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Über die Entwicklungen unserer Aktionen und allgemeine Neuigkeiten informieren wir Sie auf dieser Seite.


Einen Überblick über unsere aktuellen Aktionen erhalten Sie unter: Home


Februar 2017

Wichtige Online-Aktion zum Mitmachen - Verhinderung des ersten Delfinariums in Marokko, in das offenkundig Delfine aus Taiji eingesperrt und kommerziell ausgebeutet werden sollen!




Weitere Informationen und Teilnahmemöglichkeit unter: Marokko - Online-Aktion



23.02.17 - Pfusch und Pannen am laufenden Band in der Nürnberger "Delfin-Lagune" - http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/nach-panne-zoo-gelaende-in-nuernberg-mit-salzwasser-belastet-21705-art1490305.html


23.02.17 - Das geheime Leben der Delfine - Rückenkameras gewähren einzigartigen Blick auf die Meeressäuger - http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21190-2017-02-23.html


22.02.17 - Ein weiterer Delfin ist im Delfingefängnis Harderwijk/Holland gestorben - Letzten Samstag wurde sie 55 Jahre alt – nun ist “Skinny” tot – gestorben an einem bösartigen Tumor. Mit etwa fünf Jahren wurde sie vor der Küste Floridas ihrer Familie entrissen und ein halbes Jahrhundert wurde sie kommerziell ausgebeutet ohne je eine Aussicht darauf gehabt zu haben, jemals wieder das Meer zu spüren und es erleben zu dürfen. - http://www.telegraaf.nl/binnenland/27667423/__Stokoude_dolfijn_Skinny_overleden__.html


19.02.17 - Massenstrandungen: Sonnenstürme könnten Wale in die Irre führen - http://derstandard.at/2000052689998/Massenstrandungen-Sonnenstuerme-koennten-Wale-in-die-Irre-fuehren


19.02.17 - Genua - Protestmarsch für die Schließung aller Delfinarien - Mit Video - http://www.ilsecoloxix.it/p/genova/2017/02/18/ASngi3JG-animalisti_settembre_traffico.shtml


15.02.17 - Tatsächlich soll in Marokko nun ein neues Delfinarium gebaut werden!  

Wie aus dieser Meldung zu entnehmen ist, soll bei Agadir ein neuer Vergnügungspark gebaut werden. Neben einem Kino, Wasserpark, Campingplatz, Restaurants und Cafés soll dort auch das erste Delfinarium Marokkos entstehen. Die Betreiber wollen etwa 30 Millionen € investieren und versprechen 1.000 neue Jobs. Das Grundstück sei bereits gefunden und der Bau ist nur noch deshalb nicht gestartet worden, weil noch ein paar Genehmigungen fehlen. Das geplante Grundstück soll in einem Erdbebengebiet liegen.
 

Woher die Delfine kommen sollen, verschweigt der Betreiber wohlwissentlich! Absehbar, dass sie aus Taiji stammen werden. In Nordafrika (Ägypten und Tunesien) gibt es mehrere Delfinarien, die in der Vergangenheit allesamt Delfine aus Japan importiert hatten. Im tunesischen Friguia-Park wurde das Delfinarium letztes Jahr vorübergehend wegen Besuchermangel geschlossen und die Delfine an einen unbekannten Ort abgegeben (vermutlich in ein Delfinarium in der Türkei).
 

Wir werden mit einer ONLINE-AKTION versuchen, diesen geplanten Neubau zu stoppen!
 

https://www.moroccoworldnews.com/2017/02/207601/construction-agadir-land-agadir-camp-tourism-projects-suspended/


14.02.17 – Marianengraben - Tiefseegräben sind so stark belastet wie Industriegebiete - http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/marianengraben-tiefsee-ist-belastet-wie-industriegebiet-a-1134389.html


14.02.17 - Neuseeland  - Explosionsgefahr: Wale werden vom Strand entfernt - http://www.morgenpost.de/vermischtes/article209603491/Explosionsgefahr-Wale-werden-vom-Strand-entfernt.html


13.02.17 - Neuseeland warnt vor explodierenden Walkadavern - http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neuseeland-warnt-vor-explodierenden-walkadavern-nach-massensterben-a-1134319.html


13.02.17 - Enge und Lärm - So grausam werden Delfine transportiert - Tierschützer kritisieren schon lange die Haltung von Delfinen in Zoos und Delfinarien. Nun taucht ein Video aus Indonesien auf, das zeigt, wie grausam die Meerestiere dorthin transportiert werden. - http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/indonesien--so-grausam-werden-delfine-transportiert-7325434.html


12.02.17 - Erleichterung in Neuseeland - 240 gestrandete Wale schwimmen in Freiheit - http://www.n-tv.de/panorama/240-gestrandete-Wale-schwimmen-in-Freiheit-article19698594.html


11.02.17 - Neuseeland - Erneut 200 Wale gestrandet - https://www.tagesschau.de/ausland/neuseeland-wale-101.html


11.02.17 - Protest-Aktion in einem SeaWorld Delfinarium in Australien, an der sich etwa 20 Aktivisten beteiligten.

Anmerkung: Auch ohne gleich ins Wasser zu springen, kann man gegen die Gefangenschaftshaltung von Delfinen in Delfinarien mit dem gleichen Aufmerksamskeitsgrad demonstrieren - http://www.smh.com.au/queensland/sea-world-dolphin-show-sabotaged-by-justice-for-captives-animal-activists-20170211-guanq5.html


10.02.17 - Tragödie in Neuseeland - Mehr als 400 Grindwale gestrandet - Retter warteten auf die nächste Flut und brachten etwa 100 Tiere ins Meer zurück. Letzten Meldungen zufolge sind diese nun erneut gestrandet - http://www.dailymail.co.uk/news/article-4209902/Hundreds-whales-stranded-New-Zealand-beach.html


10.02.17 - Norwegen – Walfangquote um 119 Zwergwale für 2017 gegenüber 2016 erhöht.

http://www.epochtimes.de/umwelt/tierschuetzer-kritisieren-erhoehung-von-norwegens-walfangqote-a2042950.html  

Walfang-Quoten und tatsächliche Fänge seit 1992:

Walfang-Statistik Norwegen (Greenpeace) 1992 - 2013

https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/walfang-statistik-norwegen-07.02.2014.pdf  

Fangquote 2014: 1.286 - Tatsächlicher Fang: 736

Fangquote 2015: 1.286 - Tatsächlicher Fang: 660

Fangquote 2016: 880 – Tatsächlicher Fang: 591

Fangquote 2017: 999


07.02.17 - Vom Aussterben bedroht - Es gibt nur noch 30 weltweit: Darum rotten Asiaten die Vaquita-Delfine aus - http://www.focus.de/wissen/videos/vaquita-delfin-kurz-vor-dem-aussterben-darum-rotten-die-asiaten-den-meeressaeuger-aus_id_6611199.html


06.02.17 - Mehr als eine Tragödie – Delfin „Delfi“, einer der „Finland 4“, ist tot!

Einer der vier Delfine, die im August 2016 von dem letzten Delfinarium in Finnland in den Attica Zoo bei Athen gebracht wurden, ist nun tot. „Delfi“, ein Wildfang, der vor der Küste Mexikos seiner Familie entrissen wurde, starb angeblich an Herzversagen - er wurde 37 Jahre alt.

Jahrzehntelang kommerziell ausgebeutet, aber kein Geld für eine artgerechtere Unterbringungsmöglichkeit aufgebracht.

Die Geschäftsleitung des finnischen Delfinariums kündigte in 2015 die Schließung seines Delfingefängnisses wegen Besuchermangels an und zog dabei die Möglichkeit einer Schaffung von einer betreuten Meeresbucht für den Verbleib der vier Delfine in Erwägung. Dies wurde aber nie ernsthaft in Betracht gezogen. Man schob die Delfine lieber kostengünstiger in die berüchtigte Anlage nach Athen ab, in der in den letzten Jahren bereits sechs Delfine starben!

https://svenska.yle.fi/artikel/2017/01/26/en-av-sarkanniemis-delfiner-har-dott-i-grekland

Weitere Informationen über das Delfinarium in Athen unter:

http://walschutzaktionen.de/2881311/2629716.html



06.02.17





Kurzmeldung - Zurück aus China

Unsere fast zweiwöchige Reise in China ist zu Ende. Leider ist in China Facebook völlig blockiert und auch über Umwege, wie die VPN-Server im Ausland, war uns der Zugang zu Facebook unmöglich, sodass wir erst ab jetzt wieder über die Geschehnisse und erhaltenen Informationen berichten können.

Monatelang wurde diese Reise im Vorfeld geplant, um erstens herauszufinden, ob der dreijährige Eisbär „Pizza“ wirklich aus dem Einkaufszentrum in Guangzhou in ein größeres Gehege in einem anderen Ort, wo auch seine Eltern leben, weggebracht wurde, in dem er in einem kleinen „Zimmer“ in einem Aquarium eingesperrt war und elendig litt (die Medien berichteten weltweit und Tierschützer bezeichneten „Pizza“ als den ärmsten Eisbären der Welt). Angeblich sollte das Zimmer "optimiert und nachgerüstet" werden, um dann den Eisbären dort wieder „artgerechter“ einzusperren. Kurzum, „Pizza“ war nicht mehr dort und der Raum wurde tatsächlich umgebaut. Aber nicht mehr dafür, um dort Tiere einzusperren, sondern für die Besucher, die für einen Extra-Eintritt, einmal Kälte spüren wollen! Es schneit von der Decke und die Besucher stehen Schlange vor einer Tiefkühltüre. Belugawale sind in diesem Einkaufszentrum über zwei Etagen eingesperrt. Wir werden in Kürze ausführlicher darüber berichten.
Auch über einen Eisbären in einem anderen Delfinarium, der in einem Raum eingesperrt ist, der weniger als halb so groß ist, wie der von „Pizza“. Der Polarbär ist völlig am Verzweifeln! Er biss sich selbst und will nicht mehr leben! Wir werden baldigst eine Online-Aktion dazu starten und wir hoffen auf eine rege Beteiligung! Er muss da sofort raus!

Zweitens wollten wir in China in Delfinarien recherchieren, weil das Land mittlerweile zum größten Importeur von wildgefangenen Delfinen aus Taiji mutiert ist. Taiji kann die gigantische Nachfrage aus China kaum noch bedienen, da es dort mittlerweile über 30 Delfinarien gibt und ein Dutzend weitere Anlagen im Bau oder in der Planung sind und das Land deshalb nach weiteren Beschaffungsmöglichkeiten sucht, wie z.B. vor der Küste Namibias, um dort 100 Delfine im Jahr selbst fangen zu können. 

Wir recherchierten nun in sieben Delfinarien und werden unser gesamtes Material, welches wir dokumentiert haben, nach und nach veröffentlichen. Dringend wird auch hierbei ebenfalls Unterstützung benötigt, denn in China gibt es absolut keine Aufklärung über die Hintergründe der Delfinarien und Informationen darüber, woher die Delfine eigentlich stammen. Die Dokumentation „Die Bucht“ gab es zwar auch in Chinesisch bei YouTube, aber was nützt es, wenn in China auch diese Video-Plattform gesperrt ist und keiner dort etwas davon erfährt? Leider rein gar nichts! Andere Plattformen für Veröffentlichungen müssen deshalb schnellstens gesucht und gefunden werden, um auch dort Prozesse in Gang zu bringen. Es gibt viele Tierschutzvereine in China. Sicherlich gibt es deshalb auch gute Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Um die Delfin-Hölle in Taiji zu beenden, muss die Nachfrage nach weiteren Delfinen gestoppt werden und deshalb müssen die Delfinarien geschlossen werden! Es führt kein anderer Weg daran vorbei! Dass dies durchaus möglich ist, haben ProWal und das WDSF mit insgesamt sieben erreichten Schließungen in verschiedenen Ländern in den letzten Jahren vorgemacht. Es gibt weltweit etwa 350 Delfinarien. Der Zeiger in West-Europa steht auf Schließungen, in Osteuropa auf Stagnation und in Asien auf Boom (mit wenigen Ausnahmen, wie SeaWorld in Hongkong). Wir möchten betonen, dass es sehr wichtig ist, dass alle Delfinarien geschlossen werden müssen, auch wenn manche mittlerweile mit wildgefangenen Delfinen direkt aus Japan nichts mehr zu tun haben. Allesamt geben schlechte Vorbilder ab, wie z.B. das Delfinarium in Duisburg, deren Show-Elemente, wie das Schlauchbootziehen mit einem Besucherkind durch einen Delfin, gerade auch in Chinas Delfinarien übernommen wurde!

Drittens waren wir auf der Suche nach Tierheimen und Tierschutzorganisationen in China, welche sich gegen das Hundefleisch-Festival in Yulin engagieren. Wir wollten uns selbst ein Bild von der Situation machen und fanden ein Tierheim in einer Vier-Millionen-Stadt, welches als einziges für mehrere Hundert Hunde, darunter auch viele, die keine Chance mehr auf eine Vermittlung haben, eine Unterkunft bietet. Etwa 60 Hunde davon wurden letztes Jahr von diesem Tierheim vor dem Kochtopf vor dem Festival aus Yulin gerettet. Privat sind dort die Katzen untergebracht. Obwohl ein Wandel in den Köpfen im Gange ist, die Polizei erschießt z.B. in Guangyuan keine Straßenhunde mehr, sondern bringt sie ins Tierheim, erhält das Tierheim keine staatlichen oder städtischen Unterstützungen.
Zusammen mit der Tierheimleiterin besorgten wir mehrere Hundert Kilogramm Tierfutter und alles was für die Versorgung der Tiere benötigt wurde. Weiteres Futter und Notwendigkeiten für die Versorgung der Tiere können durch ein Geld-Depot in den nächsten Wochen beschafft werden - es war gerade das Neujahrsfest, welches in China über eine Woche lang gefeiert wird und deshalb viele Geschäfte geschlossen hatten. Bei einem Tierarzt richteten wir zudem ein Guthabenkonto ein, damit die Tiere weiterhin medizinisch versorgt und auch kastriert werden können. Nicht alle Hunde waren bis jetzt kastriert worden und manche hatten schon wieder Nachwuchs. Wir vereinbarten eine engere Kooperation und schmiedeten auch Pläne, was wir alle für ein Verbot des Hunde-Festivals, welches am 21. Juni in Yulin wieder beginnt, tun können.

Mehr Informationen dazu dann auch in der nächsten Zeit auf unserer Webseite, die wir nach und nach aktualisieren werden.

An dieser Stelle danken wir allen Unterstützern, die es uns überhaupt ermöglichen, unsere Tierschutzarbeit zu finanzieren und fortzusetzen!

Andreas Morlok
CEO ProWal



30.01.17 - Baby-Delfin stirbt nach Selfie mit Touristen - http://www.bigfm.de/buzzhaltestelle/18024/baby-delfin-stirbt-selfie-Touristen


25.01.17 – Zoo Nürnberg - Zeitplan für Sanierung der Delfinlagune unklar - http://www.sueddeutsche.de/bayern/nuernberg-zeitplan-fuer-sanierung-der-delfinlagune-unklar-1.3349023


19.01.17 - Nord- und Ostsee - Da freuen sich Wale: Hamburg bekommt leises Forschungsschiff - http://www.abendblatt.de/hamburg/article209328995/Da-freuen-sich-Wale-Hamburg-bekommt-leises-Forschungsschiff.html


18.01.17 - Mehr als 80 Tiere an Floridas Küste verendet - MysteriösesDelfin-Sterben gibt Rätsel auf! - http://www.bild.de/news/ausland/delfin/delfin-sterben-in-florida-gibt-raetsel-auf-49833294.bild.html 

http://www.reuters.com/article/us-florida-whales-idUSKBN1511IF


18.01.17 - Nachtrag – Ergebnis der Weihnachts-Tombola 2016  

In einem Einzelhandelsgeschäft in Magdeburg fand ab Anfang Dezember 2016 eine Tombola zur Unterstützung unserer Tierschutzaktionen statt.  


http://walschutzaktionen.de/3212852.html  

Im Vorfeld riefen wir dazu auf, Sachpreise für diese Aktion zu spenden. Viele Privatpersonen, Vertreter von Brauereien, Firmen und auch eine Polizei-Dienststelle zeigten sich großzügig und stellten Preise zur Verfügung.  

Nun steht das Ergebnis fest:  

Die stattliche Summe von 1.106,82 EUR wurde bei dieser Aktion gesammelt!  

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Spendern und Unterstützern für diese Aktion und vor allem bei Jacqueline Jaritz, welche diese Tombola überhaupt ermöglichte und auch durchführte!  

Wir werden den Erlös nun vollumfänglich für unsere Tierschutzaktionen zum Schutz von Delfinen und Hunden & Katzen in China verwenden, die nun an diesem Wochenende beginnen.  

Weitere Informationen dazu unter:


http://walschutzaktionen.de/3128352.html  

Andreas Morlok
CEO ProWal






17.01.17 - Tödliche Gefahr: Hainetze töten mehr Delfine und Schildkröten - http://www.news38.de/welt/article209302865/Toedliche-Gefahr-Hainetze-toeten-mehr-Delfine-und-Schildkroeten.html



17.01.17  

Stellte Hauptsponsor EPSON nach Online-Protesten Sponsoring für japanisches Delfinarium ein?  

Ende 2015 besuchten wir das EPSON-Delfinarium in Tokio und stellten dort katastrophale Haltungsbedingungen fest.  

Das Delfinarium befindet sich im "Epson Aquapark" in dem Stadtteil Shinagawa in Tokio in einem riesigen Gebäudekomplex. Neben dem Prince-Hotel mit seinen 3.600 Zimmern, befinden sich dort auch Shopping-Malls, Restaurants, Bowling-Bahnen, Schwimmbäder, Parkhäuser, etc.  

Fünf Große Tümmler, vier Weißseiten-Delfine und zwei Kleine Schwertwale (False killer whales) fristeten damals in einem winzigen Show-Becken und in einem kleinen Außenbecken bei einem Parkhaus ihr Dasein. Ein Seehund war zudem in einem winzigen Käfig eingesperrt.  


Video:   
https://www.youtube.com/watch?v=Mg_LjQqdBKc&feature=em-upload_owner    

Der Eigentümer dieses Delfinariums ist das japanische Firmen-Konsortium Seibu-Group, welches durch ihren Hauptsponsor EPSON unterstützt wurde. EPSON gehört zu den weltweit größten Herstellern von Druckern, Scannern, digitalen Fotoapparaten, Personal Computern, Laptops, etc. Vor und in dem Delfinarium, auch auf Flyern, war das Konterfei von EPSON überdimensional präsent und die Firma profitierte davon auch mit dem Verkauf seiner Produkte!  

Ende 2015 erstellten wir eine Online-Aktion auf unserer Webseite und auch bei Facebook, bei der sich jeder u.a. auch bei der Firma EPSON über seine inakzeptable Unterstützung für diese Tierquälerei beschweren konnte.  


http://walschutzaktionen.de/2915211.html  

Vor ein paar Tagen führten wir eine weitere Recherche in diesem Delfinarium durch. Die großen Werbetafeln mit dem Schriftzug EPSON sind überall ausgetauscht worden. Der Name EPSON war nirgendwo mehr zu lesen! Auch auf den Werbe-Flyern des Delfinariums und auch auf diversen Webseiten sind der Name und auch das EPSON-Logo nirgendwo mehr zu finden!  

Wir werden die Firma EPSON kontaktieren, um herauszufinden, ob ihr Sponsoring für dieses Delfinarium eingestellt wurde, was natürlich hinsichtlich der fehlenden Werbung und auch finanzieller Unterstützung gegen diese Anlage ein großer Erfolg wäre!  

Bei der Recherche jetzt im Januar 2017 stellten wir fest, dass ein Kleiner Schwertwal fehlte. Ob er verstarb oder an ein anderes Delfinarium abgegeben wurde, ist uns nicht bekannt. Die Show, welche noch vor einem Jahr über 1.000 Besucher anlockte, scheint heute kein Magnet mehr zu sein. Etwa 100 Personen verloren sich auf den weiten Rängen. Wir werden dazu noch berichten.  

Wir warten nun die Antwort von EPSON ab und werden dann die Online-Aktion gegen den Betreiber (Prince-Hotelkette und deren Vermittler) erneuen, bei der sich dann hoffentlich auch wieder viele beteiligen werden.  

Andreas Morlok
CEO ProWal


2015



2017



2015



2017





16.01.17 - Australien kritisiert japanischen Walfang im Südpolarmeer - http://www.stern.de/video-australien-kritisiert-japanischen-walfang-im-suedpolarmeer-7284202.html


15.01.17





Taiji – Ein Höllenort für Delfine ohne ersichtlichen Wandel – Strategiewechsel erforderlich!  

Seit 2010 besuchte ich den Fischerort Taiji in Japan nun das vierte Mal, um mir auch ein persönliches Bild von der Situation vor Ort und dem Werdegang zu verschaffen. Addiert werden diese Besuche noch von Teams, welche für meine Organisation ProWal in und um Taiji Undercover-Aktionen zum Schutz der Delfine durchführten und ebenfalls Erfahrungen sammelten.  

Warum es nun an der Zeit ist, über einen Strategiewechsel nachzudenken, darauf komme ich gleich zurück. Zuvor möchte ich noch schildern, wie ich überhaupt auf diesen Höllenort für Delfine, auf Taiji an der japanischen Pazifikküste gelegen, überhaupt aufmerksam wurde.  

In 2008 lud Jürgen Ortmüller vom WDSF, den ich bei der IWC-Tagung 2003 in Berlin kennenlernte, den ehemaligen Delfintrainer und Tierschutzaktivisten Ric O`Barry zu einer gemeinsamen Demonstration nach Berlin ein, bei der wir am Brandenburger Tor und vor dem Reichstagsgebäude ein Gesetz für ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine nach Deutschland von der damaligen Bundesregierung forderten. Damals waren in Deutschland noch vier Delfinarien in Betrieb. Die Delfinarien im Heide Park in Soltau und im Allwetterzoo in Münster wurden durch langjährige Interventionen durch ProWal und dem WDSF geschlossen. Das damals geforderte Importverbot wurde jedoch nicht beschlossen, obwohl es durchaus Politiker und auch Parteien gab, welche unsere Forderung unterstützten. Parteiübergreifend fand sich für ein solches Gesetz bis heute keine Mehrheit, obwohl es immer wieder von einzelnen Parteien, zuletzt von Bündnis 90/Die Grünen im Oktober 2016, gefordert wurde.  

Bei der damaligen Demo in 2008 zeigte mir Ric O`Barry auf seinem Laptop Filmszenen, welche die grausamen Delfinjagden in Taiji dokumentierten. Es waren Ausschnitte, die für die mittlerweile weltbekannte Dokumentation „The Cove - Die Bucht“ vorgesehen waren.  

https://archive.org/details/DieBucht2009    

Ich konnte damals gar nicht glauben, zu was Menschen überhaupt fähig waren! Dass die Delfine in Delfinarien nicht vom Himmel in Betonbecken reinfielen, war mir ja klar, aber dass Menschen so brutal und so erbarmungslos mit unseren Mitgeschöpfen umgingen, das raubte mir damals alle Sinne.  

Mit Jürgen Ortmüller reiste ich in 2009 zum Film-Festival nach Hamburg und traf dort erneut Ric. Damals wurde bei diesem Event die Dokumentation „The Cove - Die Bucht“ vorgestellt, welche reihenweise Preise abräumte und gar mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Obwohl dieser Film bereits eine Freigabe ab sechs Jahren erhielt und die schlimmsten Szenen, gerade über den langen Todeskampf und den Schlachtungen der Delfine in Taiji nicht ausführlich gezeigt wurden, wurde mir deutlich vor Augen geführt, dass dies alles eine bittere Realität war. Mich ließen diese Bilder nie mehr los und ich wollte viel mehr über die Hintergründe und Zusammenhänge erfahren, um auch zu erkennen, was man dagegen unternehmen kann.  

Meine erste Reise führte mich dann bereits im Jahr 2010 nach Taiji. In den Jahren darauf und nun zuletzt in den ersten zwei Januar-Wochen 2017 bereiste ich erneut Japan und immer stand auch ein Besuch in Taiji an. Deshalb erlaube ich mir, meine persönlichen Eindrücke über den Werdegang in diesem kleinen Fischerort in den letzten Jahren zu beschreiben. Manche Aktivisten befanden sich gar mehrere Monate an diesem Ort und diese haben sicherlich ihre ganz eigenen Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Ich möchte nun von meinen berichten und werde hier keine Analyse über die Fänge von den sieben Arten aufstellen, die in Taiji bejagt werden „dürfen“, sondern auf das Drumherum eingehen.  

In 2010 waren neben einigen Privatpersonen mehrere Tierschutz-/Umweltschutz-Gruppen vor Ort, die mit einer relativ hohen Anzahl an Personen auftraten, welche die Delfinfänge und auch das Morden der Meeressäuger dokumentierten. Meistens waren es Aktivisten aus dem Ausland, aber es gab durchaus auch Japaner, die sich als Privatpersonen in Taiji aufhielten, welche auch diese Treibjagden verurteilten. Damals stellte ich auch noch eine tolle Zusammenarbeit zwischen allen Organisationen und Privatpersonen fest. Man half und unterstützte sich gegenseitig, ging gemeinsam zum Essen und tauschte Informationen aus. Damals war ich noch voller Hoffnung, dass sich durch die Präsenz von Privatpersonen und Organisationen aus dem In- und Ausland etwas bewirken lässt. In aller Ausführlichkeit konnten die Delfintreibjagden mit all ihren Abscheulichkeiten dokumentiert werden. Medien rund um die Welt veröffentlichten Berichte und auch in Japan selbst wurden über diese Massaker an wehrlosen Tieren berichtet.  

Weil das Internet in Japan nicht zensiert ist und jeder auf alle Berichte zugreifen kann, ist es ein Fehlglaube und eben auch ein Märchen anzunehmen, dass die japanische Bevölkerung rein gar nichts über die Vorgänge in Taiji weiß. Die Präfektur Wakayama gilt in Japan zwar als Provinz, aber sie ist, gerade in der Region um Taiji, wegen ihrer schönen Landschaft, dem höchsten Wasserfall Japans, vielen Bademöglichkeiten im Sommer und auch wegen der kulinarischen Küche bei Japanern ein beliebtes Reise- und Urlaubsziel. Kaum ein Tourist wird die Fülle von angebotenem Delfin- und auch Walfleisch, welches hauptsächlich in Geschäften und Restaurants in der Region angeboten werden, übersehen. Ob das Walfleisch aus eigenen Fängen oder aus Finnwal-Importen von der Firma Hvlur aus Island stammt, war nicht feststellbar. Der Preis für ein Kilogramm betrug jetzt im Januar 40 – 60 €.  

Zudem finden alljährlich in acht Präfekturen Japans Delfintötungen statt, die den Japanern sicherlich auch nicht unbekannt geblieben sein dürften. Bis zum Jahr 2003 wurden in dem Ort Futo, ebenso wie in Taiji, die Delfine an der Küste abgeschlachtet. Die anderen Delfintötungen, bei denen die meisten Tiere umgebracht werden, finden auf dem offenen Meer vor der japanischen Küste statt und haben bisher leider so gut wie überhaupt keine Aufmerksamkeit erfahren! Ich frage mich schon länger, warum eigentlich nicht? Warum ist der Fokus rein nur auf Taiji ausgerichtet?  

Grundsätzlich habe ich vor jeder Person, die nach Taiji reist, unabhängig davon, ob diese eine Privatperson ist oder einer Organisation angehört, absoluten Respekt. All diese Menschen, welche ihre Freizeit oder ihren Urlaub dafür verwenden, dort zu sein, wo für mich der schlimmste Ort für Delfine auf diesem Planeten ist, sind etwas Besonderes! Sie nehmen meistens nicht nur eine lange Reise auf sich, bezahlen ihre Kosten für Kost und Logis meist aus ihren eigenen Geldbeuteln, sondern sie riskieren auch ihr eigenes Seelenheil. Ich sah schon viele Menschen, darunter auch gestandene Männer, die während den Schlachtungen weinten. Menschen aus verschiedenen Ländern dieser Erde teilten sich die gleichen schrecklichen Erfahrungen und sie lagen sich gegenseitig tröstend in den Armen, wohlwissend, dass sie dazu verdammt waren, nichts gegen diese Abartigkeit in diesen Momenten unternehmen zu können. Alle, welche das freiwillig auf sich nahmen, sind für mich großartige Menschen, die einen Ort besuchten, wo es scheinbar keine Menschlichkeit mehr gibt. Ich wünsche mir so sehr, dass alle dieser wunderbaren Menschen diese Eindrücke verkraften konnten und keiner mit anschließenden psychologischen Problemen zu kämpfen hatte!  

Die Geräusche des Hämmerns auf Metallstangen, wenn die Delfinkiller auf ihren Booten die Delfine vor sich hertrieben, die Motorengeräusche der kleinen Boote, wenn sie andauernd vor- und zurückfuhren, um die Delfine in Der Bucht in Schach zu halten und dabei auch noch rücksichtslos über die Tiere hinweg zufahren und die gesehenen Bilder von orientierungslosen Delfin-Babys, die neben ihren toten Müttern im blutroten Wasser am Ende des Massakers ertränkt wurden und auch der Anblick von toten Delfinen, die noch vor der Schlachtung an Stress gestorben waren, werden mich und sicherlich vielen, die das auch erlebt haben, wohl bis an das Ende meiner und deren Tage begleiten.  

Vieles hat sich im Laufe der Jahre in Taiji zum Negativen für die Aktivisten verändert, aber die Delfinfänge gehen ungehindert weiter. Ich stelle mir schon länger die Frage, ob die hier angewandten Strategien wirklich eines Tages zur Beendigung der Delfintreibjagden beitragen? Ich habe Bedenken und auch große Skepsis, denn mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es an der Zeit ist, dass zumindest vorübergehend andere und auch neue Wege gegangen werden müssen!  

Silvester bei der Immigrationsbehörde  

Bei meinem jetzigen Besuch im Januar 2017 in Japan wurde ich von der Immigrationsbehörde am Flughafen in Osaka fünf Stunden lang befragt, was meine Beweggründe für meinen Besuch in Japan seien. Ich durfte letztendlich in das Land nur unter der Bedingung einreisen, wenn ich per Eid und das auch schriftlich versicherte, dass ich die japanischen Gesetze befolgen und die Fischer und die Polizei bei ihrer Arbeit nicht stören würde. Ich erhielt auch nicht, wie bisher, einen Aufenthaltsstatus von 90 Tagen in meinen Reisepass geklebt, sondern musste Japan nach 15 Tagen wieder verlassen! Eine Begründung für diese Auflagen wurde mir nicht genannt. Das ist skandalös, denn noch nie habe ich persönlich gegen japanische Gesetze verstoßen. Man ist wohl schon verdächtig, wenn man öfters in Japan einreist! Es gibt viele Aktivisten, welchen bereits die Einreise nach Japan schon völlig untersagt wurde. Dies alles schließe ich auf den Wandel in Taiji zurück, welcher sich in den letzten Jahren dort vollzog.  

In 2010 konnte man sich in Taiji noch relativ frei bewegen. Natürlich gab es damals auch schon Polizeikräfte vor Ort, aber nicht in solch einer Größenordnung wie es heute der Fall ist. Mächtig wurde aufgerüstet. Direkt an der Straße zur BUCHT gab es damals noch keine zusätzliche Polizeistation. Es gab nur einen Parkplatz, der heute völlig gesperrt ist. Ein stark motorisiertes Schlauch-Boot der Küstenwache, welches im Hafen von Taiji stationiert ist und jedes Mal bei einer erfolgreichen Treibjagd die Schlachtbucht absichert, gab es vor Jahren auch noch nicht. In 2015 war gar ein ein großes Schiff der Küstenwache vor Ort, welches Kanonen an Bord hatte.  

Chaoten aus Deutschland demolierten in Taiji einmal ein Denkmal und sorgten für viel Wirbel mit der Folge, dass Laptops und Handys beschlagnahmt wurden.  

In Taiji macht heutzutage keiner einen Schritt mehr, ohne dass die Polizei einen begleitet oder gar verfolgt. Gleich drei Autos, darunter auch Zivilfahrzeuge, verfolgten mich, als ich am Wal-Museum vorbeiging, welches etwa 500 Meter von der Schlachtbucht entfernt liegt. Ich wollte in einem Shop ein Ticket für eine kurze Bootsfahrt kaufen, um in einem Nachbarort in mein Hotel zurückzukehren. Zwei Polizisten begleiteten mich bis an die Türe des Ladens und ich bedankte mich bei ihnen für ihre „Fürsorglichkeit“ und dass ich die Türe nun selbst finden würde. Natürlich folgten noch Fragen, wo ich seit dem Morgen war, was ich jetzt und morgen tun würde, etc.  

Eine gewisse Polizeipräsenz finde ich zum Selbstschutz ja in Ordnung, denn es gibt auch einige Chaoten, wie die Nationalisten, die den Aktivisten dort gerne auch eine Lektion auf ihre Art erteilen würden. Aber der Aufwand und auch die Repressalien dort sind wohl kaum noch zu toppen. Ich selbst habe mitbekommen, wie jetzt ein deutsches Pärchen Taiji bereiste und diese von der Polizei über den Grund ihres Daseins befragt wurde.  

Nicht nur, dass ihr Auto von oben bis unten und ihr mitgeführtes Gepäck akribisch durchsucht wurde, nein, ihnen wurden gar die Abdrücke von ihren Händen und allen Fingern abgenommen und es gipfelte darin, dass sie gar ihre Schuhe bei der Polizeiwache ausziehen mussten, von denen dann auch Abdrücke der Sohlen gemacht wurden! Mir wurde diese Prozedur auch „angeboten“, die ich aber bestimmt und höflich ablehnte, was akzeptiert wurde!  

Diese Kontrollen hatten wohl auch den Hintergrund, dass die Polizei auf der Suche nach einer oder mehreren Personen waren, die angeblich ein Loch in ein Netz von einem Sea Pen des DolphinBase geschnitten hätten, durch das angeblich Delfine entkommen seien. Ich halte das persönlich für Unfug und für eine Erfindung des DolphinBase, welches einer der drei dortigen Delfinhändler ist, um das Leben der Aktivisten dort noch mehr zu erschweren. In 2014 dokumentierte ich, wie genau an diesem Ort sich mehrere Delfine außerhalb des Seegeheges aufhielten. Sie sprangen wohl über die Absperrungen und schwammen aber nie weit davon entfernt, obwohl sich das offene Meer nicht weit davon befindet. Die Abrichter des DolphinBase wissen zu genau, dass die sozialen Tiere ihre Artgenossen nicht zurücklassen würden und sahen das dort damals ziemlich gelassen, da sie diese Vorgänge wohl schon länger kannten. Über eine Schleuse, die mit ein paar Handgriffen geöffnet werden kann, schwammen die Delfine wieder in ihr Gefängnis zurück. Nur ein Idiot, der keine Ahnung von Delfinen hat, würde ein Loch, welches sehr klein ausfallen würde, in ein Netz dort rein schneiden. Delfine haben Angst davor, weil sie eben nur vorwärts schwimmen können, enge Passagen zu durchschwimmen.  

In den letzten Jahren und insbesondere dieses Jahr konnte ich immer mehr Einschränkungen feststellen. Wege, die bisher offen waren, wurden wohl aus vorgeschobenen Gründen gesperrt. Auf einen Aussichtshügel, um die Delfintreibjagden beobachten zu können, kam ich dieses Mal erst gar nicht, weil der Zugang mit einem Baustellenschild versperrt war. Bauarbeiter oder Baufahrzeuge sah ich jedoch dort keine.  

Eine echte Zusammenarbeit zwischen den Organisationen konnte ich in den letzten Jahren leider nicht mehr feststellen. Man kocht halt gerne seine eigene Suppe.  

Die „Tradition“ wird verborgen, was zu ungenauen Zahlen führt.  

Eine Bestimmung der Arten, welche in Die Bucht getrieben werden, ist noch möglich. Auch die Anzahl der in Gefangenschaft genommenen Tiere ist noch überprüfbar, aber die Anzahl der getöteten Meeressäuger basieren wohl auf Schätzungen. Erstens fand die Schlachtung von zum Beispiel 30 – 35 Streifen-Delfinen am 5. Januar d. J. innerhalb von wenigen Minuten statt, was ich vom Strand von Der Bucht aus, als Einziger (andere Aktivisten befanden sich auf dem Tsunami-Hill) neben zwei Personen von der Küstenwache auf einem Boot und vier weiteren an Land, selbst dokumentiert habe und zweitens ist Aufgrund von aufgehängten Planen in der Schlachtbucht und beim Schlachthaus im Hafen von Taiji ein Zählen nicht mehr möglich. Die Schlachtbarkasse ist seit Jahren nicht mehr im Einsatz und auf den kleinen Transportbooten liegen Planen über den Tieren.  

Deutlich wird dies auch bei den Statistikzahlen von CetaBase. Dort werden immer öfters gerade Zahlen wie 20, 30 oder 50 genannt. Genaue Zahlen sind also nicht mehr feststellbar.  

http://www.cetabase.org/taiji/drive-results    

Damit sich etwas überhaupt ändern kann, braucht es Veränderung!  

Dies sind alles Resultate jahrelanger Dokumentationen, die vor Ort durchgeführt wurden. Nichts ist dafür einfacher geworden, im Gegenteil, alles hat sich erschwert. Die Anzahl der Aktivisten vor Ort hat in den letzten Jahren rapide abgenommen, was eigentlich sehr begrüßenswert ist. Um nach wie vor in Taiji zu recherchieren und zu dokumentieren reichen meines Erachtens auch insgesamt zwei Personen aus.  

Die Jahre der Aufklärung über die grausamen Delfintreibjagden und deren Hintergründe in der westlichen Welt sind vorbei! Diejenigen, die es noch erreichen könnte, haben wohl etwas Kenntnis davon, aber sie ignorieren es eben und besuchen weiterhin Delfinarien, deren Anzahl im Westen schon seit Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist.  

Delfinarien im Osten und in Asien, welche Delfine aus Taiji kaufen, vermehren sich hingegen. China erlebt gerade einen Boom und ein Ende ist nicht absehbar. Mehr als drei Dutzend Delfinarien gibt es dort und ein weiteres Dutzend ist in Planung oder schon im Bau. Die Nachfrage nach weiteren Delfinen ist gigantisch und Taiji alleine kann diese Nachfrage wohl kaum noch decken. Pläne, um Hunderte Delfine im Jahr vor der Küste Namibias fangen zu dürfen, wurden vorerst auf Eis gelegt, was nichts zu bedeuten hat. Eine Aufklärung über die Hintergründe der Delfinarien findet in China kaum statt, obwohl es die Doku „Die Bucht“ auch in chinesischer Sprache gibt. Dort hinkt man wohl noch 20 Jahre in diesem Bereich hinterher.  

Ich bin der Meinung, dass wenigstens für eine gewisse Zeit alle Privatpersonen und Organisationen aus dem Ausland Taiji nicht mehr betreten sollten, um die Situation dort nicht noch weiter zu verschlimmern. Es würde völlig ausreichen, dass nur noch zwei Wege gesperrt werden, um überhaupt nichts mehr dokumentieren zu können (den Weg auf den Tsunami-Hill und der Zugang zur Bucht selbst). Das Dokumentieren könnten zwei Aktivisten aus Japan selbst übernehmen, die das erstens genauso gut und zweitens auch viel günstiger machen könnten. Es gäbe keinen Unterschied. Auf Live-Streams könnte gar verzichtet werden, denn wer schaut sich diese Massaker denn noch regelmäßig an?  

Der Vorteil von einem Engagement Einheimischer wäre auch, dass das gesammelte Wissen, die Erkenntnisse und die Erfahrungen von Aktivisten, nicht mehr überwiegend ins Ausland mehr mitgenommen werden, sondern dann im Land selbst bleiben würde und darauf aufgebaut werden könnte.  

Die Hauptabnehmer für Delfine aus Taiji sind die Delfinarien in Japan selbst. Gegen diese Einrichtungen wird kaum etwas unternommen. Es müsste von japanischen Aktivisten eine Webseite mit allen Delfinarien, die es in Japan gibt, erstellt und dort auch recherchiert werden. Dabei könnten Aktivisten aus dem Ausland behilflich sein. Ich selbst war vor ein paar Tagen in einem Delfinarium in Tokio, in dem ich schon vor einem Jahr recherchierte und danach eine Online-Aktion ins Leben rief. Die Show war langweilig und kurz. Nur etwa 100 Besucher sahen sich die 15-minütige Show an - vor einem Jahr waren es noch etwa 1.000!  

Auf die Informationen einer solchen Webseite könnten alle Japaner zugreifen, was für sie auch vertrauenswürdiger wäre, wenn diese von Landsleuten stammen würde.  

Zudem fehlt bis heute eine gewisse Kontinuität zu Kontaktpersonen. Dazu wären Einheimische ideal. Bisher sind ja andauernd andere Personen dort, die nie länger als drei Monate dort bleiben dürfen und das Land dann wieder verlassen müssen. Über die vielen Jahre hinweg traf ich keinen einzigen Aktivisten, der sich dort regelmäßig aufgehalten hat.  

Wichtig wäre auch, dass die einheimischen Aktivisten auch finanziell unterstützt werden, damit sie viel mehr Spielräume erhalten.  

Beispielsweise könnten sie dann auch Rechtsanwälte engagieren, welche unter anderem auch die Rechtsfragen bearbeiten und abklären könnten, ob eventuell Verstöße gegen japanische oder gar internationale Gesetze, Regelungen und Rechte vorliegen.  

Klären könnten diese dann zum Beispiel folgendes, um Ansätze zu finden, die Treibjagden zu beenden:  

Warum gibt es in Japan in 8 Präfekturen nur noch Offshore-Delfinjagden und warum ist es gerade noch in Taiji erlaubt?

Wie und warum wurden in Futo die Küsten-Delfintreibjagden beendet? Waren sie illegal oder welche Gründe gab es sonst noch?

Verstoßen die Treibjagden gegen japanische Gesetze? Wie sind diese geregelt? Verstoßen die Fänge gegen japanische Gesetze? Wie ist der Status der Naturschutzgebiete?
Dürfen dort überhaupt Treibjagden, Fänge und Tötungen stattfinden?

Sind die angewendeten Tötungsmethoden legal? Verstoßen die Abrichtungsmethoden gegen japanische Gesetze?

Ist der Handel legal?

Wer erstellt die Fangquoten aufgrund welcher Basis und werden die Fangzahlen korrekt wiedergegeben?

Welche Konsequenzen sind bei Überschreitungen einzelner Quoten möglich?

Früher waren die Treibjagdboote meistens noch gut von der Küste aus zu sehen. Heute verschwinden sie oftmals am Horizont. Alle Boote haben eine Kennzeichnung und sie könnten wohl per Satellit geortet werden. Werden Delfine in japanischen oder auch in internationalen Gewässern gefangen? Welche Regelungen gibt es hierbei jeweils?  

Solche Dinge könnten japanische Aktivisten gar noch viel besser vorantreiben, als welche, die aus dem Ausland stammen.  

In der Nähe von Taiji gibt es in einem Nachbarort ein Unternehmen, welches von März bis Anfang September Whale-Watching-Touren anbietet.  

http://nanki-marin.net/    

Ob es Sinn macht, diese als Alternative zu einem Delfinarien-Besuch zu bewerben, um auch die Japaner für freilebende Delfine und Wale zu sensibilisieren, können meines Erachtens auch nur einheimische Aktivisten beurteilen. Ich hätte dabei durchaus Zweifel, wie man am Beispiel in Island sehen kann. Die Nachfrage von Touristen nach Walfleisch, die gar zuvor an einer Whale-Watching-Tour teilgenommen haben, ist enorm. Der Zwergwalfang wäre ansonsten dort schon längst vorbei!  

Die Zeit drängt!  

Ich bin davon überzeugt, dass es viele Vorteile hätte, wenn japanische Aktivisten zumindest für eine gewisse Zeit das Ruder in Taiji übernehmen würden. Möglicherweise entsteht im Laufe der Zeit aus wenigen Aktivisten eine ganze Bewegung in Japan, die schlagkräftig genug wäre, um den Delfinfang in Taiji endgültig zu beenden. Sie sollten diese Chance erhalten, denn die Zeit für die Delfine läuft ab!  

Die Fortsetzung von Protesten, Demonstrationen, Beschwerdebriefen an die Botschaften und Regierung, ja auch Boykottaufrufe, usw. macht natürlich Sinn, weil diese eben auch die japanischen Verantwortlichen erreichen!  

Für die Delfine!  

Andreas Morlok
CEO ProWal




14.01.17 - Nippons blutiger Mythos - Japan fängt Wale trotz Verbot – und bringt damit die Welt gegen sich auf. Warum ist für den Inselstaat diese Jagd so bedeutend? - http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/nippons-blutiger-mythos/story/31405950


13.01.17 - Fortpflanzungkonflikt - Mutter-Tochter-Stress im Orca-Reich - http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schwertwale-und-fortpflanzung-mutter-tochter-stress-im-orca-reich-a-1129587.html


11.01.17 - Seglers Alptraum - Kollisionen: Wal-Ramming – Wie sich Segler und Säuger gegenseitig gefährden - http://segelreporter.com/panorama/kollisionen-wal-ramming-wie-sich-segler-und-saeuger-gegenseitig-gefaehrden/


08.01.17 - Jahrelange Kritik - Die Wal-Qual hat ein Ende: Letzte Orka-Show in San Diego - http://m.heute.at/freizeit/szene/Die-Wal-Qual-hat-ein-Ende-Letzte-Orka-Show-in-San-Diego;art23668,1387045


08.01.17 - Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor - http://business-panorama.de/news.php?newsid=404555


07.01.17 – „Der Tod des gestern Freitag im «SeaWorld» verendeten Schwertwals «Tilikum» steht ein weiteres Mal symbolisch für den Zynismus der Aquarienindustrie. Diese geht für den Profit buchstäblich über Leichen. Der durch die Gefangenhaltung traumatisierte Orca hatte drei Menschen getötet.“ - http://www.ffw.ch/de/actualidad_detalle/07012017-ae-tilikums-tod-steht-fur-die-grausamkeit-der-aquarienindustrie/2/263  

06.01.17 - Tilikum, ein Orca-Männchen, der im Alter von 2 Jahren vor Island für die Delfinarien-Industrie gefangen wurde, ist tot. Er wurde nur 36 Jahre alt - http://www.heute.de/seaworld-orlando-florida-orca-tilikum-ist-tot-46269068.html


Blackfish – Trailer in Deutsch -  https://www.youtube.com/watch?v=QWI3G4hStvw&feature=share


Historie über Orcas, die in Gefangenschaft starben - http://www.orcahome.de/orcadead.htm


04.01.17 - Ältester Orka der Welt ist vermutlich tot - http://www.sueddeutsche.de/wissen/wale-aeltester-orka-der-welt-ist-vermutlich-tot-1.3320747