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09.10.15 - Das dubioseste Delfin-Karussell in Europa dreht sich weiter!

Auf dem Flughafen in der ukrainischen Stadt Odessa wurde ein gechartertes Frachtflugzeug entdeckt. Die Fracht brisant: Lebende Delfine!

An und für sich sollte dieser Transport geheim gehalten werden und es stellte sich heraus, dass das Transportflugzeug von dem ukrainischen Delfinarien-Betreiber, dem Konsortium „Nemo“ mit Hauptsitz in Odessa, für mehr als 100.000 Dollar gechartert wurde. Auf Nachfragen bei der Nemo-Geschäftsleitung zum Inhalt und Ziel der brisanten Fracht, äußerte sich diese nur mit einem Wort: „Geschäftsgeheimnis“.

Durchgesickert ist allerdings, dass sich das Transportflugzeug auf den Weg nach Asien machen sollte. Auch sollen Delfinarien im Iran und auch in der Türkei mit diesem Transport in Verbindung stehen.

Im thailändischen Phuket errichtete „Nemo“ in diesem Jahr ein neues Delfinarium, für das nun seit kurzem die Betriebsgenehmigung der thailändischen Behörden vorliegt. Auch wurde die Genehmigung erteilt, dass Delfine aus der Ukraine nach Thailand importiert werden dürfen, weil der Eigentümer scheinbar nachweisen konnte, dass die Delfine aus eigenen Nachzuchten stammten.

Wie wir bei mehreren Besuchen beim Umweltministerium in Kiew bestätigt bekamen, gab es in allen ukrainischen Delfinarien in den letzten zehn Jahren weniger als ein Dutzend Geburten und nicht alle Nachzuchten überlebten.

„Nemo“, welches mehrere Delfinarien im In- und Ausland betreibt war deshalb auf illegale Wildfänge im Schwarzen Meer und auf Importe von wildgefangenen Delfinen aus Taiji/Japan angewiesen. Es gab mehrere Käufe in Japan. Zuletzt wurden im Mai 2013 zwanzig untrainierte Delfine für 150.000 € aus Taiji erworben und nach Odessa gebracht. Die Abrichtung der Tiere für die Shows übernahm das Konsortium selbst. Es ist deshalb kaum möglich, dass das Unternehmen einen Überschuss von selbst gezüchteten Delfinen besitzt. Der Verdacht, dass nun erneut Dokumente gefälscht worden sind, liegt sehr nahe! Dies war in der Vergangenheit bei einem Delfin-Transport von der Ukraine nach Ägypten schon einmal der Fall.

Da bei dem jetzigen Transport auch Iran eine Rolle spielt, ist es sehr wahrscheinlich, dass „Nemo“ nun die aus Taiji bezogenen und selbst abgerichteten Delfine für teures Geld an ein iranisches Delfinarium verkauft hat. In der Türkei sollen sich von dem Konsortium verpachtete Delfine befinden, die bei diesem Transport auch eine Rolle spielen sollten. Die Hintergründe dafür bleiben wohl im Dunkeln.

„Nemo“ kam in den letzten Jahren in der Ukraine immer wieder in die Schlagzeilen. In Kiew „beschlagnahmte“ das Unternehmen einfach ein Grundstück und baute darauf ein Delfinarium. Der Bruder des Betreibers saß damals im Stadtrat und deckte diesen ungeheuerlichen Vorgang. Nach einem zweijährigen Gerichtsstreit verlor „Nemo“ den Prozess gegen den eigentlichen Grundstückseigentümer und wurde dazu verurteilt sein Delfinarium zu schließen und dieses auch wieder abzureißen. Es befindet sich gar in der Nähe einer U-Bahn-Linie und schon mehrfach senkte sich der Boden und hinterließ Risse. Bei unserem letzten Ukraine-Besuch in Kiew im Mai wiesen wir den Ex-Boxer Klitschko, der in Kiew Bürgermeister ist, auf diesen Prozess und die Schließung des Delfinariums hin, welches jedoch bis heute besteht und im Betrieb ist! In dem Delfinarium befinden sich sechs Delfine – allesamt stammend aus Taiji!

Nach unserer Forderung an das Umweltministerium alle Delfine in den ukrainischen Delfinarien zu registrieren, kam das Ministerium dem zwar nach, aber über Nacht wurden Delfine aus der Ukraine in Delfinarien auf die von Russland annektierte Krim transportiert und damit dem Zugriff der ukrainischen Behörden entzogen. Für acht Delfine konnte der Eigentümer keine Herkunftsnachweise erbringen! Von den Behörden beschlagnahmte Tiere in einem illegal errichteten Delfinarium in Sudak brachte der Eigentümer ebenfalls in einer Nacht- und Nebelaktion in „Sicherheit“ und entzog damit auch den Behörden den Zugriff.

Unüberschaubar und erst recht nicht kontrollierbar werden Delfine in und aus der Ukraine verschoben. Das dubioseste Delfin-Karussell in Europa dreht sich weiter und kann nur gestoppt werden, wenn die Besucher überall auf der Welt den Delfin-Shows fernbleiben!

http://dumskaya.net/news/odesskie-delfinovody-otpravili-samolet-s-morskim-051104/



Andreas Morlok

CEO ProWal



Nachtrag:


19.10.15 - Dolphins, seals arrive at Phuket's Nemo marine park -

http://www.thephuketnews.com/dolphins-seals-arrive-at-phuket-b100mn-nemo-marine-park-54597.php



24.09.15 - Die Genehmigungen für ein neues Delfinarium in Thailand scheinen nur noch Formsache zu sein. Damit fasst das ukrainische Konsortium "Nemo", welches mehrere Show-Delfinarien in verschiedenen Ländern betreibt, nun auch Fuss in Asien. "Nemo" behauptet, die 5 - 6 Delfine, die aus der Ukraine nach Thailand gebracht werden sollen, seien alles eigene Nachzuchten, was unmöglich sein kann. Wie wir bei unseren mehrmaligen Gesprächen beim Umweltministerium in Kiew erfahren haben, gab es 11 Geburten in den letzten 10 Jahren in den ukrainischen Delfinarien, von denen heute einige nicht mehr leben. Dass die Zuchtbemühungen von "Nemo" nicht funktionieren untermauern die Importe von wildgefangenen Delfine aus Taiji/Japan in den letzten Jahren. Zuletzt wurden 20 Große Tümmler im Mai 2013 aus Japan in die Ukraine importiert. Gefälschte Formulare über die Herkunft der ukrainischen Delfinen tauchten in den letzten Jahren immer wieder auf. - http://www.thephuketnews.com/fisheries-dept-confirm-dolphins-to-be-imported-for-phuket-dolphinarium-54246.php



02.09.15 - Glatt gelogen!

Der größte Betreiber von Delfinarien in der Ukraine "Nemo" feiert die Geburt eines Delfins in seinem Delfinarium in der ostukrainischen Stadt Kharkow. Es wird behauptet, dass dies bereits die 20. Geburt in diesem Delfinariums sei. Belegen kann der Betreiber diese Behauptung natürlich nicht.

Bei unseren mehrfachen Besuchen beim Umwelt-Ministerium in Kiew wurde uns mitgeteilt, dass es in allen ukrainischen Delfinarien bisher zu 10 Geburten gekommen sei und nicht alle Nachzuchten die ersten Monate in ihrer Gefangenschaft überlebten.

Im Mai 2013 kaufte das Konsortium für seine „Nemo-Delfinarien“ zwanzig wildgefangene und untrainierte Große Tümmler zu einem „Schnäppchenpreis“ von insgesamt 153.000 € aus Taiji/Japan, die in der Fangsaison 2012/2013 dort gefangen wurden. Die Abrichtung der Delfine fand in verschiedenen „Nemo-Delfinarien“ in der Ukraine statt. - http://neskuchno-news.com/animals/v-kharkovskom-delfinarii-proizoshlo-malenkoe-chudo-video-100520.html


13.07.15 - Es ist geschafft! - Ein grandioser Tag für den Schutz der Delfine! - Ukraine übernimmt weltweite Vorreiterrolle!

Liebe Delfinfreunde, liebe Teilnehmer dieser Online-Aktion,wir haben euch etwas sehr Erfreuliches mitzuteilen!

Alle Versuche der ukrainischen Delfinarien-Betreiber, das im Mai vom ukrainischen Parlament beschlossene Gesetz einer Pflicht zur Nutzung von Meerwasser in den Delfinarien zu kippen, sind gescheitert!

Die Regierung hat den Widerspruch der Delfinarien-Betreiber abgelehnt und das Gesetz behält seine Gültigkeit!

Dies hat die direkte Folge, dass nun alle neun Delfinarien in der Ukraine zukünftig kein Chlor-Wasser mehr einsetzen dürfen, sondern Meerwasser verwenden müssen! Für vier Inlands-Delfinarium wird dies kaum umsetzbar sein, denn sie müssten täglich mehrere Tanklastwagen mit Meerwasser auf den Weg bringen, was sich diese mit Sicherheit nicht leisten können. Die Folge wird die Schließungen von mehreren Delfinarien sein!

Die indirekte Folge ist, dass es einen Überschuss an Delfinen in der Ukraine geben wird. Schon heute ist ein Überschuss feststellbar, denn in Odessa werden schon seit etwa einem Jahr sieben Delfine in einem alten Keller-Hallenbad in einem Haus eingesperrt, weil das Delfinarium in Koblevo in der Nähe von Odessa noch nicht geöffnet werden konnte.
Bei Schließung der Delfinarien wird sich dieser Überschuss noch weiter erhöhen, denn die restlichen Delfinarien müssen diese Tiere aufnehmen und mit Sicherheit werden auf lange Zeit hinaus keine Delfine mehr im Schwarzen Meer illegal gefangen oder welche aus Japan importiert.

Mit diesem Gesetz verlieren die Delfin-Händler in Taiji ihren wichtigsten Käufer von wildgefangenen Delfinen in Europa! Eine große finanzielle Einbuße durch den geringeren Bedarf an zu fangenden Großen Tümmlern ist die Folge!

Die Ukraine ist das erste Land überhaupt, welches mit der Einführung eines solchen Gesetzes diese Pflicht und große Hürde den Delfinarien-Betreibern aufbürdet. Die Ukraine übernimmt damit eine weltweite Vorreiterrolle! Die EU und alle Länder, in denen Delfinarien betrieben werden, können und müssen diesem Beispiel folgen! Wir werden der EU die Argumentation, die in der Ukraine benutzt wurde, vorlegen, damit auch sie ein Verbot der Chlor-Wasser-Nutzung und die Pflicht zur Meerwasser-Nutzung für alle etwa 30 Delfinarien in der EU beschließt!

Wir danken allen Teilnehmern dieser erfolgreichen Online-Aktion zur Stärkung von diesem wichtigen Gesetz in der Ukraine! Die ukrainische Regierung hat zur Kenntnis genommen, dass viele Menschen, auch aus dem Ausland, das Thema der Gefangenschaftshaltung von Delfinen berührt und viele große Erwartungen zum Fortbestand des Gesetzes hatten.

Wir danken dem ukrainischen Parlament (Rada) für die mehrheitliche Verabschiedung dieses Gesetzes und dem Präsidenten Petro Poroschenko für seine Unterzeichnung!

Wir danken den ukrainischen Tierschutzfreunden für ihre Initiative und dem langen Kampf für den Schutz der Delfine und ihre Zusammenarbeit mit uns in dieser doch sehr schwierigen Zeit in diesem von vielen Krisen gebeutelten Land!
Wir werden zusammen mit unseren Tierschutzfreunden in der Ukraine an dem Thema dranbleiben und weiterhin ein Gesetz für ein Import- und Exportverbot für Delfine und Beluga-Wale aus Russland und auch die Schließung aller Delfinarien in der Ukraine fordern!

Für die Delfine!

Andreas Morlok

CEO ProWal




Umweltministerium Kiew/Ukraine – Mai 2015



15.05.15 - ProWal in der Ukraine

Hintergründe:

Seit 2012 setzt sich ProWal als einzige ausländische Tierschutzorganisation für den Schutz der Delfine und für die Schließung der Delfinarien in der Ukraine ein.

Die Ukraine ist die größte Drehscheibe für wildgefangene Delfine aus Taiji/Japan in Europa. Die ukrainischen Delfinarienbetreiber sind auf Importe angewiesen, denn Zuchterfolge gibt es in diesen Show-Anlagen kaum. Zudem werden aus der Ukraine importierte Delfine wieder ausgeführt - unter anderem nach Ägypten, Tunesien, Aserbaidschan, Weißrussland, Russland und aktuell geplant nach Thailand.

Neben direkten Aktionen, bei denen uns bereits eine Schließung eines Delfinariums in Yalta auf der Halbinsel Krim gelang, setzen wir uns in der Ukraine auch für ein Gesetz ein, welches den Import und den Export von Delfinen und Beluga-Walen verbietet.

Wenn uns das gelingt, dann würden die Delfinhändler in Taiji einen großen Kunden verlieren und die Delfintreibjagden unlukrativer machen.

Aktuell:

Trotz dem Krieg im Süd-Osten des Landes und der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland, brachen unsere langjährige Kontakte zu einheimischen Tierschützern, die unsere Ziele unterstützen, nie ab, worüber wir sehr dankbar sind.

Gemeinsam kommen wir dem Zusammenbruch der Delfinarien-Industrie in der Ukraine immer näher, denn über eine Hintertüre gelang nun ein Passus in einem Gesetz, welches einigen Delfinarien so große Probleme bereiten wird, dass sie wohl schließen müssen! An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die ukrainische Regierung! Details dazu folgen.

In der Ukraine selbst gibt es aktuell 9 Delfinarien. Auf der Halbinsel Krim, auf die die Ukraine jeglichen Einfluss auf die Delfinarien-Betreiber verloren hat, gibt es aktuell 12 Anlagen, in denen Delfine und Beluga-Wale in Gefangenschaft gehalten werden.




Foto: ProWal – Treffen mit dem Umweltminister Igor Shevchenko am 12.05.2015 in Kiew/Ukraine




31.08.13 - Erfolg - Das erst Mitte Juli in dem ukrainischen Ferienort Sudak auf der Halbinsel Krim gelegene Delfinarium muss geschlossen werden. Der Bau des Delfinarien-Betreibers "Nemo" ist illegal. Peinlich für den Bürgermeister und seinen drei Stellvertretern, die noch im Juli ganz stolz die Anlage eröffneten, obwohl sie wussten, dass die Anlage weder statische noch andere bauliche Abnahmen und Genehmigungen für den Betrieb hatte. Nemo ist ein ukr.-russisches Konsortium, das mehrere Anlagen in der Ukraine und im benachbarten Ausland betreibt. Im Mai d. Jahres kamen 20 wildgefangene Delfine aus Taiji/Japan in die Ukraine. Vorwiegend für die Nemo-Gruppe. In Kiew muss ebenfalls das Nemo-Delfinarium geschlossen werden. Es wurde auch illegal errichtet und muss abgerissen werden. Als Alternative möchte das Unternehmen in Kiew im Zoo eine neue Anlage errichten. Die Betreiber sind nicht zimperlich. Bei Demonstrationen werden die Teilnehmer áuch zusammengeschlagen. In den Anlagen sind die Security-Leute mit Knüppeln und gar Schusswaffen ausgestattet. In der Ukraine gibt es jetzt noch 19 Delfinarien. Auf unsere mehrfachen Interventionen beim Umweltministerium in Kiew reagierte dieses - es werden alle Anlagen überprüft. Die Betreiber müssen Dokumente über alle Genehmigungen und Nachweise für die Herkunft ihrer Tiere vorlegen. Viele können dies nicht! Die Ukraine ist einer der größten Importeure und Wiederverkäufer von wildgefangenen Delfinen aus Taiji/Japan. Im September reisen wir erneut in die Ukraine, um unseren großen Schlag gegen diese Anlagen im nächsten Winter vorzubereiten. - http://www.nr2.ru/crimea/457260.html







Große Schritte im Kampf gegen die Delfinarien in der Ukraine

Unsere vor über einem Jahr begonnene Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium in Kiew zeigt erste Erfolge. Veterinäre überprüfen alle Anlagen vor Ort und zum ersten Mal müssen alle Delfinarienbetreiber Dokumente über die Herkunft ihrer in Gefangenschaft gehaltenen Delfine vorweisen. Auch müssen die Betreiber Dokumente für verstorbene Tiere nachweisen. Das dürfte für manchen Tierausbeuter schwierig wer...den, denn die Herkunft von manchen Tieren sind dubios und wurde bis heute verschleiert oder was auch vorkam, Papiere wurden gegen Zahlungen einfach gefälscht. Wir sind uns sicher, dass trotz dem Fangmoratorium, illegal Delfine im Schwarzen Meer gefangen und in ukrainischen Delfinarien für Shows, Delfin-Therapie, Schwimmangebote mit Delfinen und weiteren Angeboten verwendet wurden und heute noch werden. Um eine weitere Überprüfungsmöglichkeit einzurichten, schlugen wir dem Ministerium vor, eine Gen-Datei einzurichten, um alle Delfine und auch Beluga-Wale in der Ukraine zu erfassen. Schnell würde sich herausstellen, welche Dokumente nicht korrekt sind. Das Ministerium beriet bereits über eine solche Statistik. Wir boten unsere Unterstützung für Blutuntersuchungen, etc. an.

Mit unserer Forderung nach einem Gesetz für ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Beluga-Wale in die Ukraine stießen wir weiterhin auf offene Ohren. Wir übergaben dem Ministerium eine von uns vor einem Jahr geforderte Datei über alle Importbestimmungen für Meeressäugetiere in der EU und in einigen Ländern. 500 DIN-A4-Seiten umfasst diese Datei. Wir rieten dem Ministerium einfach den Gesetzestext zu übernehmen, den die Schweizer Regierung verwendet hatte und seit Januar 2013 seine Gültigkeit hat. Während unserem Besuch beim Umweltministerium weilte auch eine EU-Delegation von vier Außenministern in Kiew, die über ein EU-Assoziierungsabkommen mit der ukrainischen Regierung berieten. Wir rieten dem Ministerium schon bald ein Importverbotsgesetz für Meeressäuger auf den Weg zu bringen, denn als EU-Mitgliedsland muss die Ukraine ohnehin den Import von wildgefangenen Delfinen verbieten. Zudem gibt es heute schon Versuche, wildgefangene Delfine aus der Ukraine, über die Türkei, nach Tschechien zu bringen, was ein illegaler Import in die EU wäre. Ein solches Importverbotsgesetz wäre das mittelfristige Aus für alle 20 Delfinarien in der Ukraine, denn es gelangen in der Vergangenheit nur etwa 10 Nachzuchten, was den Fortbestand aller Delfinarien nicht sichern würde. Da die Ukraine auch einer der größten Weiterverkäufer von zumeist aus Japan importierten Delfinen ist, wäre es auch für viele andere Länder (Ägypten, Tunesien, Türkei, Weißrussland, usw.) schwieriger an weiteren Delfin-Nachschub für ihre Delfinarien zu gelangen.

Hoch erfreut sind wir auch darüber, dass es dem Delfinarienbetreiber „NEMO“ in Kiew untersagt wurde, Werbung für seine Anlage zu machen. Die überall angebrachten Werbetafeln, usw. sind aus Kiews Straßenbild gänzlich verschwunden. Am letzten Samstagabend besuchten nur etwa 150 Personen die Delfin-Show und der größte Teil der Besucherplätze blieb leer. Über unseren Besuch bei dieser kommerziellen Show, in der vier Delfine aus Taiji/Japan ausgebeutet werden, berichten wir bald ausführlich.

Mit dem Umweltministerium berieten wir auch über eine Vorschrift über den Einsatz von Vergrämergeräten (Pingern) an Fischernetzen, um die Beifänge von Delfinen und kleinen Walen in Zukunft zu verhindern.

Wir sind in Sachen Delfin- und auch Walschutz in der Ukraine auf einem guten Weg. Die Medien berichten immer mehr und auch das Engagement der ukrainischen Tierschützer lässt nicht nach. Wir kehren im Sommer in die Ukraine zurück und werden unsere Dokumentation über alle Anlagen abschließen. Danach werden wir ein Kino in Kiew anmieten und Regierungs- und Medienvertreter einladen und die Dokumentation „Die Bucht“ über die grausamen Delfintreibjagden in dem japanischen Fischerort Taiji vorführen. Zudem übergeben wir dann den Medien unser gesamtes Dokumentations-Material über alle Delfinarien in der Ukraine und stellen auch unseren Film über die freilebenden Delfine im Schwarzen Meer vor. Wir sind uns sicher, dass diese Dokumentationen ein „Erdbeben“ in der Ukraine auslösen werden, denn die Bevölkerung hat noch überhaupt kein Hintergrundwissen über die Zusammenhänge der eigenen Delfinarien und den Delfintreibjagden in Japan.

Die Lobbyarbeit für die Delfine hat nun auch direkte Auswirkungen zum Schutz für die Tiere. In Kürze soll westlich der Halbinsel Krim ein neues Delfinschutzgebiet im Schwarzen Meer entstehen.







Januar 2013

ProWal-Aktion - Importverbot für Delfine und Wale in die Ukraine

Video zur Aktion -

http://www.webdesign-heeren.de/prowal-aktionen/videos.html



ProWal wird im April 2013 nach Kiew reisen und von der ukrainischen Regierung ein Gesetz für ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Wale fordern!

Wird das Gesetz beschlossen, wäre dies das mittelfristige Aus für alle 20 Delfinarien in der Ukraine, weil Nachzuchten von Delfinen in den Anlagen selten sind. Ein Importverbotsgesetz für Meeressäugetiere in der Ukraine würden die Fänge von wildlebenden Delfinen im japanischen Küstenort Taiji erheblich reduzieren, da die Ukraine Tiere für ihre Show-Delfinarien aus Japan importiert. Die Ukraine ist eine der größten Drehscheiben für Im- und Exporte von Delfinen weltweit.

ProWal hat fast alle Anlagen für seine Recherchen besucht, in denen Delfine in Gefangenschaft gehalten werden. Zum ersten Mal gelang es, in einen für Zivilisten gesperrten Militärstützpunkt in der Ukraine zu kommen, um dort die kommerzielle Ausbeutung von Delfinen zu dokumentieren.



03.02.2012

February 3rd, 2012







Gemeinsamer Termin von ukrainischen Tierschützern, die Mitglieder der Kampagne zur Rettung der Delfine und gegen die kommerzielle Ausbeutung in Delfinarien sind und ProWal im Umweltministerium in Kiew mit dem Vize-Umweltminister der Ukraine, Igor Vildman.

Meeting of Ukrainian animal protection groups, who are members of the campaign to rescue the dolphins and who are opposed to any commercial exploit of any species of such, and ProWal with the vice-minister of EPA of the Ukraine, Igor Vildman, at the Ministry of Ecology and Natural Resources.



Vize-Umweltminister Igor Vildman:

„Ich bin der Freund Nr. 1 für die Delfine in der Ukraine!“

 
Zusammenfassung:

- Es werden Regeln zur Haltung von Delfinen in Gefangenschaft aufgestellt. 

- Im Sommer 2012 soll eine Delfinzählung stattfinden. 

- Die Fangnetze sind für Delfine gefährlicher als Delfinarien

- Das Ministerium könne keine Probleme mit Delfinarien regeln. Das ist Sache der Anwälte, weil Privateigentum. 

Antwort: Das Ministerium kann die Delfinarien sehr wohl kontrollieren. Die Delfine sind im Roten Buch aufgeführt, in dem steht, dass es verboten ist, Delfine gefangen zu nehmen und sie für den kommerziellen Gebrauch zu nutzen. 

Das spezielle Moratorium des Ministeriums für Umweltschutz der Ukraine verbietet diese aus ihrer ursprünglichen Umgebung zu entnehmen, wie z.B. im Schwarzen Meer.

Es kann nicht angehen, dass Delfine unter anderem aus Japan in die Ukraine importiert und dann anschließend in die Türkei, nach Armenien und Ägypten weiterverkauft werden und das Ministerium für den Export der Tiere eine Lizenz erteilt. Genauso wenig kann es sein, dass das Ministerium keine verbindlichen Regeln für die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft im eigenen Land erlässt.

- Wir verurteilen Dokumentenfälschungen über CITES und fordern eine genaue Nachprüfbarkeit der Herkunft der Delfine durch eine einzurichtende Gendatenbank. 

- Sie erkennen alle Gefahren und Probleme für die Delfine im Schwarzen Meer: Netze, Fischerei, Wasserverschmutzungen, Schiffskollisionen und Lärm. Wir verweisen aber auf den hauptsächlichen Grund unseres Termins: Schließung der Delfinarien und ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine in die Ukraine.

- Wir schildern unsere Erfahrungen mit den Delfinarien, die wir in der Ukraine besucht haben. Unter anderem sind die Delfinarien des Unternehmens „Nemo“ nicht zukunftsfähig. Sie sind auf reine Shows ausgerichtet und zeigen keine Bemühungen, um Delfine zu züchten. Sie sind auf Importe von wildgefangenen Delfinen angewiesen. Die Zuchtbemühungen in der Ukraine sind kläglich gescheitert. Bei zehn Geburten innerhalb 15 Jahren ist die Delfinzucht nicht nachhaltig. Bei einem ausnahmslosen Importverbot für wildgefangene Delfine droht den Delfinarienbetreibern ein Mangel an Tieren und das Problem Delfinarien wäre somit in der Ukraine mittelfristig erledigt.

Wir weisen darauf hin, dass die Ukraine den Weg in die EU sucht und Vollmitglied werden möchte. In der EU ist der Import von wildgefangenen Delfinen untersagt. Die Ukraine könnte jetzt schon ein wichtiges Zeichen setzen und die Vorschriften der EU umsetzen. Wir erläutern, dass wir ungeheuerliches Material bei unseren Delfinarieninspektionen dokumentiert haben und diese Form von Delfinarien in der EU nicht erlaubt sei. Wir werden einen ausführlichen Bericht der EU – Kommission in Brüssel und Herrn Baroso übermitteln. Herr Vildman sichert uns spontan zu, dass wenn wir ihm diese Vorgaben der EU übermitteln, die Ukraine diese dann auch 1 : 1 umsetzen wird! 

- Das Moratorium zum Fang von Delfinen im Schwarzen Meer soll in jeder Legislaturperiode von der Regierung verlängert werden. 

- Zusicherung einer Zusammenarbeit und dass wir jederzeit ins Ministerium kommen und uns mit Spezialisten austauschen können.


Die wichtigsten Zusagen zusammengefasst:

Das Fangverbot für Delfine im Schwarzen Meer wird unbefristet für immer weitere drei Jahre verlängert. Damit kommt die Ukraine auch den Zielsetzungen des ACCOBAMS-Abkommen nach.

Weiterhin wurde zugesagt, dass die Ukraine das Importverbot für wildgefangene Delfine in die EU 1 : 1 umsetzen wird. Eingeschlossen wäre damit auch, dass zukünftig keine wildgefangenen Beluga-Wale mehr in die Ukraine eingeführt werden dürfen.

Das ist ein enormer Schritt für den Delfinschutz, denn damit werden auch Delfinimporte aus dem japanischen Taiji verunmöglicht. Da die Delfinzucht in der Ukraine nicht nachhaltig ist, werden die ukrainischen Delfinarien keine Zukunft mehr haben und mittelfristig schließen müssen.

Eine zukünftige Zusammenarbeit in Sachen Delfinschutz wurde vereinbart.

Da die Ukraine eine Mitgliedschaft in der EU anstrebt, sicherte ProWal Herrn Vildman zu, der EU-Kommission und Herrn Baroso einen positiven Bericht über diese Vereinbarungen und dem Bestreben der ukrainischen Regierung für den Schutz der Meeressäuger zukommen zu lassen.



Vice- EPA-Minister Igor Vildman:

“I am the friend Number 1 and supporter of the dolphins in the Ukraine”

 

Summary:

-  Rules for keeping dolphins in captivity will be implemented.

-  During the summer of 2012 a head count of all dolphins will be performed.

-The catching nets are more dangerous for dolphins than the dolphinariums.

-  The Ministry cannot solve any problems concerning dolphinariums. That is a job for the lawyers, because it is private property.

Answer: The Ministry can definitely control the dolphinariums. Dolphins are listed in the “Red Book”, in which is written that it is prohibited to capture dolphins and to use them for commercial gain.

The special moratorium of the Ministry for Environmental Protection proclaims that it is prohibited to take the animals out of their natural environment, as for instance from the Black Sea.  

It cannot happen that dolphins amongst others be imported from Japan into the Ukraine and then sold to Turkey, Armenian and Egypt and the Ministry is agreeing to give the license for exporting the animals. It is also impossible to perceive that the Ministry is not able to enforce in their own country binding rules for the keeping of dolphins in captivity.

-  We decry the falsification of documents of CITES and demand a total verification of the origin of all dolphins by means of a up – to - date data bank. 

The problem for dolphins in the Black Sea are recognized: nets, fisheries, water pollution, collisions with ships and noise pollutions. We are emphasizing the main reason for the conference: closing of all dolphinariums and an import ban into the Ukraine for all dolphins without exception.

We are describing our experiences at the dolphinariums, which we visited in the Ukraine. For instance the dolphinariums owned by the “Nemo” group are not going to be able to function in the future. They are programmed mainly for shows and do not show any attempts to breed dolphins. They are dependent on imports of dolphins caught in the wild. The breeding attempts done in the Ukraine have failed miserably. Ten birth within the last 15 years will not sustain a breeding program. In case of an import ban on wild dolphins the dolphinariums operators will not have enough animals and the problem of keeping dolphinariums open would be solved in this manner.

We point out that the Ukraine is trying to obtain a status in the EU and want to become a full member. The EU prohibits the import of wild caught dolphins. The Ukraine could already now show their willingness to abide by the laws of the EU.

We can show that we collected an enormous amount of documented material during our dolphinarium inspections and can predict that this form of dolphinarium will not meet EU standards. We shall submit a detailed report to the EU-Commission in Brussels and to Mr. Baroso. Mr. Vildman spontaneously ensures us that if we provide him with the EU rulings he then will make sure that they are followed to the letter.

The moratorium of catching dolphins from the Black Sea is supposed to be enforced and renewed by the current government legislature. 

Agreement on cooperation and that we can access the Ministry at any given time and exchange ideas with specialists.

The most important agreements combined:

The prohibition of capturing dolphins in the Black Sea will be extended for three years from this point and continuously. With this the Ukraine will also achieve the goals of the ACCOBAMS-Agreement.

Furthermore, it was promised that the Ukraine will follow the import rules of the EU for wild caught dolphins to the letter. Included in this is that in the future no more wild Beluga whales will be imported into the Ukraine.

This is an enormous step for the protection of dolphins, because with this the import of dolphins from the Japanese Tajii will be stopped. Since the breeding of dolphins in the Ukraine has been a failure the Ukrainian dolphinariums will have no future and will have to close at length.

A future cooperation with the subject of dolphin-protection was agreed upon. 

Since the Ukraine is endeavoring an acceptance into the EU, ProWal promised Mr. Vildman to submit a positive report, about the agreements as well as the aspirations of the Ukrainian government for the protection of marine mammals, to the EU-Commission and Mr. Baroso 






Vize-Umwelt-Minister Igor Vildman, Dr. Volodymyr Domashlinets, Andreas Morlok, Dominic Haldi, Kate Polianskaya, Vika Ivanets, Mitglieder der Kampagne zur Rettung der Delfine und gegen die kommerzielle Ausbeutung in Delfinarien, die sich seit drei Jahren für die Schließungen der Delfinarien engagieren, und Andrew Randrianasulu, der extra aus St. Petersburg/Russland angereist war.


Vice EPA minister Igor Vildman, Dr. Volodymyr Domashlinets, Andreas Morlok, Dominic Haldi, Kate Polianskaya, Vika Ivanets, members of the “Campaign for the Saving of Dolphins and against the Commercial Exploit in Dolphinariums,” which has been active for three years and committed to close down the dolphinariums, and Andrew Randrianasulu, who traveled all the way from St. Petersburg, Russia.