihrer ursprünglichen Umgebung zu entnehmen, wie z.B. im Schwarzen Meer.

Es kann nicht angehen, dass Delfine unter anderem aus Japan in die Ukraine importiert und dann anschließend in die Türkei, nach Armenien und Ägypten weiterverkauft werden und das Ministerium für den Export der Tiere eine Lizenz erteilt. Genauso wenig kann es sein, dass das Ministerium keine verbindlichen Regeln für die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft im eigenen Land erlässt.

- Wir verurteilen Dokumentenfälschungen über CITES und fordern eine genaue Nachprüfbarkeit der Herkunft der Delfine durch eine einzurichtende Gendatenbank. 

- Sie erkennen alle Gefahren und Probleme für die Delfine im Schwarzen Meer: Netze, Fischerei, Wasserverschmutzungen, Schiffskollisionen und Lärm. Wir verweisen aber auf den hauptsächlichen Grund unseres Termins: Schließung der Delfinarien und ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine in die Ukraine.

- Wir schildern unsere Erfahrungen mit den Delfinarien, die wir in der Ukraine besucht haben. Unter anderem sind die Delfinarien des Unternehmens „Nemo“ nicht zukunftsfähig. Sie sind auf reine Shows ausgerichtet und zeigen keine Bemühungen, um Delfine zu züchten. Sie sind auf Importe von wildgefangenen Delfinen angewiesen. Die Zuchtbemühungen in der Ukraine sind kläglich gescheitert. Bei zehn Geburten innerhalb 15 Jahren ist die Delfinzucht nicht nachhaltig. Bei einem ausnahmslosen Importverbot für wildgefangene Delfine droht den Delfinarienbetreibern ein Mangel an Tieren und das Problem Delfinarien wäre somit in der Ukraine mittelfristig erledigt.

Wir weisen darauf hin, dass die Ukraine den Weg in die EU sucht und Vollmitglied werden möchte. In der EU ist der Import von wildgefangenen Delfinen untersagt. Die Ukraine könnte jetzt schon ein wichtiges Zeichen setzen und die Vorschriften der EU umsetzen. Wir erläutern, dass wir ungeheuerliches Material bei unseren Delfinarieninspektionen dokumentiert haben und diese Form von Delfinarien in der EU nicht erlaubt sei. Wir werden einen ausführlichen Bericht der EU – Kommission in Brüssel und Herrn Baroso übermitteln. Herr Vildman sichert uns spontan zu, dass wenn wir ihm diese Vorgaben der EU übermitteln, die Ukraine diese dann auch 1 : 1 umsetzen wird! 

- Das Moratorium zum Fang von Delfinen im Schwarzen Meer soll in jeder Legislaturperiode von der Regierung verlängert werden. 

- Zusicherung einer Zusammenarbeit und dass wir jederzeit ins Ministerium kommen und uns mit Spezialisten austauschen können.


Die wichtigsten Zusagen zusammengefasst:

Das Fangverbot für Delfine im Schwarzen Meer wird unbefristet für immer weitere drei Jahre verlängert. Damit kommt die Ukraine auch den Zielsetzungen des ACCOBAMS-Abkommen nach.

Weiterhin wurde zugesagt, dass die Ukraine das Importverbot für wildgefangene Delfine in die EU 1 : 1 umsetzen wird. Eingeschlossen wäre damit auch, dass zukünftig keine wildgefangenen Beluga-Wale mehr in die Ukraine eingeführt werden dürfen.

Das ist ein enormer Schritt für den Delfinschutz, denn damit werden auch Delfinimporte aus dem japanischen Taiji verunmöglicht. Da die Delfinzucht in der Ukraine nicht nachhaltig ist, werden die ukrainischen Delfinarien keine Zukunft mehr haben und mittelfristig schließen müssen.

Eine zukünftige Zusammenarbeit in Sachen Delfinschutz wurde vereinbart.

Da die Ukraine eine Mitgliedschaft in der EU anstrebt, sicherte ProWal Herrn Vildman zu, der EU-Kommission und Herrn Baroso einen positiven Bericht über diese Vereinbarungen und dem Bestreben der ukrainischen Regierung für den Schutz der Meeressäuger zukommen zu lassen.



Vice- EPA-Minister Igor Vildman:

“I am the friend Number 1 and supporter of the dolphins in the Ukraine”

 

Summary:

-  Rules for keeping dolphins in captivity will be implemented.

-  During the summer of 2012 a head count of all dolphins will be performed.

-The catching nets are more dangerous for dolphins than the dolphinariums.

-  The Ministry cannot solve any problems concerning dolphinariums. That is a job for the lawyers, because it is private property.

Answer: The Ministry can definitely control the dolphinariums. Dolphins are listed in the “Red Book”, in which is written that it is prohibited to capture dolphins and to use them for commercial gain.

The special moratorium of the Ministry for Environmental Protection proclaims that it is prohibited to take the animals out of their natural environment, as for instance from the Black Sea.  

It cannot happen that dolphins amongst others be imported from Japan into the Ukraine and then sold to Turkey, Armenian and Egypt and the Ministry is agreeing to give the license for exporting the animals. It is also impossible to perceive that the Ministry is not able to enforce in their own country binding rules for the keeping of dolphins in captivity.

-  We decry the falsification of documents of CITES and demand a total verification of the origin of all dolphins by means of a up – to - date data bank. 

The problem for dolphins in the Black Sea are recognized: nets, fisheries, water pollution, collisions with ships and noise pollutions. We are emphasizing the main reason for the conference: closing of all dolphinariums and an import ban into the Ukraine for all dolphins without exception.

We are describing our experiences at the dolphinariums, which we visited in the Ukraine. For instance the dolphinariums owned by the “Nemo” group are not going to be able to function in the future. They are programmed mainly for shows and do not show any attempts to breed dolphins. They are dependent on imports of dolphins caught in the wild. The breeding attempts done in the Ukraine have failed miserably. Ten birth within the last 15 years will not sustain a breeding program. In case of an import ban on wild dolphins the dolphinariums operators will not have enough animals and the problem of keeping dolphinariums open would be solved in this manner.

We point out that the Ukraine is trying to obtain a status in the EU and want to become a full member. The EU prohibits the import of wild caught dolphins. The Ukraine could already now show their willingness to abide by the laws of the EU.

We can show that we collected an enormous amount of documented material during our dolphinarium inspections and can predict that this form of dolphinarium will not meet EU standards. We shall submit a detailed report to the EU-Commission in Brussels and to Mr. Baroso. Mr. Vildman spontaneously ensures us that if we provide him with the EU rulings he then will make sure that they are followed to the letter.

The moratorium of catching dolphins from the Black Sea is supposed to be enforced and renewed by the current government legislature. 

Agreement on cooperation and that we can access the Ministry at any given time and exchange ideas with specialists.

The most important agreements combined:

The prohibition of capturing dolphins in the Black Sea will be extended for three years from this point and continuously. With this the Ukraine will also achieve the goals of the ACCOBAMS-Agreement.

Furthermore, it was promised that the Ukraine will follow the import rules of the EU for wild caught dolphins to the letter. Included in this is that in the future no more wild Beluga whales will be imported into the Ukraine.

This is an enormous step for the protection of dolphins, because with this the import of dolphins from the Japanese Tajii will be stopped. Since the breeding of dolphins in the Ukraine has been a failure the Ukrainian dolphinariums will have no future and will have to close at length.

A future cooperation with the subject of dolphin-protection was agreed upon. 

Since the Ukraine is endeavoring an acceptance into the EU, ProWal promised Mr. Vildman to submit a positive report, about the agreements as well as the aspirations of the Ukrainian government for the protection of marine mammals, to the EU-Commission and Mr. Baroso 






Vize-Umwelt-Minister Igor Vildman, Dr. Volodymyr Domashlinets, Andreas Morlok, Dominic Haldi, Kate Polianskaya, Vika Ivanets, Mitglieder der Kampagne zur Rettung der Delfine und gegen die kommerzielle Ausbeutung in Delfinarien, die sich seit drei Jahren für die Schließungen der Delfinarien engagieren, und Andrew Randrianasulu, der extra aus St. Petersburg/Russland angereist war.


Vice EPA minister Igor Vildman, Dr. Volodymyr Domashlinets, Andreas Morlok, Dominic Haldi, Kate Polianskaya, Vika Ivanets, members of the “Campaign for the Saving of Dolphins and against the Commercial Exploit in Dolphinariums,” which has been active for three years and committed to close down the dolphinariums, and Andrew Randrianasulu, who traveled all the way from St. Petersburg, Russia.