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04.07.2015 
 

Nürnberger Delfinarium – 14. Anzeige – Fahrlässige Gefährdung eigener Zoo-Besucher, Bauarbeiter, Mitarbeiter und Delfine – Vorläufiger Anzeigen-Abschluss

 

Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit zeigen wir den Nürnberger Tiergarten wegen fahrlässiger Gefährdung der eigenen Besucher, der fahrlässigen Gefährdung von Bauarbeitern und den eigenen Mitarbeitern und der fahrlässigen Gefährdung der dort in dem Delfinarium untergebrachten Delfine an.

 


FAHRLÄSSIGE GEFÄHRDUNG BESUCHER:



 

1.)

 

Am 03.04.2015 wurde einem Delfin im Nürnberger Delfinarium sein Spielzeug vorenthalten, was in unserer Recherchezeit vom Herbst 2014 bis zum Frühjahr 2015 sehr oft vorkam.

 
Die Zoo-Mitarbeiterin unterhielt sich gerade mit Besuchern, bis es dem Delfin zu bunt wurde. Die Besucher bekamen eine volle Breitseite Wasser ab, was für diese nicht ohne Folgen sein kann!

 

Video - https://www.youtube.com/watch?v=OBhWbLk60FA&feature=em-upload_owner

 

Da sich im Wasser der Becken die Exkremente der Delfine befinden und dieses nur einmal am Tag komplett ausgetauscht wird, ist es unverantwortlich die Besucher einer solchen Fäkalien-Dusche auszusetzen, die aufgrund nur einer fehlenden Plexiglasscheibe davor nicht geschützt werden!

 
Delfine produzieren ein Fünffaches an ein Fäkalien-Aufkommen wie der Mensch, für die ein Infektions-Risiko besteht, wenn sie damit in Verbindung geraten!

Siehe dazu folgender Artikel:


 

Fäkaliendusche in Delfinarien - Gefahr für Mensch und Tier? - http://www.openpr.de/news/436302.html

 

Video (Englisch) – Mikrobiologen und ehemalige Delfintrainer packen aus und warnen - Delfinarien gefährden Menschen und Delfine! - https://www.youtube.com/watch?v=NyvKQVIJdes&feature=youtu.be

 

Besucher, die einer solchen Wasserdusche ausgesetzt sind, könnten ebenso Elektro-Geräte mit Kopfhörer oder Fotokameras bei sich tragen, die zu Schaden kommen könnten. Auch Brillenträger oder Kontaktlinsenträger könnten nicht unerhebliche Verletzungen davontragen!


Schon seit Jahren fordern wir von den zuständigen Behörden, dass an dieser Stelle eine Plexiglaswand, wie bei den Eisbär-Gehegen, errichtet wird, um die Besucher vor dieser Gefahr zu schützen! Immer hieß es von Seiten der zuständigen Behörden, der „Zaun sei ausreichend dimensioniert“, was eben nicht der Fall ist.



Ein flacher Zaun allein ist an dieser Stelle zum Schutz der Besucher nicht ausreichend.

 

Selbst kleine Kinder sitzen an dieser Stelle auf dem Zaun!



Wie im folgenden Video des Bayerischen Rundfunks zu sehen ist, schreitet nicht einmal das Security-Personal ein, um Kinder davor zu schützen, dass sie nicht ins Wasser fallen können!

 

Video: Sekunden 33 bis 44 – links im Hintergrund:


https://www.youtube.com/watch?v=JqZQnAORUu8

 

 
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2.)



Seit dem 31.12.2014 bis etwa Mitte März 2015 gab es zwei- bis dreimal täglich eine Besucher-Vorstellung des Kalbes "Nami" und ihrer Mutter "Sunny" in dem Vorführbecken des Alten Delfinariums I!


 

Presse-Mitteilung der Stadt Nürnberg:

 

http://www.nuernberg.de/presse/mitteilungen/presse_41167.html

 

Mindestens zweimal am Tag, als die Vorstellungen von dem Delfinkalb „Nami“ im Alten Delfinarium I stattfanden, befand sich für etwa 30 - 40 Minuten kein Sicherheitspersonal mehr in der „Delfin-Lagune“!

 

Das Sicherheitspersonal war zu diesem Zeitpunkt im Alten Delfinarium I und die Außenbecken der "Delfin-Lagune" waren dann gänzlich unbeaufsichtigt!

 

Fotos im Anhang:


02.02.2015 – Keine Aufsicht



06.03.2015 – Aufsicht verlässt „Delfin-Lagune“


 

Video 10.3.2015 – 40 Minuten keine Aufsicht -
https://www.youtube.com/watch?v=78sGdPBm9jk&feature=em-upload_owner

 

 
Spielende Kinder könnten in dieser Abwesenheitszeit des Tiergarten- oder Sicherheitspersonals ins Wasser fallen und von den Delfinen attackiert werden!


Es ist festzuhalten, dass es schon einige Male vorkam, dass Menschen von in Gefangenschaft gehaltenen Delfinen attackiert und gebissen wurden!

 

http://www.digitaljournal.com/article/338398

 

http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/flipper-flippt-aus-und-beisst-maedchen

 

Video (Englisch) – Mikrobiologen und ehemalige Delfintrainer packen aus und warnen - Delfinarien gefährden Menschen und Delfine - https://www.youtube.com/watch?v=NyvKQVIJdes&feature=youtu.be

 

Auch im Nürnberger Delfinarium kam es bereits vor, dass ein Delfin einen Mitarbeiter verletzte! - http://www.nordbayern.de/2.192/delfin-pfleger-mit-der-flosse-geschlagen-1.1444677/kommentare-7.1049539

 

 

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3.)



09.01.2015 – Sturzgefahr in der Traglufthalle

 
Bei diesem Angebot konnten im Winter die Teilnehmer zu den Delfinen in die Traglufthalle!


http://tiergarten.nuernberg.de/ihr-besuch/fuehrungen-und-besondere-augenblicke/begegnung-mit-delphinen.html

 

Dies verstieß gegen eine Auflage des Umweltamtes Nürnberg, denn in dieser Halle dürfen sich nur Zoo-Mitarbeiter aufhalten!



Die Beckenränder sind eng und auch nass. Es gibt keine Absperrungen und die Rutschgefahr ist überall um die Becken herum gegeben.


Ohne weiteres hätte einer oder mehrere Teilnehmer ausrutschen und ins Wasser fallen können. Ein Schwimmen mit Winterkleidung und eine Rettung wären kaum möglich gewesen! Niemand bekam eine Schwimmweste und auch schnell nutzbare Rettungsringe waren nicht vorhanden.


 

Siehe Fotos 09.01.2015 1 - 4 im Anhang

 

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4.)

 

Stolpergefahr für Besucher und Mitarbeiter durch einen achtlos liegengelassenen Schlauch


Es ist nass und rutschig und die Besucher könnten über den Schlauch stolpern und ins Wasser fallen!


Siehe Foto 29.03.2015 im Anhang

 
Video - https://www.youtube.com/watch?v=T60KT5gwUg0&feature=em-upload_owner


 

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Hinter einem Holzverschlag hängt so etwas wie eine Schwimmhilfe. Dieser Bereich ist jedoch für die Zoo-Besucher nicht einsehbar und auch nicht zugänglich!


Siehe Foto 09.01.2015 - 5 im Anhang


 

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5.)

 

Sturz- und Verletzungsgefahr am Bistro-Restaurant


Schon seit Jahren fordern wir, dass an dem Geländer der Bistro-Terrasse eine Plexiglaswand errichtet wird, damit ein Herabstürzen von Kindern verhindert werden kann. Regelmäßig kommt es vor, dass Zoo-Besucher auf ein Geländer ihre Kinder stellen oder setzen. Eine ständige Aufsichtsperson gibt es dort nicht.

 

Siehe Fotos 10.04.2015 1 und Ausschnitt im Anhang

 

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6.)

 

Rutsch und Verletzungsgefahr in den Wintermonaten


Eine Räumung von Schnee konnten wir im Winter an mehreren Tagen auf den Wegen an der "Delfin-Lagune" nicht feststellen! Die Wege waren für jeden Besucher frei zugänglich!

 

Siehe Fotos im Anhang 27.12.2014 1 – 7 und 28.12.2014 1 + 2

 

Wird hier ebenfalls auf Kosten der Besucher an Personal gespart?

 

Foto im Anhang


31.12.2014 Zoo-Direktor schippt vor dem Zoo-Eingang selbst Schnee


 

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FAHRLÄSSIGE GEFÄHRDUNG VON BAUARBEITER UND EIGENE ZOOMITARBEITER


 

1.)

 

Beim Auf- und Abbau der Traglufthalle über zwei Außenbecken der „Delfin-Lagune“ am 10.12.2014 und am 17.03.2015 gefährdete der Tiergarten Nürnberg die Bauarbeiter und auch seine eigenen Mitarbeiter. Die Helmpflicht für solche Tätigkeiten wurde an beiden Tagen missachtet. Keiner der am Auf- und Abbau beteiligten Personen trug einen Schutzhelm, welcher bei solchen Tätigkeiten vorgeschrieben ist!

 

Fotos 10.12.2014 1 - 8 siehe Anhang


Fotos 17.03.2015 1 – 18 siehe Anhang



Video - https://www.youtube.com/watch?v=OeX5orouRjo&feature=em-upload_owner

 
 

Links zum Thema:

 

http://www.klick-deine-arbeitskleidung.de/info/helmpflicht.html

 

http://www.sifatipp.de/fachwissen/fachnews/arbeitsunfalle-am-bau-besonders-auf-kleinen-baustellen-wird-helmpflicht-vernachlassigt

 

https://www.vbg.de/gesetze-vorschriften/index.html

 

https://www.vbg.de/produktionenundveranstaltungen/internet/form/_15_7_bauleiter_projektleiter_2.htm

 

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FAHRLÄSSIGE GEFÄHRDUNG DER DELFINE

 
 

1.)

 

27.12.2014


Fahrlässigkeit gefährdet Delfine - Schneesturz – Erstickungsgefahr für Delfine!


Video: https://www.youtube.com/watch?v=21FztauDlzQ&feature=em-upload_owner

 


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2.)

 

Seit dem 31.12.2014 bis etwa Mitte März 2015 gab es zwei- bis dreimal täglich eine Besucher-Vorstellung des Kalbes "Nami" und ihrer Mutter "Sunny" in dem Vorführbecken des Alten Delfinariums I!


Mindestens zweimal am Tag, wenn die Vorstellungen von dem Delfinkalb „Nami“ im alten Delfinarium I stattfanden, befand sich für etwa 30 - 40 Minuten kein Sicherheitspersonal mehr in der „Delfin-Lagune“! Das Sicherheitspersonal war zu diesem Zeitpunkt im Alten Delfinarium I und die Außenbecken der "Delfin-Lagune" waren dann gänzlich unbeaufsichtigt!


 
Gegenstände oder Müll von den Besuchern könnten in die Becken fallen, was auch schon mehrmals vorkam!


Die Delfine könnten diese verschlucken und daran sterben. Kein Tiergarten-Mitarbeiter und niemand vom Sicherheitsdienst würde dies mitbekommen, weil niemand von ihnen anwesend war! Die beiden Überwachungskameras (auf dem Dach des Alten Delfinariums I und unterhalb des Bistro-Restaurants) waren wirkungslos, da die Traglufthalle jegliche Sicht auf die Außenbecken verhinderte!


 

Video 16.05.2015 - Plastik-Müll in der „Delfin-Lagune“ - https://www.youtube.com/watch?v=k41IlXQ7G8I&feature=em-upload_owner

 

Der im Becken herumtreibender Plastik-Müll wurde weder von Zoo-Mitarbeitern noch vom Security-Personal, die an dieser Stelle die Verantwortung tragen, bemerkt. Erst als wir das Security-Personal darauf aufmerksam machten, wurde der Plastik-Müll aus dem Becken entfernt.

 

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3.)

 

Helikopter-Lärm


Ungeeigneter Standort - Der Tiergarten Nürnberg kann seine Delfine auch vor unregelmäßigem Lärm nicht ausreichend schützen!

 
Die „Delfin-Lagune“ liegt nur wenige Kilometer vom städtischen Krankenhaus Klinikum Nord entfernt. Unregelmäßig fliegt ein Rettungshubschrauber Patienten in dieses Krankenhaus. Der Hubschrauber überfliegt dabei entweder das Zoo-Gelände direkt oder in unmittelbarer Nähe und erzeugt dabei einen solch lauten Lärm (Schall), dass die Delfine in Panik geraten und davor flüchten.

VIDEOS:


27.02.2015 – Delfine flüchten vor Hubschrauberlärm - https://www.youtube.com/watch?v=RmrTv8_u620&feature=em-upload_owner

 

12.04.2015 - Hubschrauberflug über den Nürnberger Tiergarten - https://www.youtube.com/watch?v=2GItNtuEk4U&feature=em-upload_owner

 
„Sunny“ wurde zur Geburtsvorbereitung vor der Geburt ihres Nachwuchses „Nami“ von der Delfin-Gruppe getrennt und befand sich seit dem 23.09.2014 im Innenbereich des überdachten alten Delfinarium I. Von diesem Zeitpunkt bis zum Aufbau der Traglufthalle am 11.12.2014 waren 7 – 9 Delfine in den Außenbecken der „Delfin-Lagune“ unter freiem Himmel untergebracht und sie konnten den überdachten Bereich des alten Delfinariums I nicht mitbenutzen, weil dieser von „Sunny“ und ihrem Kalb „Nami“ belegt war.



In diesem Zeitraum gab es für 7 – 9 Delfine überhaupt keine Rückzugsmöglichkeit, um vor dem Schall eines vorbeifliegenden Hubschraubers in einen überdachten Bereich zu flüchten!


Auch nach dem Aufbau der Traglufthalle am 11.12.2014 stand den Delfinen, die sich in den Außenbecken befanden, nicht immer die Möglichkeit zur Verfügung, Schutz vor Lärm zu suchen und zu finden, weil die Schwimmschleusen von den Außenbecken zu diesem überdachten Beckenbereich geschlossen waren.

 

Laut Vorgabe des Säugetiergutachtens muss der Tiergarten Nürnberg seine Delfine vor übermäßigem Lärm schützen:

„Die Tiere sind vor übermäßigem Lärm zu schützen. Die Haltungsbedingungen (technische Anlagen und akustische Programme) dürfen im Regelbetrieb keine Umgebungslautstärken verursachen, die im Wasser einen Geräuschpegel von 40 dB über der Hörschwelle (bei definierter Frequenz gemäß dem Audiogramm für Große Tümmler) überschreiten und länger als 1 Minute pro Tag andauern."


Die Einhaltung dieser Vorgabe kann der Tiergarten Nürnberg nicht gewähren.

 

LINKS:

 

http://www.klinikum-nuernberg.de/DE/aktuelles/knzeitung/2014/201402/hubschrauber.html


http://www.klinikum-nuernberg.de/DE/ueber_uns/rundgang_klinikum/Galerie_KNN_DrSchoellerHaus/

 
https://www.nuernberg.de/imperia/md/presse/dokumente/internet/publikationen/nh-archiv/nh_93/46-51__nh93-klinikum.pdf

 

 
Anmerkung zum Hörvermögen von Delfinen, was dem Tiergarten Nürnberg längst bekannt ist:

 
In dem Buch „Delphine …wie sie wirklich sind“ (1. Auflage 1979) beschreibt der ehemalige Delfintrainer des Nürnberger Delfinariums, Siegbert Stümpke, wie gut Delfine hören können.

 
„Kommen wir nun zu einer anderen Frage. „Können Delphine unter Wasser die Kommandos des Trainers verstehen?“ Delphine hören unter Wasser ausgezeichnet.“

 

Weiter heißt es:


„Mitzie hatte ein unglaublich feines Gehör. Sie vermochte ein Geräusch unter Wasser haarscharf zu lokalisieren. Eine kleine Münze, außer Sichtweite 30 und mehr Meter von ihr entfernt in trübes Wasser geworfen, wurde von ihr in allerkürzester Zeit aufgespürt und zurückgebracht.“



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4.)

 

06.06.2015 - Schlauch im Wasser gefährdet Delfine


Ein Wasserschlauch zum Reinigen der Becken-Anlage der „Delfin-Lagune“ befand sich an diesem Tag völlig unnötig im Wasser. Mehrere Delfine, darunter auch das unerfahrene Jungtier „Nami“, wurden fahrlässig einer Gefahr ausgesetzt. Delfine hätten sich in diesem Schlauch, der auch Schlingen aufwies, verheddern und dabei ertrinken können. Niemand hätte einen in Panik geratenen Delfin beistehen und helfen können.


Video - https://www.youtube.com/watch?v=73cfLv6Zkc4&feature=em-upload_owner

 

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5.)

 
Ständige Bauarbeiten

 
Wie schon in 2014, gibt es auch dieses Jahr Bauarbeiten an der "Delfin-Lagune! Oftmals sind Delfine in dem Becken 2/3 eingesperrt und haben dann keine Rückzugsmöglichkeiten!

 

Siehe Fotos 10.03.2015 und 06.03.2015 im Anhang

 

Wir weisen jetzt schon darauf hin, dass es in den nächsten Monaten in diesem Zusammenhang noch weitere Baustellen in der „Delfin-Lagune“ geben wird:

 

Die "Delfin-Lagune" hat Baumängel - Es trat Salzwasser aus - Bäume geschädigt - Die Staatsanwaltschaft ermittelt -

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.laue-lagune-in-nuernberg-delfinbecken-streit-wird-immer-grotesker.09915f25-c081-4d54-9fe4-e35c4867761c.html


https://www.youtube.com/watch?v=JqZQnAORUu8&feature=youtu.be

 

19.04.15 - Nürnberger Zoo - Undichtes Delfinarium vergiftet die Böden - http://www.stern.de/wirtschaft/news/delfinarium-nuernberg-steuerverschwendung-und-umweltverschmutzung-2187781.html

 
 
Laut Vorgabe des Säugetiergutachtens ist vorgegeben:

"Die Tiere sind vor übermäßigem Lärm zu schützen. Die Haltungsbedingungen (technische Anlagen und akustische Programme) dürfen im Regelbetrieb keine Umgebungslautstärken verursachen, die im Wasser einen Geräuschpegel von 40 dB über der Hörschwelle (bei definierter Frequenz gemäß dem Audiogramm für Große Tümmler) überschreiten und länger als 1 Minute pro Tag andauern."

 
Eine Sanierung unter den Umständen, dass alle oder einige Delfine in das Alte Delfinarium I eingesperrt werden oder sie dem direkten Baulärm ausgesetzt werden, ist völlig inakzeptabel, da dies gegen mehrere Vorgaben des Säugetiergutachtens verstoßen würde und somit illegal wäre!

 

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6.)


Gefahr durch störanfällige Technik

 
In der Zeit nach der Geburt von „Nami“ Ende Oktober 2014 befanden sich, mitunter auch bei Frosttemperaturen, acht Delfine, darunter auch die nierenkranken Delfine „Moby“ und "Jenny", bis zum Traglufthallenaufbau am 11.12.2014 in den Außenbecken der „Delfin-Lagune“. Kein Delfin konnte in die überdachten Becken des Alten Delfinariums I, weil diese von der Delfinmutter „Sunny“ und ihrem Kalb „Nami“ belegt und alle Schleusen zu diesem Bereich geschlossen waren.

 
Die Traglufthalle über zwei Außenbecken der "Delfin-Lagune" soll die Delfine vor der Winterkälte schützen, denn die restlichen Außenbecken können bei mehr als – 5° C Lufttemperatur nicht mehr soweit beheizt werden, dass die mindestens vorgeschriebenen 10 ° C Wassertemperatur zuverlässig und konstant erreicht werden kann.

 
Die Technik für die Wasseraufbereitung gilt als sehr störanfällig. Laut Aussage des Wassertechnikers, Herrn Haack, kommt es noch bis zu viermal im Jahr vor, dass die komplette Anlage durch einen Störfall stillsteht!


http://www.nordbayern.de/freizeit/tiergarten/trotz-pannen-tiergarten-vertraut-auf-wassertechnik-der-lagune-1.4057867

 
 
Trotz dem Wissen der Verantwortlichen des Zoos, dass die Technik unzuverlässig arbeitet und bis zu viermal im Jahr komplett ausfällt, wurden die 8 Delfine der Gefahr ausgesetzt, dass bei einem Ausfall der Technik das Wasser der Außenbecken, in dem sich die 8 Delfine befanden, nicht mehr hätte beheizt werden können und dann auch beginnt zuzufrieren. Eine Unterbringung aller 10 Delfine in den kleinen Becken des alten Delfinarium I mit gerade einmal 352,9 m2 wäre nicht nur schwierig gewesen und hätte dramatische Folgen haben können, sondern wäre auch nicht legal gewesen!

 
In Nürnberg wurden die ersten Minustemperaturen im Winter 2014/2015 bereits am 22.11.2014, also etwa drei Wochen vor dem Aufbau der Traglufthalle, gemessen!

 
An diesen weiteren Tagen wurden laut dem Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg „Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg“ ebenfalls Minustemperaturen in Nürnberg gemessen:

23.11.2014, 25.11.2014, 26.11.2014, 08.12.2014, 09.12.2014 und 10.12.2014

 
8 Delfine mussten an diesen Tagen bei Frosttemperaturen in den Becken der „Delfin-Lagune“ unter freiem Himmel verbringen! In dieser Zeit wurden die Delfine nicht vor der Kälte geschützt, denn es gab für sie keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit! Die Becken des Alten Delfinariums I waren von der Delfinmutter „Sunny“ und ihrem Kalb „Nami“ belegt und es fand bis dahin keine Vergesellschaftung mit anderen Delfinen statt.

 
Erst ab dem 11.12.2014 war die Traglufthalle über zwei Außenbecken der „Delfin-Lagune“ aufgebaut, in der die Delfine Schutz vor der Kälte suchen konnten!

 

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7.)

Namis Zuhause – November 2014 – März 2015

 
Fotos Nami 1 – 22 im Anhang

 
Das Alte Delfinarium I bietet keine geeignete Umgebung, um dort Delfine zu züchten und zu halten. Die Becken sind viel zu klein. Es gibt eine unerlaubte Sackgasse. Die Halle bietet kein vorgeschriebenes natürliches Sonnenlicht und kein Regen kann eindringen, da sich das Dach nicht öffnen lässt. Die Beckenränder sind veralgt. Es gibt keine vorgeschriebene Abwechslung der Böden und der Wände in den Becken. An der Decke ist es schimmlig und es hängen Teile herum, die ins Wasser fallen und die Delfine gefährden könnten.

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,


Die Besucher des Nürnberger Tiergartens, die eigenen Mitarbeiter und Bauarbeiter und die Delfine werden im Nürnberger Delfinarium nicht ausreichend geschützt, was weder hinnehmbar und erst recht nicht akzeptabel ist! Den Delfinen wird zudem selten eine vorgeschriebene und geeignete Unterbringung gewährleistet und geboten!

Es drängt sich der Verdacht auf, dass auf Kosten der Besucher und der Delfine an Geld gespart wird!

 


Anmerkungen zum vorläufigen Anzeigen-Abschluss:



Die ursprünglichen Vorgaben für den Bau der „Delfin-Lagune“ wurden klar verfehlt!

 
Aus einem Änderungsbescheid des Umweltamtes vom 22.03.2001 geht u.a. hervor:

„3. Die vorgesehene Freiluftanlage für das Delphinarium ist vor dem Hintergrund des erhöhten Platzangebotes (für die Tiere) und der natürlichen Sonneneinstrahlung mittelfristig unverzichtbar."

 
Den Delfinen neben mehr Platz auch mehr natürliches Licht zu gewähren, waren Voraussetzungen des Umweltamtes für die Erteilung einer weiteren Betriebsgenehmigung damals. Bei Nichteinhaltung hätte der Tiergarten Nürnberg keine weitere Betriebsgenehmigung erhalten und das Delfinarium hätte in absehbarer Zukunft schließen müssen!

 
Aus dem Wirtschaftlichkeitsgutachten von Rödl & Partner – Nürnberg – vom 28.09.2007 ist u.a. zu entnehmen:

 
„Bevor wir die Analyseergebnisse erläutern, möchten wir die Fakten zusammenfassen, warum die Schließung des Delfinariums überhaupt eine zu betrachtende Alternative ist.

 
Mit Schreiben vom 22.03.01 hat das Umweltamt der Stadt Nürnberg den Erlaubnisbescheid gemäß §11 Abs. 1 TierSchG vom 27.07.1999 geändert. Die ursprüngliche Erlaubnis wird u.a. um folgende Auflage erweitert: „Die vorgesehene Freiluftanlage für das Delfinarium ist vor dem Hintergrund des erhöhten Platzangebotes und der natürlichen Sonneneinstrahlung mittelfristig unverzichtbar.“ Aus diesem Grund steht die Stadt Nürnberg vor der Entscheidung, entweder das Delfinarium zu schließen oder eine Erweiterungsinvestition in eine Freiluftanlage zu realisieren. Die im Änderungsbescheid formulierten Anforderungen nach der Schaffung eines erhöhten Platzangebots oder der Gewährleistung einer natürlichen Sonneneinstrahlung lassen sich mit den gegenwärtigen baulichen Voraussetzungen im Delfinariums nicht erreichen. Natürliche Sonneinstrahlungen lassen sich bei einer Hallenanlage nicht erreichen. Das Platzangebot kann ohne Investitionsmaßnahmen nicht verändert werden. Das im Änderungsbescheid geforderte zusätzliche Platzangebot ist dadurch zu erklären, dass einige der Delfinweibchen ins geschlechtsreife Alter kommen und so weitere Trächtigkeiten nicht auszuschließen sind. Trächtige Delfine benötigen Ruhe und Platz bei der Austragung, Geburt und Aufzucht ihrer Kälber. Diese Bedingungen können mit der jetzigen Anlage nicht mehr erfüllt werden. Mit dem Änderungsbescheid wird u.E. indirekt darauf hingewiesen, dass bei einer Entscheidung für eine Delfinhaltung zu berücksichtigen ist, dass die für die Fortpflanzung notwendigen Bedingungen durch den Tierhalter zu gewährleisten sind."

 

Von den etwa 31 Millionen €, welche für den Bau der "Delfin-Lagune" ausgegeben wurden, ist für die Zucht von Delfinen fast nichts investiert worden! Zwei Schwimmschleusen und der Einbau einer Hebebühne in ein 25 Jahre altes Gebäude (Rundbecken), welches noch nicht einmal halb so groß ist, wie das wegen viel zu wenig Platz bietende und vorübergehend stillgelegte frühere Zuchtbecken (Delfinarium II), sind keine wirkliche Verbesserungen. Nur etwa 6,7 % des Gesamtareals der „Delfin-Lagune“ besteht aus einer Wasser-Fläche, welche die Delfine auch nur eingeschränkt nutzen können. 

 
Die Wasser-Fläche der „Delfin-Lagune beträgt insgesamt 1.543,8 m2 – Das Gesamtareal hat eine Fläche von 23.000 m2. Das gesamte Delfinarium bietet eine Wasser-Fläche, die gerade einmal so groß ist, wie die Fläche eines halben Fußballfeldes (Beckenplan aller Becken im Anhang). Das Wasser-Volumen aller Becken kann man sich auf einer Fläche von 43,5 m x 43,5 m und einer Tiefe mit 3,5 Meter gut vorstellen.

 
Die „Delfin-Lagune“ ist hauptsächlich auf die Interessen des Zoos ausgerichtet und nicht auf die Bedürfnisse der Delfine!

 
Die Delfine haben rein gar nichts von 900 Tribünenplätzen (Sitzplätze) und etwa 750 Stehplätzen (Blauer Salon und Wege), sondern viel zu wenig Platz!

 
Das Nürnberger Delfinarium ist für die Zucht und für die Haltung von Delfinen nicht geeignet!

 
Wie unser erstelltes „Dossier 2015“ belegt, konnten die Bedingungen für die Haltung der Delfine durch den Bau der „Delfin-Lagune“ nicht verbessert werden. An keinem einzigen unserer Recherche-Tagen und auch nicht an anderen Tagen wurde den Delfinen den ihnen zustehenden Mindestplatz geboten! Mehrere Hundert Verstöße gegen geltende Vorgaben stellten wir an nur etwa zwei Dutzend Recherche-Tagen fest.

 
Das „Dossier 2015“ belegt u.a., dass im Zeitraum, in dem eine Delfinzucht im Nürnberger Delfinarium stattfindet, außer der Mutter und ihrem Nachwuchs, keinem einzigen weiteren Delfin den erforderlichen und vorgeschriebenen Mindestplatz geboten werden kann! Die Nichteinhaltung vieler Vorgaben sind keine Ausnahmen, sondern die tagtägliche Regel!

 
Würde es die Auflage geben, dass der Tiergarten Nürnberg über alle seiner Becken seines Delfinariums WebCams installieren muss, was technisch leicht umsetzbar ist, dann wären diese Verstöße für jedermann tagtäglich ersichtlich! Warum dies nicht gemacht wird, legt den Verdacht nahe, dass von Seiten der Stadt Nürnberg der Versuch unternommen wird, diese tagtäglichen Verstöße zu verheimlichen.

Es ist enttäuschend, dass wir als Tierschutzorganisation auf diese viele Mängel und Verstöße gegen Vorgaben zur Haltung von Delfinen hinweisen müssen. Entweder sind die Kontrollen der zuständigen Behörden nicht gründlich genug oder die Mängel werden einfach unter den Teppich gekehrt, was beides nicht akzeptabel ist!


Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass die bisher erstatteten 14 Anzeigen gegen die Vorgaben des Säugetiergutachtens, den Auflagen des Umweltamtes, gegen § 2 des Tierschutz-Gesetzes und gegen 42 BNatSchG verstoßen und es dadurch auch ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht!

Es ist Zeit, dass endlich Konsequenzen erfolgen und dass die Delfinzucht umgehend verboten und dem Tiergarten Nürnberg seine Betriebsgenehmigung für sein Delfinarium entzogen wird!

Den Empfang unserer E-Mail möchten sie uns bitte kurzfristig bestätigen.

 
Mit freundlichen Grüßen

 
Andreas Morlok

 
CEO ProWal

 

Link zum ProWal „Dossier 2015“:

http://walschutzaktionen.de/2656911/home.html

 

Im Anhang: 72 Fotos

 
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Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt) –
St-Nr.: 18158/02431
Amtsgericht Freiburg HR B 704171
Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok
Haydnstraße 1
D-78315 Radolfzell
Tel: 0049 (0)7732 14324
E-Mail: ProWal-Deutschland@t-online.de
Internet: www.walschutzaktionen.de


 



27.12.2014






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31.12.2014 - Zoo-Direktor schippt Schnee





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„Nami`s“ – Zuhause
















































































































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Beckenplan - Juni 2015