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06.06.20 - Kenia verbietet Einwegplastik in Naturschutzgebieten

In Kenia ist das Mitführen von Einwegplastik in Naturschutzgebieten ab sofort nicht mehr erlaubt. Anlässlich des Weltumwelttages am Freitag trat eine Anordnung von Tourismusminister Najib Balala in Kraft, mit der unter anderem Kunststoff-Wasserflaschen und Strohhalme in Nationalparks, Wäldern, an Stränden und weiteren geschützten Gebieten in Kenia verboten werden.“

http://www.dtoday.de/startseite/panorama_artikel,-Kenia-verbietet-Einwegplastik-in-Naturschutzgebieten-_arid,729153.html

Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber eben noch keine Lösung für das Gesamtproblem. Wie wir bei unseren in 2018 und 2019 vielfachen in Kenia durchgeführten Beach-CleanUps festgestellt haben, gelangt viel Plastikmüll über die Flüsse in das Meer, welcher zum großen Teil dort bleibt und viele Jahrzehnte braucht, um sich in Mikroplastik zu zersetzen, was auch weiterhin für alle im und am Meer lebende Lebewesen gefährlich sein kann. Auch gelangt der Plastikmüll über alle möglichen Boote und Schiffe in das Meer.

Leider ist bei dieser Anordnung das Entsorgen alter und kaputter Fischernetze im Meer nicht berücksichtigt worden. Diese Geisternetze stellen für die Meeresbewohner, wie Delfine, Wale, Schildkröten, Fische, Vögel, etc. die größte Gefahr dar.

Wir werden unser Engangement in Kenia fortsetzen, bis auch dieses Problem beseitigt wurde.

Die nächste Netz-Aufkaufaktion führen wir dann wieder durch, wenn erstens ausreichend Spenden für dieses Projekt gesammelt wurden und zweitens wir wieder nach Kenia reisen und uns sicher dort im Land bewegen können. Wir hoffen, dass dies im Spätsommer oder im Herbst 2020 wieder möglich sein wird.


Weitere Infos unter Spenden Kenia