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02.07.12


Touristen halten Walfang in Island am Leben

http://www.umweltjournal.de/AfA_politik/19288.php 

http://www.leine-blick.de/leineblick_nifredi/index.php?navi=artikel&artikel_id=7001

Tourists keep whaling alive in Iceland

http://www.scoop.co.nz/stories/WO1207/S00099/tourists-keep-whaling-alive-in-iceland.htm

http://www.vagaportal.fo/pages/posts/umhvorvisfelagsskapur-moti-islendskum-hvalabuffum-20964.php




ProWal recherchiert und interveniert in Island, um den kommerziellen Walfang zu beenden.





Offizielle Position Islands zum Walfang (Englisch):

http://www.fisheries.is/management/government-policy/whaling/nr/63


Die Isländer jagen heute zwei Walarten. Der Walfang ist rein kommerziell und hat mit Wissenschaft überhaupt nichts zu tun.



Die als bedroht eingestuften Finnwale werden nur für den Export nach Japan gefangen. Das Fleisch der Finnwale wird in Island nicht verkauft. An Zwergwalfleisch sind die Japaner wegen der hohen Kontamination mit Umweltgiften nicht interessiert.

Von der Regierung genehmigte Fangquote für 2012: 150 Finnwale




Minkwale werden nur für einheimischen Markt gefangen. Das Fleisch wird in Supermärkten und Restaurants in Island verkauft und wird nicht exportiert. 

Von der Regierung genehmigte Fangquote für 2012: 216 Zwergwale


Während beim Finnwalfang noch alles von den Walen verwertet wird, werden beim Fang der Minkwale nur die Filetstücke aus den Tieren herausgeschnitten und der Rest der Kadaver wieder über Bord geworfen.






Diese beiden Walfangschiffe, die auf die Jagd auf Finnwale spezialisiert sind, bleiben dieses Jahr im Hafen von Reykjavik. Wie uns zwei Arbeiter an Bord der Schiffe versicherten, haben die Japaner nach der Tsunami-Katastrophe kein Geld, um das Fleisch der geschützten und bedrohten Finnwale von den Isländern zu kaufen.






Diese beiden Walfangschiffe sind seit 1950, bzw. 1960 in Betrieb.






Hvalur hf. ist die einzige Walfanggesellschaft in Island, die Jagd auf die vom Aussterben bedrohten Finnwale macht.


















Alte Schiffe, aber mit modernster Technik ausgestattet.










Die Harpunen wurden abmontiert...






































Die Schiffe sind mit Kameras ausgestattet und werden überwacht. Fürchtet man weitere Anschläge? In der Vergangenheit wurden schon mehrere isländische Walfangschiffe von Tierschutzaktivisten zerstört, bwz. versenkt.


























Die Zerlegung der Finnwale findet auf einem Gelände außerhalb der Hauptstadt Reykjaviks statt.

Aktuelle Bilderserie:

http://www.flickr.com/photos/goecco/sets/72157594339825151/show/with/279916545/






In solchen Kartons wurde das gefrorene Finnwalfleisch nach Japan exportiert.











Da in vielen Supermarktketten und in Restaurants in Island das Fleisch von Zwergwalen (Minkwalen) angeboten wird und die beiden Walfangschiffe in Reykjaviks Hafen diese Walart nicht jagt, stellte sich uns die Frage, wer tötet dann die Minkwale für den einheimischen Markt?


Wir machten uns auf die Suche und fanden heraus, dass es weitere Walfangunternehmen in Island gibt! Unter anderem die beiden Unternehmen Hrefnuveiðimenn ehf und Útgerðarfélagið Fjörður ehf.

Auch fanden wir das Walfangschiff, welches die Minkwale abschlachtet, in einem kleinen Hafen in Hafnafjördur südlich von Reykjavik.

Die Minkwale werden in einem Gebiet getötet, in dem auch Whale-Watching-Touren angeboten werden! Tagsüber bestaunen die Touristen die Minkwale, abends werden die gleichen Wale getötet.



Hinten rechts befindet sich das Schiff, welches Minkwale jagt und tötet. Im Vordergrund links ist eine Schülergruppe, die das Rudern in kleinen Booten erlernt.









Skurriler Ort

An diesem Ort befand sich vor über 400 Jahren eine lutherische Kirche, die von Hamburger Islandfahrer errichtet wurde. Die Kirche wurde 1608 abgerissen. An gleicher Stelle wurde zur Erinnerung an diese Kirche ein Denkmal errichtet, welches 2003 vom damaligen deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau und dem isländischen Staatspräsidenten Ólafur Ragnar Grímsson enthüllt wurde. 

Nur wenige Meter von diesem Denkmal entfernt, liegt das Walfangschiff “Hafsteinn“  im Hafen von Hafnafjördur.






Denkmal und Walfangschiff...










Link mit Bild der Minkwaljagd:

http://www.utvegsbladid.is/frettir1/item/370-hvalkj%C3%B6t-%C3%A1-matse%C3%B0li-yfir-100-veitingah%C3%BAsa.html





Die Harpune ist mit einer Plane abgedeckt.





Am Donnerstagabend (21.06.2012 - 21.00 Uhr Ortszeit) war das Walfangschiff nicht mehr im Hafen. Es lief zu seiner nächsten Jagd auf Minkwale aus.

Am Mittag sind in Reykjavik von Whale-Watching-Booten aus Minkwale beobachtet worden!







http://www.internationalwhaleprotection.org/whalers/iceland/ship-table.html





in Restaurants in Reykjavik...














Minkwalfleisch gibt es hier schon ab 550 Isländische Kronen - etwa 3,40 €














Das Menü mit Minkwalfleisch kostet hier 4.190 Isländische Kronen - etwa 26,- €






Sushi-Restaurant im Hafen von Reykjavik - direkt neben den Whale-Watching-Veranstaltern ...














Ein Sushi-Stück mit Minkwalfleisch kostet 370 Isländische Kronen - etwa 2,30 €







Restaurant in Akureyri, welches Minkwalfleisch anbietet ...










Das Menü gibt es für 3.790,- Isländische Kronen = etwa 23,70 €








die in Island Minkwalfleisch verkaufen:



Kronan

Noatun

Bonus

Hagkaup

Samkaup

Netto

FK Fjardarkaup

Melabudin

Pin verslun

Kaupfelag


Verkaufs-Marketing für Minkwalfleisch - http://www.hrefna.is/Forsíða.aspx 


Nach einer Umfrage haben 86 % der Isländer in den letzten 12 Monaten kein Walfleisch gekauft!

Manche Isländer geben sich walfreundlich, essen aber dennoch Walfleisch. Wir trafen viele Isländer, die entweder noch nie oder nur einmal in ihrem Leben Walfleisch zum Probieren gegessen haben. Sie mögen den Geschmack des Walfleisches nicht, er sei tranig und fettig, auch wenn man das Fleisch vorher in Milch eingelegt hätte, um das Fett aus dem Fleisch zu ziehen. 

Die Bevölkerung ist gespaltener Meinung über den Walfang. Die einen befürworten und die anderen lehnen ihn rigoros ab. Viele Isländer, die in der Tourismusbranche arbeiten, fürchten wegen dem Walfang ein negatives Image für ihr Land.
Die isländische Regierung glaubt jedoch nicht, dass es mehr Touristen gäbe, wenn der Walfang eingestellt würde, versicherte uns ein Vertreter im Fischereiministerium.


Bonus in Reykjavik ...





















Kronan in Reykjavik...










Bonus in Akureyri ...

















Touristen sind für die Fortsetzung des isländischen Walfangs mitverantwortlich!


Die Nachfrage der Einheimischen nach Walfleisch ist geringer als das Interesse der Touristen einmal Walfleisch zu probieren!

Geschätzter Anteil des heutigen Walfleischkonsums in Island: 80 % Touristen - 20 % Einheimische!

Unzählige Restaurants bieten gegrilltes oder rohes Minkwalfleisch als Sushi an.

Würden Touristen, auch aus Deutschland, kein Walfleisch in Island mehr essen, der Minkwalfang wäre nicht mehr lukrativ und müsste eingestellt werden!



Weitere Infos zum heutigen Walfang (Englisch) - http://www.whalemuseum.is/whaling-iceland/modern-whaling/





Reger Handel in einem Laden in Reykjavik mit Gegenständen aus Walknochen und Zähnen/Elfenbein aus Gröndland. Der Handel mit solchen Produkten ist in der EU verboten.




















In Island gibt es mehrere Veranstalter, die Whale-Watching-Touren anbieten.

Eine Liste der Veranstalter:

http://www.whalemuseum.is/whale-watching/list-of-operators/



Wir nehmen an mehreren Whale-Watching-Touren teil, um mehr über die Populationen der isländischen Delfine und Wale zu erfahren und um an für uns wichtige Informationen über den isländischen Walfang zu gelangen.

Zudem wollen wir auch erfahren, wie stark die Lobby der Whale-Watching-Unternehmen ist, um eventuell gemeinsam gegen den isländischen Walfang vorzugehen.






































































Eine Liste der in Islands Gewässern vorkommenden Delfin- und Walarten (Englisch) - http://www.whalemuseum.is/whales-in-iceland/whale-species/






















































Kalt ist es am Rande des nördlichen Polarkreises ...






Diese Whale-Watching-Tour war eher eine Delfin-Watching-Tour. Eine Schule von Weißschnauzendelfine tümmelte sich in der Bucht vor Reykjavik. Wale gab es während der dreistündigen Ausfahrt keine zu sehen. Der Veranstalter bot den zahlenden Gästen an, kostenlos bei der nächsten Tour mitzufahren.

Brisant - In der Nähe werden Minkwale gejagt und getötet!






Die Weißschnauzendelfine machen sich wohl mit den Gästen an Bord des Whale-Watching-Bootes einen Spaß. Sie tauchen immer dort auf, wo die zahlenden Gäste sie nicht sehen können. Hier am Bug des Schiffes …






In Husavik gibt es zwei Veranstalter, die Whale-Watching-Touren anbieten.










































































































Ein ehemaliges Walfangschiff wurde zu einem Walbeobachtungsschiff umgebaut. Das Whale-Watching in Island wird immer beliebter. Die Firmen verzeichnen Rekordzuwächse. Mit lebenden Walen kann man immer wieder Geld verdienen, mit toten Walen nur einmal! Leider kam diese Botschaft noch nicht bei allen Isländern an!  


















Bei dieser Whale-Watching-Tour in Husavik trafen wir auf eine Schule von Weißschnauzendelfine und drei Minkwale mit einem Kalb. Wir hatten auch das Glück, zwei der seltenen Blauwale beim Fressen zu beobachten. Am 17.06.12 tauchte ein Blauwal gar vor dem Hafen in Husavik auf.  




























































































Begegnung mit einem Blauwal an der Grenze des nördlichen Polarkreises. Wir hatten das Glück gleich zwei dieser Giganten der Meere zu treffen. 

Obwohl die größten Lebewesen der Erde seit etwa 40 Jahren nicht mehr bejagt werden dürfen, hat sich ihr Bestand nicht wieder erholt. Weltweit gibt es Schätzungen zufolge nur noch etwa 10.000 dieser bedrohten Tierart.


















Dieses Tier wiegt mehr als alle 2.000 Einwohner von Husavik zusammen ...


























Trotz allem Spaß - Den Gästen wird nicht alles erzählt!

Heikles Thema – Vertuschung der wahren Natur

Was den Gästen an Bord der Whale-Watching-Boote bewusst verheimlicht wird, ist die Tatsache, dass die Orcas, die hier immer wieder gesichtet werden, nicht nur Fisch fressen. Es gibt zwei verschiedene Orca-Gruppen. Die eine frisst Fisch, die andere macht Jagd auf Minkwale! Die Gäste an Bord werden aufgefordert, ihre Kameras bei einer solchen blutigen Jagd auszumachen, denn es könnte das Image der Whale-Watching-Branche gefährden.






Tierschützer und Whale-Watching-Betriebe arbeiten zusammen.


Vorbildlich! Mitglieder von IFAW klären im Hafen von Reykjavik Touristen und Gäste von Whale-Watching-Touren über den isländischen Walfang auf und bitten diese, kein Walfleisch zu konsumieren. Würden Touristen kein Walfleisch mehr in Island essen, die Jagd auf Minkwale wäre nicht mehr lukrativ und müsste eingestellt werden. Der Konsum der isländischen Bevölkerung von Minkwalfleisch ist gering.










Link zur Aktion des IFAW - "Meet us - don`t eat us":


http://www.ifaw.org/deutschland/aktuelles/ifaw-buckelwale-halten-island-touristen-davon-ab-walfleisch-zu-essen








Link des Museums mit vielen interessanten Informationen:

http://www.whalemuseum.is/home/






Früher wurde das Gebäude, in dem heute das Walmuseum untergebracht ist, als Schlachthaus genutzt.














Auf dem Parkplatz liegen neben Mülleimer Knochen, Unterkiefer und ein Teil des Schädels von einem Buckelwal...














Delfin- und Walarten, die in den isländischen Gewässern vorkommen...











Früher waren Wale für die Isländer eine wichtige Nahrungsquelle. Da die Isländer nur über kleine Ruderboote verfügten, nahmen sie selbst kaum am Walfang teil. Sie konnten nur Wale töten, die vom Treibeis eingeschlossen waren. Auch wurden Kleinwale in flache Gewässer getrieben und getötet. 

Als ausländische Walfänger die Walbestände in isländischen Gewässern stark dezimiert hatten, erließ die Regierung 1915 ein Gesetz zum Schutz der Wale. 1928 wurde das Gesetz geändert und erlaubte den Isländern die Waljagd. 1935 begann in Island der moderne Walfang.

Als 1986 das Fangverbot der IWC in Kraft trat, hat Island ab 1989 keine Wale mehr getötet. Als 1991 das Walfangverbot durch die IWC verlängert wurde, trat Island aus der IWC aus und im Jahr 2002 wieder ein. Im Jahr darauf begann Island, trotz internationalen Protesten, mit dem wissenschaftlichen Walfang. Seit 2006 werden Finn- und Minkwale zu kommerziellen Zwecken getötet.


Die Geschichte des isländischen Walfangs (Englisch) - http://www.whalemuseum.is/whaling-iceland/history-of-whaling/


(Von einer langen Tradition des isländischen Walfangs kann also überhaupt nicht die Rede sein!)






Walfangstationen (1883 - 1989) und deren Tranerzeugung gemessen in Fässern (1 Fass = 120 Liter).







































Diese Explosionsharpune hatte sich 2003 im Netz eines Fischers verfangen. Die isländische Walfanggesellschaft Hvalur LTD hatte diese Harpunenart beim Walfang in den Jahren von 1948 bis 1989 zur Erlegung von größeren Walarten verwendet. Die vorderste Spitze der Harpune wurde rekonstruiert.





Die Walfangstation in Hvlalfjord bei Reykjavik war von 1948 – 1989 in Betrieb. Seit 2006 wird sie erneut zur Verarbeitung der Finnwale genutzt.


























Aktuelle Bilderserie:

Die Zerlegung eines Wals

http://www.flickr.com/photos/goecco/sets/72157594339825151/show/with/279916545/




Walfang indigener Völker (hier in Alaska)


































































Der Rest des Grönlandwals...








Auch in Gröndland wird indigener Walfang betrieben. Grönländer schlachten Wale jedoch nicht nur für den Eigenbedarf. In Grönland wird Walfleisch auch in Restaurants und Supermärkten verkauft und hat damit kommerziellen Charakter. Dänemarks Regierung fordert höhere Fangquoten.




Schlachtwerkzeuge und Jagdwaffen der isländischen Walfänger...



















Harpunenspitzen...











Mit diesem Gewehr wurden Delfine und Schweinswale erschossen...










Wühlkiste zum Anfassen!










Rückenflosse (Finne) eines Delfins...






Verwendung von Walknochen, Zähnen und Elfenbein


















Löffel aus Walknochen...





Schachfigur aus Walknochen...






Spielsteine für Backgammon aus Walknochen...






Diese Nadel aus Walknochen wurde benutzt, um Fischköpfe zum Trocknen aufzufädeln...






Nadelbehälter aus Walknochen...






Spindel aus Walknochen zur Seilherstellung...






Sitzgelegenheit aus dem Wirbelknochen eines Zwergwales...











Strandungen von Pottwalen auf Island










Warum stranden Zahnwale häufiger als Bartenwale?






Der Unterkiefer eines Pottwals, der 1998 im Süden Islands strandete und starb. Der Unterkiefer hat eine Länge von 3,85 Meter, was darauf schließen lässt, dass der Wal etwa 14 Meter lang und 40 - 50 Tonnen gewogen haben muss. Die Zähne haben in Island einen gewissen Wert. Das Fleisch wird nicht mehr genutzt.











Stoßzahn eines Narwales...















Der Schädel eines Cuvier`s Schnabelwals...











Schwanzflosse (Fluke) eines Delfins...






Schädel eines Delfins...






Wirbelsäule eines Delfins...







Schädel und Wirbelsäule eines Weißschnauzendelfins...










Skelett von einem Zwergwalkalb...






Das isländische Meeresforschungsinstitut verfolgt das Wanderverhalten dreier Zwergwale, die mit Satellitensendern ausgestattet wurden.







Bartenplatten eines Buckelwales...







Ein etwa zwei Monate alter Buckelwal-Fötus, der 1909 bei der Zerlegung des Muttertieres geborgen wurde...







Hoden und Penis eines Schweinswales. Männliche Wale haben, verglichen mit Körpergröße und Gewicht, die ausgeprägtesten Genitalien aller Säugetiere.







Diese Zähne wurden durchgeschniten, um Mithilfe der Jahresringe das Alter der Wale zu ermitteln...






Verschiedene Delfin- und Walskelette...







































Schädel eines Orcas (Schwertwal)















Finne eines Orcas...











Keiko "Free Willy", der in isländischen Gewässern ausgewildert wurde und vor der norwegischen Küste starb. 

























Neben dem Delfin- und Walfang gibt es noch weitere Gefahren für die Meeressäuger...






Wasserverschmutzung durch Öleinleitungen ins Meer...















Quecksilberkonzentration in Mensch- und Tierhaaren in Grönland...






PCB-Gehalt des Blutes von Frauen im gebärfähigen Alter. Die genommenen Proben überschreiten die Bedenklichkeitsstufen allgemeingültiger Gesundheitsrichtlinien.















Thunfisch-Konsum tötet auch Delfine!






















Unzählige Delfine und Wale verfangen sich in Fischernetzen und ertrinken...




Trächtige Schweinswalmutter, die sich in einem Fischernetz verfangen hatte und ertrank. Das Kalb war noch nicht geboren.







































Die Überfischung der Weltmeere gefährdet die Nahrungsgrundlage vieler Delfin- und Walarten...





In den 80er und 90er Jahren haben Fischer etwa 25 % ihres Fanges als unbrauchbaren Beifang wieder über Bord geworfen. Das entspricht 30 Milliarden Kilogramm pro Jahr.
























http://www.whalemuseum.is/whale-research/




in Kopavogur in der Nähe von Reykjavik.

http://www.natkop.is/english/





Vor zehn Jahren verhedderte sich dieser Orca in einem Fischernetz und ertrank. Der Kurator des Naturhistorischen Museums in Kopavogur, Hilma J. Malmquist, bekam den Kadaver zugesprochen, um sein Skelett zu präparieren. 

Der Orca wurde in einem feinmaschigen Netz auf dem Grund des Meeresbodens versenkt. Kleine Fische und Bakterien ließen nach 1,5 Jahren nur noch die Knochen übrig und das Skelett konnte präpariert werden.











Isländer essen Delfine! Illegaler Handel mit Delfinfleisch aufgedeckt!

Wie wir bei unseren Recherchen herausgefunden haben, werden in Island auch Delfine gegessen! Fischer, in deren Netze sich Delfine verfangen und sterben, haben das Recht, die Tiere zu verwerten und für den Eigenbedarf zu verwenden, sprich zu essen. Diese Tatsache kam uns merkwürdig vor, denn ein Fischer mit seiner Familie kann ja das Fleisch eines Delfins nicht alleine konsumieren. Wie wir herausgefunden haben und was uns ein Assistent im Fischereiministerium in Reykjavik bestätigte, gibt es in Island einen Schwarzmarkt für Delfinfleisch! Das ist zwar illegal und steht unter Strafe, ist jedoch gängige Praxis!

Wie wir auch herausgefunden haben, werden Orcas, die sich in Fischernetzen verfangen haben, von den Fischern erschossen, damit die Netze nicht zerstört werden!





Direktlink: http://eng.sjavarutvegsraduneyti.is/Login?Destination=/ministry/about/

Link Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Fischerei_und_Landwirtschaft_(Island)














Bei unserem Besuch beim isländischen Ministerium für Fischerei und Landwirtschaft in Reykjavik, welches für den isländischen Walfang zuständig ist, trafen wir stellvertretend für das Ministerium Valdimar Halldórsson. 

Wir waren ziemlich überrascht, als wir unsere gegensätzlichen Positionen zum isländischen Walfang austauschten.

Die Einstellung über die Wale des Beraters des Ministers war uns gleich suspekt, denn er gab uns zu verstehen, dass man gerne jeden Wal töten würde, wenn man nur könnte und dürfte, denn die Meeressäuger bedrohen die einheimischen Fischbestände, von denen Island abhängig wäre.

Wir entgegneten, dass viele Walarten, die sich in Islands Gewässern aufhielten, überhaupt keinen Fisch fressen und dass es wissenschaftlich belegt ist, dass die Wale Fischbestände nicht gefährden. Diese Behauptung brachten schon die Japaner vor Jahren vor, um ihren Walfang zu rechtfertigen und sie mussten diese nach veröffentlichten wissenschaftlichen Studien wieder kleinlaut zurückziehen. Der Zusammenbruch der weltweiten Fischbestände hat übrigens der Mensch zu verantworten und nicht die Wale, von denen es heute ja viel weniger gibt, als vor seiner industriellen Bejagung.

Auf unseren Hinweis, warum er denn die Fische als Eigentum Islands betrachtet, kam die Reaktion: „Wir haben das Recht, dass das was uns die Natur geschenkt hat, auch zu nutzen!“

Wir wurden harscher und warfen Herrn Halldórsson vor, dass sein Denken kleingeistig und egoistisch sei und er nicht nur die Interessen der Isländer im Vordergrund sehen kann. Finnwale sind eine bedrohte Art und dürfen weltweit nicht kommerziell bejagt werden. Zudem ist auch der Handel mit Finnwalfleisch international verboten. Warum ignorieren die Isländer weltweit international anerkannte Abkommen und fühlen sich durch ein eingelegtes Veto formaljuristisch nicht daran gebunden? Herr Halldórsson meinte daraufhin lapidar, dass es um Island herum doch genügend Finnwale gäbe und dass die paar getöteten Wale die Bestände nicht gefährden würden. Zudem sei die Waljagd in Island eine alte Tradition, die man nicht aufgeben wolle. Wir entgegneten, dass der industrielle isländische Walfang doch erst in den 1880er Jahren begann und von einer alten und langen Tradition also wirklich nicht die Rede sein.

Wir merkten, dass Herr Halldórsson keine wirklichen Argumente hat, um den Walfang seines Landes zu rechtfertigen.

Über die Kontamination des Walfleisches mit giftigen Schadstoffen, über die die vor etwa fünf Jahren eine Studie veröffentlicht wurde, wollte er nichts wissen. Die isländische Regierung ignoriert diese Studie und nimmt eine gesundheitliche Gefährdung von Menschen, die Walfleisch konsumieren, billigend in Kauf. Wir finden das ungeheuerlich.

Wir sprachen Herrn Halldórsson darauf an, dass wir recherchiert haben, dass Orcas, die sich in den Netzen verfangen haben, von Fischern erschossen werden und dass uns schon mehrere Isländer bestätigt haben, dass die Fischer illegal das Fleisch von Delfinen verkaufen, die in den Fischernetzen verendet sind. An und für sich rechneten wir mit einem Dementi von Herrn Halldórsson, aber dieses kam erstaunlicherweise nicht. Irgendwie provozierend bestätigte er uns, dass es in Island tatsächlich einen Schwarzmarkt für Delfinfleisch gibt. Wir fragten nach und merkten an, dass dies doch illegal sei und gegen Gesetze verstoßen würde. Er unterbricht uns mit dem folgenden Satz: „Natürlich ist das nicht legal, aber wissen Sie, wir Isländer sind doch alle eine große Familie und wenn man mir Delfinfleisch anbieten würde, ich würde nicht zögern und dieses dann auch zu kaufen. Mein Vater war auch Fischer und Delfinfleisch schmeckt ja schließlich vorzüglich.“

Wir hatten den Eindruck, dass die Meeressäuger keine große Lobby in diesem Ministerium haben. Nie würde man dort auf die Idee kommen, vorzuschreiben, Vergrämergeräte an die Fischernetze zu installieren, um Delfine und Wale vor dem qualvollen Ertrinken zu schützen. Niemand würde wohl eine Strafe verhängen, wenn jemand beim illegalen Delfinhandel erwischt werden würde. Delfine und Wale sieht man eher als lästig an, obwohl sich Herr Halldórsson darüber freute, dass die Whale-Watching-Branche boomt und immer mehr Arbeitsplätze schafft.

Wir trugen vor, dass eben gerade die Jagd auf Zwergwale dieser wichtige und boomende Wirtschaftszweig gefährdet, denn es ist nicht nachvollziehbar, dass im fast gleichen Gebiet, in dem die Whale-Watching-Betriebe den Touristen die Wale in freier Wildbahn zeigen, diese dann auch dort von den Walfängern abgeschlachtet werden. Wir sprachen mit allen Whale-Watch-Betrieben in Reykjavic und überall hörten wir Beschwerden über diese Regelung. Eine gebietliche Eingrenzung für die Walfänger würde wenigstens das Image der Whale-Watching-Betriebe nicht weiter schaden, denn diese leistet eine immens wichtige Aufklärungsarbeit zum Schutz der Meeressäuger. Eine gebietliche Einschränkung würde auch den Zwergwalfang in seiner Intensität beschränken, was dem Land sicherlich auch eine  weltweite Imageverbesserung einbringen würde.

Als wir dem isländischen Vertreter der Regierung mitteilten, dass wir über unser Gespräch die EU-Kommission in Brüssel und auch die Medien in aller Welt informieren würden, wurde ihm wohl klar, dass er mit seinen Äußerungen seinem Land sicherlich keinen Gefallen getan hatte. Hoffentlich kehrt bald Vernunft in den Köpfen der Verantwortlichen ein!

Der isländische Finn- und der Zwergwalfang wird mit Sicherheit nicht von heute auf morgen beendet werden können. Mit einzelnen wichtigen Schritten und mit einem langen Atem könnte er aber eines Tages der Vergangenheit angehören. ProWal wird sich weiterhin dafür einsetzen.






Wenn man durch Island reist, trifft man überall auf Fisch. Jedes Dorf scheint eine eigene Fangflotte und eine eigene Fischfabrik zu besitzen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Islands Gewässer überfischt sind.







Fisch, der an der Luft getrocknet wird ...















Nichts dazugelernt? Der Pleitegeier kreist weiterhin über Island!






Auch nach der Wirtschaftskrise in 2008, die Island mit voller Wucht getroffen hatte und nur durch Kredite der Weltbank und Ländern, wie Polen und Norwegen überhaupt einen Staatsbankrott verhindert werden konnte, scheinen die Isländer in ihrem Lebensstil keine großen Veränderungen vorgenommen zu haben. Viele Privatpersonen und Geschäfte gingen Pleite, was man auch in der Innerstadt von Reykjavik sehen kann. Viele Geschäfte stehen leer. Ein Busfahrer zeigte uns einmal bei einer Tour, welche Familien ihre Kredite nicht mehr zurückbezahlen konnten und ihren Bankrott erklären mussten. Er kam mit dem Zeigen seines Fingers von links nach rechts und nach vorne gar nicht mehr hinterher, so schlimm sei es gewesen. Er meinte, es ging alles wie vor 2008 weiter und er ist sich sicher, dass die nächste Krise kommen wird.

Wenn das geschieht, dann wäre die Aussicht groß, dass Island mit der kleinsten Währung der Welt als vollwertiges Mitglied in die EU aufgenommen wird. Es wäre das aus für den isländischen Walfang, denn der ist in der Gemeinschaft verboten. Beim Fischereiministerium sprachen wir dies an und man gab uns zu verstehen, dass sein Ministerium hofft, dass Island nie in die EU aufgenommen werden müsste.






ProWal wird sich weiterhin für die Beendigung des kommerziellen Walfangs in Island einsetzen.



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Island und der Walfang - http://www.dumontreise.de/artikel/island_und_der_walfang.htm


01.05.12 - Norweger und Isländer eröffnen Walfangsaison - http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.norwegen-norweger-und-islaender-eroeffnen-walfangsaison.690a4285-5dce-4553-8911-29a05d1dbb1d.html


08.05.12 - 150 Finnwale gerettet - Isländer sagen Walfang ab - http://www.n-tv.de/panorama/Islaender-sagen-Walfang-ab-article6213646.html

http://derstandard.at/1336435278673/Zu-geringer-Walfaenger-Lohn-Islaender-sagten-Jagd-auf-Finnwale-ab

 

Anmerkung ProWal: Mit großer Freude vernahmen wir heute, dass die erbarmungslose Jagd der Isländer auf die bedrohten Finnwale dieses Jahr nicht stattfindet. 150 dieser Giganten der Meere konnten dieses Jahr dem Tod entkommen, obwohl bereits eine Fangquote genehmigt wurde. Allerdings geht die Jagd der Isländer auf Zwergwale unvermindert weiter. Die ersten Wale wurden bereits erlegt. Fangquote für 2012: 216 Zwergwale.  


Mehr Informationen zum isländischen Walfang auch unter:

Walfang Island